Logbuch 2010

27.12.2010: 

Wir wünschen: Weihnachten ohne Atomstrom

Die guten Vorsätze: Abschalten

Zum Jahreswechsel verkünden wir hier einfach zwei Links:

15.12.2010: 

Sagt Vattenfall jetzt selbst Tschüss?

Von der Mischung aus Wagemut und Demut in unserer Kampagne

Wer sich mit Atomkonzernen anlegt, muss so ein bisschen zwischen Wagemut und Demut schwanken. Wagemut, weil Konzernen, die mit lebensfeindlicher Energieerzeugung täglich hunderte Millionen Euro verdienen, nur mit großen Dingen beizukommen ist. Demut, weil das (vorläufige) Scheitern immer möglich ist.

Mit dieser wagemutigen Demut haben wir in diesen Tagen die Kampagne "Tschüss Vattenfall!" wieder belebt, mit der Hamburgerinnen und Hamburger massenhaft überzeugt werden sollen, weg vom Strom-Platzhirschen Vattenfall zu wechseln und ihren Strom woanders zu kaufen, damit sie nicht das Pannen-AKW Krümmel mitfinanzieren. Vattenfall hatte angekündigt, den seit Jahren wegen eines Trafo-Brandes still stehenden Reaktor im Januar wieder anfahren zu wollen.

Der Schritt zum Stromwechsel ist ein großer. Millionen leben in Hamburg. Also doch recht wagemutig. Aber nötig, wie sich erst vor einer Woche zeigte, als es der designierten AKW-Chefin in einer Prüfung auch nach zwei Stunden nicht gelang, ihren Reaktor in den Griff zu bekommen. Und vielleicht schon ein bisschen erfolgreich:

Vattenfall will die Betriebsführerschaft der AKW Brunsbüttel und Krümmel abgeben, wurde heute öffentlich. Beide AKW gehören bereits heute dem schwedischen Konzern Vattenfall zusammen mit Eon. Doch Vattenfall ist für den operativen Betrieb zuständig - und stolpert von Gefahr zu Peinlichkeit. Deshalb soll demnächst - vielleicht auch auf Druck des Miteigentümers, vielleicht, weil die Atomaufsicht klar gemacht hat, dass Vattenfall keine Betriebsgenehmigung mehr erhalten kann - Eon den operativen Betrieb übernehmen.

Auf diese Nachricht wollten wir mit einer Pressemitteilung reagieren: "Erster Erfolg von 'Tschüss Vattenfall!': Atomkonzern gibt AKW-Betrieb auf" - diese Überschrift schien uns doch ein bisschen zu wagemutig. Mit etwas mehr Demut schrieben wir, dass Vattenfall eingesteht, unfähig zum AKW-Betrieb zu sein.

Die als sehr AKW-freundlich bekannte Tageszeitung "Die Welt" aus dem Hause Springer ist da allerdings deutlich wagemutiger: "'Tschüß, Vattenfall': Der schwedische Staatskonzern nimmt den Abschiedsgruß der Atomkraftgegner jetzt wörtlich", schreibt sie heute. Wir haben in unserer Pressemitteilung geschrieben: "Auch wenn auf den AKW künftig Eon steht, drin bleibt der gleiche Dreck." Vielleicht wird es ja bald Zeit für die Kampage E-off. Die gab es auch schon mal...

[Die Kampagne "Tschüss Vattenfall!"]
10.12.2010: 

Verstrahltes Land

Die Atomanlage im russischen Majak

Die Atomanlage im russischen Majak war in den letzten Wochen in aller Munde, weil Castoren mit Atommüll von Ahaus dorthin gebracht werden sollten. Die Transporte sind vorerst gestoppt - aus gutem Grund. Der Stopp muss dauerhaft sein. Denn in Majak sind bei Störfällen und auch ohne Not enorme Mengen an Radioaktivität freigesetzt worden. Das Gebiet um Majak ist heute eine der am stärksten verstrahlten Gegenden der Welt.

Majak war die erste Anlage zur industriellen Herstellung spaltbaren Materials in der Sowjetunion. Im dem geheimen kerntechnischen Kombinat Mayak wurde waffenfähiges Plutonium produziert und nukleare Brennstäbe wiederaufbereitet.

