
Organisiere Warmlaufen in Deiner Stadt
Warmlaufen für den Widerstand – kurze Laufzeiten nur für Atomkraftwerke!
Worum geht es?
"Warmlaufen für den Atomausstieg" ist als öffentlichkeitswirksame Aktion angedacht. Eine Strecke von 1000 Metern sprinten, rennen, rasen, spazieren und in Gänsefüßchen gehen. Radeln, skaten, rollen, und hüpfen ist auch erlaubt. Wichtig ist nur das gemeinsame Ziel: Atomausstieg jetzt!
Damit zeigen wir, was unser Ziel ist, und wir zeigen, dass wir uns vorbereiten (warmlaufen) für weiteren Protest und Widerstand, falls der Atomausstieg nicht durchgesetzt wird. Mit der Aktion bauen wir eine Drohkulisse für die Parteien auf, die nach der Bundestagswahl eine neue Regierungskoalition verhandeln. Sie soll verdeutlichen, dass die Bevölkerung keine längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke zulassen wird. Gleichzeitig soll sie zeigen, dass Protest kreativ sein kann und Spaß macht. Alle AtomkraftgegnerInnen sollen ermuntert werden, im Diskurs mitzumischen und sich auch zukünftig an Aktionen gegen Atomenergie zu beteiligen.
Wann soll das Warmlaufen stattfinden?
Optimalerweise zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen Ende September/Anfang Oktober um 18 Uhr. Mit Beginn der Regierungsbildung fällt somit der Startschuss für den zielgerichteten Widerstand. Die Aktion soll an vielen Orten in Deutschland gleichzeitig stattfinden. Über die Presse kann eine vielfach größere Drohkulisse bewirkt werden.
Da der genaue Termin erst kurze Zeit vorher feststehen wird, abonniert am Besten unseren E-Mail-Newsletter. Dann halten wir Euch auf dem Laufenden.
Natürlich ist es auch möglich, die Aktion für einen späteren Zeitpunkt zu planen. Der obengenannte Termin ist lediglich die Optimal-Variante für die größte Wirkung.
Wo können wir uns warmlaufen?
In Eurer Stadt, auf der von Euch ausgesuchten Strecke. Auf der Straße oder in der Fußgängerzone. Mit einem Parteibüro als Ziel, deren Partei mit über den Atomausstieg verhandelt.
Wie kann die Aktion aussehen?
Hier könnt Ihr Eurer Phantasie freien Lauf lassen. Ein paar Ideen:
- Strecke mit Anti-AKW-Fahnen abstecken (können zum Beispiel in Sonnen- oder Regenschirmständern stehen)
- Parcour mit Kreide zeichnen
- Starter und Stopper mit Anti-Atomsonnen-Fahne
- Start- und Ziel-Transparente können aufgehängt oder mit Bambusstangen aufgestellt oder hochgehalten werden. Vielleicht mit den Aufschriften "Warmlaufen für den Widerstand" und "Ziel: Atomausstieg jetzt!"
- Auf Stelzen
- Es gibt besondere LäuferInnen mit bestimmten Rollen: Vielleicht stellt sich ein CDUler in den Weg, eine SPDlerin läuft Umwege...
Die Warmlauf-Aktion kann auch als Staffellauf organisiert werden. Vielleicht haben einige Beteiligte Lust auf Hindernislauf und möchten abseits der Strecke Zuschauern und Passanten den Flyer "Warmlaufen, Belagern, Einwickeln" oder zum Ökostromwechsel in die Hand drücken?
Vor dem Start und auch während des Laufs sollten Umstehende nochmal aufgefordert werden, mitzumachen. Dies könnte einen netten und fröhlichen Schneeball-Effekt zur Folge haben.
Und drum herum?
Um TeilnehmerInnen und PassantInnen zu informieren und für weitere Protestaktionen zu gewinnen, wäre es toll, wenn Ihr einen Infostand aufstellen würdet.
Argumente-Broschüren, das Flugblatt "Warmlaufen, Belagern, Einwickeln", Ökostrom-Flyer, Unterschriftenlisten "Atomkraftwerke abschalten", Fahnen mit der Anti-Atom-Sonne und Aufkleber sind in unserem Webshop erhältlich. Bitte bestellt bereits jetzt, spätestens eine Woche vor dem geplanten Termin, denn der Versandablauf kann schonmal bis zu einer Woche dauern!
Wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr die Warmlauf-Aktion mit einer Transparent-Mal-Aktion verbinden. Helft mit, das längste Anti-Atom-Transparent der Welt entstehen zu lassen. Animiert Teilnehmer und Passanten dazu, ihre Slogans, Bilder und Sprüche auf Stoff zu bringen und schickt uns die Einzelteile. Mehr Infos hier.
Ihr könnt die Gelegenheit nutzen, um eine lokale Anti-Atom-Gruppe zu gründen. Fertigt eine Liste an, in die sich Interessierte mit Name und Kontaktdaten eintragen können. Denn nach der Aktion ist vor der Aktion und der Druck auf Regierung und Atomkonzerne muss aufrecht erhalten werden.
Toll wäre es, wenn Ihr uns von der Aktion Bilder und Berichte senden würdet, damit wir diese auf unserer Internetseite veröffentlichen können. Schickt sie einfach an: aglaia.abel@ausgestrahlt.de
Müssen wir das Warmlaufen genehmigen lassen?
Das Warmlaufen steht als öffentliche Versammlung unter dem Schutz des Grundgesetzes. Diese Versammlung muss nicht genehmigt werden, Du musst sie nur bei der Versammlungsbehörde anmelden. Gewöhnlich ist dies das Ordnungsamt der betroffenen Stadt oder die Polizei. Die Anmeldung kann per Post, per Fax, telefonisch oder persönlich erfolgen. Du kannst dazu dieses Muster (RTF-Datei für Word, OpenOffice etc.) verwenden.
Den Temin der Koalitionsverhandlungen kennen wir heute noch nicht. Es kann sehr hilfreich sein, bereits jetzt ein persönliches Gespräch mit dem zuständigen Beamten der Versammlungsbehörde zu führen. Bei einem solchen kooperativen Vorgehen kann bekannt gegeben werden, was man wo plant, und direkt eine Rückmeldung bekommen, ob der Ort überhaupt in Frage kommen kann.
Laut Versammlungsrecht müssen Versammlungen spätestens 48 Stunden vorher angemeldet werden. Das klappt eventuell nicht, wenn der Termin der Koalitionsverhandlungen erst kurzfristig bekannt wird. Das ist aber kein Hindernis! Wenn Du die Frist nicht einhalten kannst, handelt es sich um eine Eilversammlung.
Eil- bzw. Blitzversammlungen zeichnen sich dadurch aus, dass der mit der Versammlung verfolgte Zweck bei Einhaltung der versammlungsgesetzlich vorgegebenen 48-Stunden-Frist nicht erreicht werden könnte. Bei diesen Versammlungen bzw. Demonstrationen bleibt die Anmeldepflicht grundsätzlich bestehen und es wird lediglich die gesetzliche Frist verkürzt. Hierbei fällt die Entscheidung, sich zu versammeln, nicht unmittelbar mit der tatsächlichen Durchführung der Versammlung zusammen, so dass noch, wenn auch eingeschränkt, gewisse Vorbereitungsmaßnahmen (z.B. Fertigung von Transparenten) getroffen werden können.
Wie finden wir MitorganisatorInnen und TeilnehmerInnen?
Obwohl der eigentliche Aktionstermin erst kurze Zeit vorher feststehen wird, sollte mit der Mobilisierung dennoch so früh wie möglich begonnen werden. Zum einen braucht es Menschen, die die Aktion mit Euch zusammen auf die Beine stellen, zum anderen aktive TeilnehmerInnen.
Am Besten legt Ihr dafür zwei Listen an, mit Namen und Kontaktdaten der Interessierten. Fragt in Eurem Freundes- und Bekanntenkreis nach, wer Lust hat, sich an der Aktion zu beteiligen. Gute Anlaufstellen, die Ihr nach Unterstützung beim Organisieren fragen könnt, sind Anti-Atom-Initiativen aus der Region und Ortsgruppen von Umweltverbänden wie BUND, NABU, Naturschutzfreunde, Robin Wood oder die BUND-Jugend. Verabredet Euch zu einem Vorbereitungstreffen, bei dem Ihr die Organisation besprecht und Arbeiten unter Euch aufteilt.
Ihr könnt eine Ankündigung zur Warmlauf-Aktion verfassen und Handzettel in Schulen, Unis, Infoläden, Cafés etc auslegen. Einen Muster-Aufruf zur Helfersuche und einen Musteraufruf zur Teilnehmersuche könnt Ihr Euch, wenn Ihr wollt, runterladen und als Vorlage verwenden. Achtung: Wörter, die aus Großbuchstaben bestehen, weisen darauf hin, dass der Aufruf an diesen Stellen mit individuellen Informationen vervollständigt werden muss.
