Analysen und Hintergrundinformationen zur Atompolitik von 2010 und früher.

12.07.2010: 

"Brennelementeverlängerungssteuerkonzept"

Wann, wie und mit welchen Tricks die Regierung den Weiterbetrieb der AKW durchboxen will

Wie sieht der aktuelle Zeitplan für die Atomentscheidungen aus? Welche Rolle spielt die Brennelementesteuer? Welche Auswirkungen hat die verlorene Bundesratsmehrheit von Union und FDP?
Fragen und Antworten zum atompolitischen Verwirrspiel der Bundesregierung.

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12.07.2010: Interview

„Wir brauchen weder Atom noch Kohle“

Siggi Achner, Expertin für Energieeffizienz, über zukunftsfähige Energiekonzepte, die Chancen einer Energiewende und die kurzsichtige Debatte um Kohle und Atom.

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27.05.2010: 

Merkel will schnelle Atom-Entscheidung

Herausforderung für die Anti-AKW-Bewegung

Atom-Chaos in der Union: Weil sich die CDU/CSU-PolitikerInnen über die Atompolitik zerstreiten, zieht Merkel die Notbremse. Jetzt soll eine schnelle Entscheidung her.  Wie die Regierung jetzt im Eilverfahren längere Laufzeiten für AKW durchdrücken will und wie wir dagegen angehen können.

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Was ändert sich durch die Wahl in NRW?

Führen neue Mehrheiten im Bundesrat zum Abschalten von Atomkraftwerken oder zur Stilllegung der Anti-AKW-Bewegung?

SPD und Grüne haben im Wahlkampf von Nordrhein-Westfalen behauptet, dass die Atompläne der Bundesregierung zu stoppen sind, wenn die schwarz-gelbe Regierung in Düsseldorf abgewählt wird und sich dadurch die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat ändern. Auch wenn noch nicht entschieden ist, wer mit wem zukünftig in NRW regiert, ist schon klar, dass die Bundesregierung keine Mehrheit im Bundesrat mehr haben wird. Was bedeutet dies wirklich für die künftige Atompolitik? Und welche Rolle spielt dabei die Anti-AKW-Bewegung?

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Und plötzlich ist das gar nicht mehr so schlimm…

Warum die Forderung nach 28 Jahre Laufzeitverlängerung so gefährlich ist

Als die CDU/CSU-Bundestagsfraktion vor einigen Wochen durchgesetzt hat, dass für das Energiekonzept der Bundesregierung auch ein Szenario mit 28 Jahren Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke durchgerechnet werden soll, war die Empörung groß. Doch wenige haben erkannt, was die eigentliche Gefahr hinter dieser Forderung ist.

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Atompolitik schwarz-gelb

Was Röttgen wirklich meint

Analyse von Aussagen des Bundesumweltministers

Der Hype um die angeblich atomkritischen Äußerungen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) ist groß. Er wird zum „Anti-Atom-Minister“ ernannt, der angeblich „einen schnelleren Ausstieg als bisher vereinbaren“ will. Doch was will Röttgen wirklich? Röttgen hat von seinen Vorgängern Trittin und Gabriel gelernt, dass ein Teil der Bevölkerung sich beruhigen lässt, wenn man den Weiterbetrieb der AKW einfach „Atomausstieg“ nennt. Eine Gegenüberstellung von Zitaten und was drin steckt.

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Atompolitik schwarz-gelb

"Regierung versucht, Widerstand zu bremsen"

Interview mit dem Bewegungsforscher Dieter Rucht

Der Politologe und Bewegungsforscher Dieter Rucht erklärt im Interview die Hinhalte-Taktik von Schwarz- Gelb, die Motive des ambivalenten Umweltministers und die Chancen der Anti-Atom-Bewegung.

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10.02.2010: Analyse

Wenn einer Laufzeitverlängerungen durchsetzen kann, dann Norbert Röttgen

Eine Analyse der Debatte rund um das „Süddeutsche“-Interview des Umweltministers / von Jochen Stay

Bundesumweltminister Röttgen arbeitet daran, dass die CDU ihr Pro-AKW-Image verliert, obwohl sie die Laufzeiten verlängert. Er redet tatsächlich von längeren Betriebszeiten, doch will der Anti-AKW-Stimmung den Wind aus den Segeln nehmen. Ein Anti-Atom-Minister ist er keineswegs.

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22.01.2010: 

Reststrommengen des AKW Stade können Biblis A nicht retten

Gravierende Sicherheitsdefizite des AKW Biblis A verbieten laut einer Anlage zum Atomkonsens-Vertrag jede Übertragung weiterer Strommengen auf den Uralt-Reaktor.

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19.11.2009: 

Die Mission des Norbert Röttgen

Wie der neue Bundesumweltminister Laufzeitverlängerungen durchsetzen will und was wir dagegen tun können / von Jochen Stay

Der neue CDU-Umweltminister Röttgen gesteht ein, dass der Atomkraft die gesellschaftliche Akzeptanz fehlt, und kündigt an, dass der Anteil des Atomstroms zurückgehen müsse. Doch zugleich plädiert er für Laufzeitverlängerungen der AKW. Seine Aufgabe ist es, Laufzeitverlängerungen durchzusetzen, ohne dass der Konflikt neu aufbricht.