Im Zentrum des Leidens liegt das Dorf Musljumowo, 30 Kilometer vom Atomkomplex entfernt. Kaum einer hier ist gesund. Die Menschen leiden an chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzproblemen, Arthritis und Asthma. Jeder zweite Frau ist unfruchtbar, jedes dritte Neugeborene kommt mit Missbildungen zur Welt, jedes zehnte Kind wird zu früh geboren. Die Zahl der Krebserkrankungen ist drastisch erhöht. Der Film "Verseuchtes Land" von Greenworld Russia erzählt die Geschichte des russischen Atomkombinats und vor allem die Geschichte der Menschen, die in der Umgebung leben. Er lässt sich (in einer deutschen Fassung) online ansehen und per DVD bei der Videowerkstatt bestellen.

[Mehr zum geplanten Castor-Transport Ahaus-Majak]
09.12.2010: 

Wulff hat's getan

Atomgesetze trotzdem ohne Sicherheit

Bundespräsident Wulff hat das neue Atomgesetz unterschrieben. Damit kann der Deal zwischen Regierung und Stromkonzernen über den Weiterbetrieb aller 17 AKW am 1. Januar in Kraft treten. Ob das ganze vor dem Verfassungsgericht Bestand hat, ist nicht abzusehen.

Zwei Wochen vorher (am 16.11.2010) hatte der Bundesrat, die Länderkammer des Bundesparlaments, die zwei Gesetze zur Risikoverlängerung passieren lassen. Letztlich war das nur Vollzug des schwarz-gelben Bundestagsbeschusses vom Oktober. Mit dem Kern des Beschlusses, dem geänderten Atomgesetz, hat der Bundesrat sich nicht befasst. Die Regierung behauptete, hier würden keine neuen Lasten für die Bundesländer entstehen. Und die schwarz-gelben Koalitionen in den Ländern schluckten das. Und der Bundespräsident ebenfalls. Tatsächlich müssen die Länder die gefährlichen Meiler noch länger kontrollieren. Also entstehen ihnen Kosten.  Vor dem Bundesverfassungsgericht wird deshalb geklagt, dass der Bundesrat darüber hätte abstimmen müssen.

Die Verfassungsrichter haben dann vor allem zu beurteilen, ob die Art und Weise, wie das Gesetz beschlossen wurde, gegen das Grundgesetz verstößt. Ob eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken gut oder schlecht ist, haben sie an der Stelle nicht zu beurteilen. Doch das dadurch entstehende Risiko, wie sehr die Bundesländer auf die Sicherheit der Meiler achten müssen, letztlich auch so etwas wie der zusätzlich entstehende Atommüll samt Kosten für Zwischenlagerung, Transport, Endlagerung, all das wird in ihre Entscheidung eingehen.

Streit gab es im Bundesrat über das zweite Gesetz; ein Gesetz, mit dem eine Brennelemente-Steuer eingeführt wird. Da muckten auch die schwarz-gelb regierten Länder auf, denn die Einnahmen, mit dem der Bund vor allem Haushaltslöcher stopfen will, mindern ihre Einnahmen aus Gewerbesteuern. UranGela Merkel hat noch die Kurve bekommen und mit ihren CDU-Ministerpräsidenten vereinbart, dass im nachhinein geprüft wird, ob die Länder tatsächlich Einnahmeausfälle haben werden.

Ob das schwarz-gelb gefärbte Atomgesetz Bestand haben wird, ist also offen. Doch auf eine irgendwann in Karlsruhe zu fällende Entscheidung verlassen wir uns nicht, sondern lassen jetzt nicht nach mit unserem Protest. Dass wir mit unseren Aktivitäten erfolgreich sein können, zeigt folgende Nachricht:

Der Castor-Transport nach Majak ist abgesagt! Auch, wenn es lange nicht so ausgesehen hat, hat Umweltminister Röttgen schließlich doch dem großen Druck nachgegeben und den für Mitte Dezember geplanten Atommüll-Transport von Ahaus nach Russland abgeblasen. Auch wenn die Regierung die Pläne, den Atommüll langfristig in Russland zu lagern, noch nicht endgültig aufgegeben hat - Röttgens Einlenken ist ein starkes Zeichen und wichtiger Erfolg der Anti-Atom-Bewegung: Es zeigt, dass unser Protest und der Druck auf die Politik Wirkung zeigt.