Ihr könnt bei uns Mobilisierungsflugblätter bestellen, die allgemein auf das Warmlaufen hinweisen. Direkt nach der Wahl drucken wir Plakate, die Ihr ebenfalls für Eure Mobilisierung verwenden könnt, indem Ihr sie um einem Orts-, Termin- und Zeithinweis ergänzt. Bitte bestellt bereits jetzt, denn der Versandablauf kann schonmal bis zu einer Woche dauern!
Teilt uns bitte mit, in welchem Ort Ihr die Aktion plant. Wir veröffentlichen die Information dann auf unserer Internetseite. Prima wäre es, wenn Ihr uns eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer mitteilen würdet, damit Interessierte mit Euch Kontakt aufnehmen können. Schickt dazu einfach eine E-Mail an: aglaia.abel[at]ausgestrahlt.de
Wenn Ihr das Warmlaufen zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen plant, überlegt Ihr Euch am Besten auch direkt, wie Ihr den Teilnehmern Bescheid gebt, wenn es losgeht. Ihr könntet selber mit ihnen Kontakt aufnehmen oder sie bitten, ebenfalls den Newsletter bei uns zu bestellen.
Wie kann uns Pressearbeit helfen?
Wenn ein Bericht über Euer Warmlaufen in der örtlichen Zeitung erscheint oder im Radio gesendet wird, erfahren noch mehr Menschen von dem Anliegen. Dieser Erfolg kommt nicht von alleine, dazu müsst Ihr aktive Pressearbeit machen.
Ihr habt mehrere Anlässe für Pressemitteilungen oder Presseeinladungen:
- erstes Organisationtreffen (falls Ihr MitorganisatorInnen sucht)
- Ankündigung: Warmlaufen am Tag X
- Bericht: So war das Warmlaufen (mit Fotos)
Die bereitgestellten Muster-Pressemitteilungen könnt Ihr, wenn Ihr möchtet, um die individuellen Daten Eurer Aktion vervollständigen (unbedingt an den Stellen, an denen Wörter aus Großbuchstaben bestehen) und verwenden.
Für Eure Pressearbeit legt Ihr Euch am Besten eine Presseliste an. Welche regionalen Medien könnten sich für die Aktion interessieren? Im Internet findet Ihr E-Mail-Adressen und Telefonnummern der Redaktionen unter "Kontakt" auf den Homepages der Medien. Gibt es in Deiner Region Anti-Atom-Gruppen oder Ortsgruppen von Umweltschutzverbänden? Oft verfügen diese Gruppen bereits über eine Presseliste und können Euch mit ihren Kontakten weiterhelfen.
Ihr könnt Eure Mitteilungen per Mail (aber nicht als Mail-Anhang) oder per Fax an die Redaktionen senden oder persönlich bringen. Auch ein Telefonat kann hilfreich sein. Wichtig ist, in der Pressemitteilung eine Telefonnummer anzugeben, damit die JournalistInnen mit Euch Kontakt aufnehmen und Fragen stellen können. Natürlich könnt Ihr die Presse auch direkt anrufen, ihr sagen, worum es geht, Ort und Zeitpunkt benennen und sie zu dem Termin einzuladen.
Zusätzliche Materialien
Als zusätzliche Materialidee stellen wir Euch Bilder zur Verfügung, die Ihr, wenn Ihr wollt, runterladen und auf Eurer Internetseite verarbeiten könnt. Verschiedene Formate in dieser PDF-Datei.
Kurz und knapp - eine kleine Checkliste
- MitorganisatorInnen finden
- Zeitpunkt festlegen (zum Auftakt der Koalitionsveranstaltung oder später?)
- Ort/Strecke aussuchen
- Veranstaltung anmelden
- TeilnehmerInnen finden
- Pressekontakte anlegen
- Materialliste anlegen
- Info- und anderes Material bestellen (evt auch Fahnen, Transparentstoff...)
- Termin (wenn kurzfristig) bekannt geben: Mitorganisatoren durchklingeln, Teilnehmern eine Massen-E-Mail schicken
Weitere Fragen?
Wenn Ihr weitere Fragen habt, könnt Ihr Euch gerne an uns wenden. Bitte schreibt zunächst eine E-Mail - wir rufen dann auch gerne zurück. Schreibt bitte an aglaia.abel[at]ausgestrahlt.de





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