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27.10.2009: 

Eine Steilvorlage für die Anti-AKW-Bewegung

Eine Analyse des Koalitionsvertrages aus atompolitischer Sicht / von Jochen Stay

In den Koalitionsverhandlungen wurde doch nicht über die Zukunft der Atomkraftwerke entschieden - Union und FDP haben alle wichtigen Entscheidungen hierzu vertagt. Die schwarz-gelben Atomfreunde haben verstanden, dass eine gesellschaftliche Mehrheit raus will aus der Atomenergie und dass mit großen Konflikten rechnen muss, wer dem zuwiderhandelt. Darüber hinaus haben Union und FDP selbst eine Debatte um die Sicherheit der Atomkraftwerke eröffnet. Für die Anti-AKW-Bewegung eröffnen sich dadurch in den nächsten Monaten vier Ansatzpunkte: Massenproteste, Sicherheitsdebatte, Kampf um jeden Reaktor und der wunde Punkt Gorleben.

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Belagerung der Koalitionsverhandlungen

Die dreiwöchige Belagerung der Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und FDP (Oktober 2009) mit vielen großen und kleinen Aktionen war erfolgreich!

.ausgestrahlt macht weiter Druck für einen echten Ausstieg aus der Atomkraft. Mach mit!

12.10.2009: 

Im schwarz-gelben Atomkraft-Poker ist unser Widerstand der Joker

Eine erste Zwischenbilanz nach einer Woche Koalitionsverhandlungen und Belagerung / von Jochen Stay

„Nach der ersten Verhandlungswoche kristallisieren sich die größten Streitthemen heraus: Gesundheit, Steuern, Atomenergie.“ So stand es am Samstag in der „Bild“. Das ist zwar nicht die vertrauenswürdigste Zeitung, aber trotzdem hatten damit am Wahlabend nur wenige gerechnet. Diese Debatte wurde den Koalitionären aufgezwungen. Sie müssen genau abschätzen, wie weit sie auf die Forderungen der AtomkraftgegnerInnen zugehen müssen, damit der zu erwartende Protest gegen Laufzeitverlängerungen kontrollierbar wird. Und genau darüber gehen die Einschätzungen in Union und FDP auseinander.

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28.09.2009: Bundestagswahl 2009

Jetzt braucht es eine starke Anti-AKW-Bewegung

Analyse zum Ausgang der Bundestagswahl / von Jochen Stay

Die Pro-Atom-Parteien CDU/CSU und FDP werden die neue Bundesregierung bilden. Im Wahlkampf haben sie Laufzeitverlängerungen für die Atomkraftwerke angekündigt. Und sie wollen am Endlagerprojekt im ungeeigneten Salzstock Gorleben festhalten. Wer jetzt denkt, die Auseinandersetzung um die Zukunft der Atomenergie sei entschieden, wird sich kräftig täuschen. Jetzt braucht es Protest, so stark, dass sich Union und FDP den Unfug mit Laufzeitverlängerungen einfach nicht trauen.

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Wahlorakel

Schwarz-gelbe Koalition

Chancen und Risiken

Längere AKW-Laufzeiten – damit sind CDU/CSU und FDP in den Wahlkampf gezogen. Der Ausstieg aus dem Ausstieg ist nur eine Formsache. Die Union, die Atomkraft noch für „unverzichtbar“ hält, könnte dafür sorgen, dass es dabei bleibt – indem sie den Vorrang für Erneuerbare Energien aushebelt, Verzeihung: das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das diesen Vorrang festlegt, „weiterentwickelt“. Merkel wie Westerwelle haben sich, allen dreisten Lügen bei der Standortwahl zum Trotz, für die Fortsetzung der Arbeiten im Salzstock Gorleben ausgesprochen: Offiziell wird ja bloß „erkundet“. Nach Fertigstellung kann man das riesige Bergwerk dann direkt als Endlager nutzen. Da kein anderer Standort ins Rennen kommt, ist schon klar, wer dieses „gewinnt“. Sowas nennt man Planungssicherheit.

Das andere Szenario geht so: Zwei Drittel der Bevölkerung halten den Atomausstieg für richtig, der Hälfte davon geht er nicht schnell genug. Die Anti-Atom-Bewegung ist stark wie lange nicht mehr. Fast 300.000 Beschäftigte im Bereich Erneuerbare Energien bangen um ihre Jobs. Die einzige Branche, die trotz Krise wächst, zu gefährden und die Spitzenstellung auf einem boomenden Weltmarkt aufs Spiel zu setzen, darauf haben die WirtschaftsexpertInnen in CDU und FDP keine Lust. Sie wollen den Mittelstand stärken. Die Erneuerbaren bieten hierfür beste Voraussetzungen, AKWs sind hinderlich. Deswegen bleibt es beim Atomausstieg. Begründung für die Pro-Atom-Klientel: die mangelnde Bereitschaft der Atomkonzerne, ihre zusätzlichen Milliardengewinne durch längere Laufzeiten vollständig abzugeben.

aus: .ausgestrahlt-Rundbrief Nr. 6, Herbst 2009

10.09.2009: 

"Nur die Zahlen verändern"

Interview mit dem Atomrechtsexperten Prof. Dr. jur. Gerhard Roller über die Schlupflöcher des Atomgesetzes und die Möglichkeiten, den Atomausstieg zu unterlaufen oder zu beschleunigen. 

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Der "Atomkonsens"

Die rot-grüne Bundesregierung unter Bundeskanzler Schröder wollte den Atomausstieg im Konsens mit den Energiekonzernen regeln. Ergebnis war der "Atomkonsens"-Vertrag, den die Bevollmächtigten von EnBW, E.on, RWE und Vattenfall im Juni 2000 unterschrieben haben.

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