Für das nächste Jahr sind bereits große Proteste geplant:

  • Am 12. März 2011 soll es zwei Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg eine Menschenkette vom AKW Neckarwestheim nach Stuttgart geben, zu der bundesweit mobilisiert wird.
  • Am Ostermontag, 25. April 2011, sollen anlässlich des 25. Jahrestags der Tschernobyl-Katastrophe an AKW-Standorten und den Atommüll-Standorten Massenproteste stattfinden.
[Hintergrund zum schwarz-gelben Atomdeal]
28.11.2010: 

Return to Sender!

.ausgestrahlt und Tollwood schicken Atommüll retour

Noch mehr Atomkraft = noch mehr Atommüll. Obwohl leicht zu verstehen, ist diese Formel der Physikerin und Bundeskanzlerin Angela Merkel offenbar nicht sehr geläufig. Schon im September haben wir aus Protest gegen den Weiterbetrieb der AKW viele Tausend "Atommüll"-Dosen im Regierungsviertel in Berlin aufgestapelt. Kanzlerin Merkel und ihre Regierung bleiben aber stur, ignorieren weiterhin das Atommüll-Problem und drückten am Freitag, 26. November, das neue Atomgesetz durch den Bundesrat. 

Also braucht es wohl noch mehr Atommüll vor dem Kanzleramt. Gemeinsam mit dem Münchner Kultur- und Umweltfestival "Tollwood" starten wir jetzt die Aktion "Return to Sender": Auf dem Festival in München gibt es kleine, gelbe, "radioaktive" Müllfässer, die mit Absender-Adresse versehen und zurück an die dafür Verantwortlichen, also an Bundeskanzlerin Merkel, adressiert werden können. Die Fässer können auch im Internet losgeschickt werden

Nach dem Festival bringen wir die Dosen dann nach Berlin und schütten dort einen unübersehbaren Atommüll-Berg auf. Das könnte den "Müll-MacherInnen" dabei helfen, die ungelöste Atommüll-Frage und Endlagerproblematik nicht aus den Augen zu verlieren...

11.11.2010: 

Hausaufgaben gegen Atomkraft

Neue Produkte im Shop

50.000 in Dannenberg und viele Tausend BlockiererInnen im Wendland waren erst der Anfang. Gegen mehr Atomkraft und mehr Atommüll stellen wir uns quer, nicht nur im Wendland, sondern auch zuhause, um Merkel und der Atomlobby einen dicken Strich durch die Rechnung zu machen. Wie diese "Hausaufgaben für AtomkraftgegnerInnen" aussehen, steht hier.

Du willst auch deinen FreundInnen und Bekannten Hausaufgaben gegen Atomkraft aufgeben? Unser Hausaufgabenheft kannst du kostenlos im .ausgestrahlt-Shop bestellen. Außerdem neu und passend für dunkle November-Abende gibt es dort jetzt auch leuchtend gelbe Laternen mit der Anti-Atom-Sonne: www.shop.ausgestrahlt.de

02.11.2010: 

Breite Unterstützung für Castor-Protest

Zigtausende kommen ins Wendland, Millionen finden das gut

Viele, die jetzt anderen erzählen, dass sie zum Castor-Protest fahren, bekommen: Zustimmung. LehrerInnen ermöglichen SchülerInnen, Klassenarbeiten vor- oder nachzuschreiben; Vorgesetzte gewähren Urlaub und wünschen viel Erfolg. 80 Prozent der Deutschen haben Verständnis für Proteste gegen den bevorstehenden Castor-Transport, hat das Umfrage-Institut TNS Emnid im Auftrag von Greenpeace ermittelt. Sogar 65 Prozent der Anhänger von CDU/CSU zeigen Verständnis dafür. 56 Prozent der Unions-WählerInnen finden es falsch, dass die AKW-Laufzeiten verlängert werden.

Deshalb bekommt Ihr Unterstützung von vielen, wenn Ihr zu den Castor-Protesten fährt. Unterstützung kommt auch aus dem Ausland: Der australische Sänger Rich Webb spendet für jeden Download seines aktuellen Songs "Beautiful World" 15 Cent an .ausgestrahlt. Weil er von der Anti-AKW-Bewegung in Deutschland beeindruckt ist und weil er weiß, welche Schäden der Uranabbau in seiner Heimat anrichtet. Die australische Uran-Industrie will den atomstromfreien Kontinent nun sogar als Endlager für Atommüll anbieten.

Und prominente Unterstützung kommt aus dem Inland: Die Moderatorin und Autorin Charlotte Roche findet .ausgestrahlt gut und verweist von ihrer Homepage zu uns. Sie und 70 andere bekannte Künstlerinnen und Künstler (zum Beispiel der Schriftsteller und Nobelpreisträger Günter Grass, der Musiker Bela B, der Kabarettist Urban Priol, der Schauspieler Michael Fitz, der Musiker Udo Lindenberg, Judith Holofernes und Pola Roy von "Wir sind Helden", der Regisseur und Produzent der Lindenstraße Hans W. Geißendörfer und Die Toten Hosen) erklären: "Wir unterstützen die Aktionen und Kundgebungen der Anti-Atom-Bewegung Anfang November in Gorleben Und rufen auf: Beteiligt Euch an den Aktionen!"  Bela B., Charlotte Roche und Rocko Schamoni werden in Dannenberg auf der Bühne zu sehen sein.

Die Großdemonstration am 6.11. ist angemeldet und wird ein riesiges Protest-Fest, eine Veranstaltung auch für Familien und SeniorInnen, die Polizei regelt an diesem Tag nur den Verkehr. Viele werden danach im Wendland bleiben.

Ab Sonntag, während des Transports, gibt es ein Demonstrationsverbot auf der Transportstrecke. Die verschiedenen Aktionen Zivilen Ungehorsams widersetzen sich diesem Verbot. Aber außerhalb dieser Verbotszone finden viele angemeldete Veranstaltungen statt, an denen sich jede/r beteiligen kann. Die Widerstands-Aktionen funktionieren vor allem dann, wenn viele Menschen mitmachen. Eine Person ist schnell weggetragen oder mit einem Bußgeld belegt. Bei vielen wird das schwierig. Und wer irgendwo auf der Straße sitzt, weiß: 80 Prozent der Leute haben zumindest Verständnis dafür.

[Fragen und Antworten zum Castor-Protest]
29.10.2010: 

Jochen Stay ist ein Vorbild

...meint die Utopia-Community

Bei der Internet-Plattform Utopia treffen sich Menschen mit dem Ziel, ihr Konsumverhalten und ihren Lebensstil nachhaltig zu verändern. Sie wollen mit jedem Kauf umweltfreundliche Produkte und faire Arbeitsbedingungen in aller Welt unterstützen; und wollen Millionen andere dafür gewinnen. Einmal im Jahr treffen sich die Utopisten zu einer Konferenz, und dort verleihen sie Preise. Utopia-Awards in den Kategorien Organisation, Unternehmen, Produkte und Vorbilder.

Und zum Vorbild des Jahres 2010 wählte die Community Jochen Stay, Pressesprecher von .ausgestrahlt, seit Jahren Aktivist in verschiedenen sozialen Bewegungen. In der Kategorie "Vorbilder" werden Menschen nominiert, die sich mit ihrem Engagement und Mut fur die Beschleunigung einer nachhaltigen Entwicklung einsetzen. Menschen, die mit gutem Beispiel vorangehen, als Pioniere neue Wege für eine nachhaltige Gesellschaft aufzeigen, und die Ihre Mitmenschen zum Mitmachen und -gestalten aktivieren.

Den Utopia-Leuten gefiel, wie Jochen mit .ausgestrahlt "für die Renaissance der tot geglaubten Anti-Atom-Bewegung" sorgte und wie ihm dabei gelang, "das Hippie-Image der Atomkraft-Gegner mit zeitgemäßen Mitteln aufzupolieren und jüngere Generationen als Mitstreiter gegen die Atomkraft und ihre Lobby zu aktivieren". Und zwar mit einer Mischung aus Internet-Kampagnen ("Zauberformel des Web 2.0") und "fast klassisch" anmutenden Protestformen wie einer Menschenkette mit 120.000 Leuten."Die Anti-Atom-Bewegung lebt – dank Jochen Stay", schreibt Utopia.

Danke für Ruhm und Ehre! Und uns freut auch sehr, dass den Jury-Preis Heffa Schücking von der Umweltorganisation urgewald bekommen hat, denn die Arbeit von urgewald finden wir auch toll und arbeiten deshalb mit urgewald immer wieder zusammen gegen Atomenergie. Zum Beispiel wegen dem in Rumänien geplanten AKW Belene oder beim Schreiben der Argumente-Broschüre "Atomenergie dient nicht dem Klimaschutz".

Ruhm und Ehre reichen übrigens nicht ganz, um als Vorbild die Anti-AKW-Bewegung weiter zu stärken. Die Arbeit von .ausgestrahlt und Jochen wird mit Spenden finanziert. Wer Jochens vorbildliche Arbeit langfristig unterstützen will, kann das am besten als Förder/in mit einer monatlichen Spende tun.

Jochen ist auch heute noch bei der Utopia-Konferenz. Von 17.05 bis 17.25 Uhr spricht er (auf deutsch) über: "Learn from the best: How can we mobilise people?". Das lässt sich auch internetlive verfolgen.

Foto: Utopia

28.10.2010: 

Trauriger Tag, der dennoch Mut macht

Schwarz-Gelb entscheidet Risikoverlängerung

Heute ist ein trauriger Tag für alle, die nicht Anteilseigner an einem der vier großen Stromkonzerne sind. Denn vom Bundestagsbeschluss zu längeren AKW-Laufzeiten profitieren nur RWE, Eon, EnBW und Vattenfall. Alle anderen in dieser Gesellschaft tragen zusätzliche Risiken. Tatsächllich beschließt Schwarz-Gelb eine Risiko-Verlängerung.

Doch heute ist auch ein Tag, der uns Atomkraftgegnern Mut macht. Denn ob der Beschluss des Bundestages sich auch umsetzen lässt, ist weiterhin völlig offen. Eine breite gesellschaftliche Mehrheit lehnt den Weiterbetrieb der gefährlichen Reaktoren ab. So viele Menschen wie niemals vorher gehen in den vergangenen Wochen und Monaten gegen Atomenergie auf die Straße. Wir werden uns mit der heutigen Entscheidung nicht abfinden, sondern weiter mit aller Kraft dafür streiten, dass Atomkraftwerke stillgelegt werden. Weitere große Proteste sind in Vorbereitung. Am 6. November wird die Anti-AKW-Bewegung mit einer Großdemonstration im niedersächsischen Dannenberg eine erste Antwort auf die Bundestagsentscheidung geben.

Selbst unter den Anhängern von Union und FDP gibt es relevante Anteile, die die Atompolitik der Bundesregierung ablehnen. Schon heute sprechen sich immer mehr kommunale Parlamente mit den Stimmen von CDU oder CSU gegen die Laufzeitverlängerungen aus. Die Basis der Atomfreunde im Regierungslager schmilzt. Besonders deutlich wird dies bei den sechs Landtagswahlen im Jahr 2011 sichtbar werden.

25.10.2010: 

Comics gegen Atomkraft

Plakat und Comic-Strip von TOM

TOM, der Zeichner des Comic-Strips 'Touché' der taz, unterstützt die Anti-Atom-Initiative 'X-tausendmal quer' mit einem Plakat für die große gewaltfreie Sitzblockade gegen den bevorstehenden Castor-Transport ins Wendland.
Heute veröffentlichte auch Spiegel Online eine anti-atomare Bilderstrecke von TOM.

22.10.2010: 

Vom gescheiterten Versuch, Protest zu kriminalisieren und Ängste zu schüren

Falsche Prognosen des BKA - demokratisch fragwürdig oder ahnungslos

Unsere Pressemeldung zum Bericht des „Hamburger Abendblatts“, in dem ein Polizei-Insider u.a. über Provokateure gegen DemonstrantInnen erzählte, hatte das brisante und nicht ganz neue Problem nochmal kräftig in der Medienlandschaft verbreitet.

Auch in einer zweiten, nicht weniger brisanten Frage steht jetzt fest: Bei den wiederholten (und wiederholt falschen) Gewaltprognosen des Bundeskriminalamtes (BKA) handelt es sich auch jüngst offensichtlich um gezielte Stimmungsmache. Sei es, um den Protest zu kriminalisieren. Oder sei es, um juristisch oftmals grenzwertige Polizeimaßnahmen und -einsätze im Vorfeld zu rechtfertigen. Der NDR hat nun beim niedersächsischen Verfassungsschutz nachgefragt. In der Antwort ist vor allem der einfache Satz von besonderem Interesse: "Aktuell gibt es keine konkreten Hinweise auf Ausschreitungen".

13.10.2010: 

Die Sonne nochmal richtig aufgehen lassen!

Zeigen wir es: AtomkraftgegnerInnen sind überall!

Lasst uns den Herbst 2010 zum Herbst mit der meisten Sonne machen! Passend zum spätsommerlichen Wetter wollen wir die Anti-Atom-Sonne überall richtig aufgehen lassen und zeigen: Ob auf dem Fahrrad, an der Familienkutsche oder Limousine, an der Bürotür, der Hausfassade oder in der Lieblingskneipe - AtomkraftgegnerInnen sind überall! Sorgt dafür, dass alle sehen können, dass die Mehrheit in diesem Land den Atomkurs der Bundesregierung nicht akzeptieren wird.

Gerade ist unsere Inventur nach Berlin erledigt und neue Druckaufträge für Fahnen, Banner und Aufkleber sind erteilt, als uns die diversen Sonnen-Artikel in München schon wieder aus den Händen gerissen wurden. Aber Entwarnung - wir hatten wirklich große Auflagen in Auftrag gegeben und alles, was im Shop auf unserer Homepage aufgeführt ist, ist auch tatsächlich lieferbar. Daher: seid kreativ, malt, sprüht, näht Anti-Atom-Sonnen, zeigt Flagge und klebt Aufkleber!

Denn so stimmt Ihr Euch und andere ein und zeigt: der heiße Herbst geht weiter! Ob bei den dezentralen Protesten der nächsten Wochen, bei der Großdemonstration am 6. November in Dannenberg oder bei einer der großen oder kleinen Aktionen gegen den Castor-Transport im Norden oder Süden.

29.09.2010: 

Castor-Alarm in Ahaus

Alarmstufe Gelb: Strahlenmüll von Ahaus nach Russland

Atommüll-Alarm in Ahaus: Ende vergangener Woche hat das Bundesamt für Strahlenschutz einen Castor-Transport von Ahaus ins russische Majak genehmigt. Die Brennstäbe - atomwaffenfähiges Uran und Plutonium - kommen aus dem ehemaligen DDR-Meiler in Rossendorf. Der Transport soll vermutlich schon nächste Woche aus dem nordrhein-westfälischen Zwischenlager Ahaus losrollen. Das Ziel der strahlenden Fracht ist besonders brisant: Die Atomanlage Majak nahe der russischen Stadt Tscheljabinsk wurde 1945 zur Entwicklung der sowjetischen Atombombe gegründet. In verschiedenen Störfällen setzte die Anlage in etwa so viel Radioaktivität wie die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl frei. 

Die AtomkraftgegnerInnen in Ahaus machen jetzt mobil für Protest- und Widerstandsaktionen gegen den Transport. Aktionen soll es entlang der Autobahnstrecken und im Transporthafen geben, in dem die Castoren auf Schiffe umgeladen werden.

Alle Infos zum Strahlenmüll-Transport - den endgültigen Termin für den Transport, die Transportstrecken und die Umladehäfen, geplante Aktionen und Kontaktdaten - gibt es auf den Seiten des Aktionsbündnisses in Ahaus: www.kein-castor-nach-ahaus.de.

23.09.2010: 

Ausgezeichnet!

Utopia-Award für .ausgestrahlt-Sprecher?

Utopia – die Internet-Plattform für strategischen Konsum - wählte kürzlich den .ausgestrahlt-Pressesprecher Jochen Stay als einen von drei FinalistInnen für den Utopia- Award 2010. Mit diesem Preis werden Menschen ausgezeichnet, die mit gutem Beispiel vorangehen, neue Wege für eine nachhaltige Gesellschaft bereiten und ihre Mitmenschen zum Mitmachen und –gestalten aktivieren.

Wir vom .ausgestrahlt- Team freuen uns darüber! Doch lassen wir Utopia sprechen:

"Atomkraft? Nein Danke!", der Aufkleber-Spruch klingt beinahe antik, die Problematik drängt vielleicht mehr denn je. Dem trägt Jochen Stay Rechnung, er steht für die Renaissance der tot geglaubten Anti-Atom-Bewegung. Der 45-Jährige arbeitet als Autor, Vortragsreisender, Organisator und Aktivist – vor allem im Atom-Widerstand. Und dessen Wiedergeburt ist Jochen Stay gelungen. Der ehemalige Hausbesetzer hat es geschafft, das Hippie-Image der Atomkraft-Gegner mit zeitgemäßen Mitteln aufzupolieren und jüngere Generationen als Mitstreiter gegen die Atomkraft und Ihre Lobby zu aktivieren. Mit der Anti-Atom-Kampagne „.ausgestrahlt“ setzt Jochen Stay vollends auf die Zauberformel des Web 2.0: mitmachen. Die Aktion rief unter anderem zum bundesweiten „Stör-Fall-Mob“ auf. In sozialen Netzwerken wurden Menschen mobilisiert, in zahlreichen deutschen Städten zeitgleich und gemeinsam die tödlichen Folgen eines schweren Störfalls in einer Atomanlage zu simulieren. Im Gedränge der Innenstädte zogen die Atomkraftgegner die Aufmerksamkeit zahlloser Passanten auf sich, auf Flickr, Facebook und Co. wurde ein wahres Medienfeuerwerk entzündet. Fast klassisch mutet dagegen die Menschenkette als Protestform an, fast unwirklich klingen die Dimensionen: Am 24. April 2010 trafen sich in Schleswig-Holstein 120.000 Atomkraftgegner zur 120 Kilometer langen „Ketten-Reaktion“ zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel. Die Anti-Atom-Bewegung lebt – dank Jochen Stay.
Die Jury begründet Jochens Nominierung damit, dass er vor einem Jahr behauptet hat, er bringe mehr als 100.000 Menschen auf die Beine für eine Menschenkette gegen die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Alle hielten ihn für verrückt(…).

Alle hielten ihn für verrückt? Nein! Das .ausgestrahlt-Team und viele .ausgestrahlt-Aktive waren begeistert von diesem Gedanken und haben sich mit ihrer Energie und Kreativität und einigen anderen Organisationen an die Verwirklichung dieser Ideen gemacht. Mit großartigem Erfolg war die Menschenkette der Auftakt zu vielen weiteren Aktionen, die der Atomlobby und ihrem Gefolge deutlich machen, dass der Druck auf ihre Politik nicht nachlassen wird.

Jochen Stay ist Bewegungsarbeiter und hat seinen derzeitigen Arbeitsschwerpunkt bei .ausgestrahlt. BewegungsarbeiterInnen suchen sich einen Freundeskreis, der zu ihrem Lebensunterhalt beiträgt, damit sie politisch unabhängig arbeiten können. Dieser Freundeskreis kann gerne noch wachsen. Wer Jochen unterstützen möchte, kann dies hier tun:
www.bewegungsstiftung.de/patenschaften.html

Wir vom .ausgestrahlt-Team finden es nett, dass Jochen Finalist ist - aber nicht ausreichend: Schöner ist der erste Platz. Wer mit uns dieser Meinung ist, kann sich hier an der Abstimmung beteiligen:
http://award.utopia.de/utopia-award-2010/publikumspreis10/abstvorbilder10

17.09.2010: 

Die Demo: Sonne und Zigtausende

Hat doch bisher immer geklappt

"Hat doch bisher immer geklappt", sagt bei .ausgestrahlt manchmal einer, wenn wir die nächsten Aktivitäten planen und uns schwindelt, wenn wir daran denken, wie viele Menschen mitmachen müssen, wie viel Geld dafür ausgegeben werden muss. Vor einem Jahr kamen 50.000 Menschen nach Berlin und demonstrierten im Herbst bei Sonnenschein - es hätte auch regnen können. Hat geklappt.

Die Sonne schien auch vor fünf Monaten im April, als 120.000 Menschen eine eben so viele Meter lange Menschenkette bildeten zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel. Viele Menschen in der Anti-AKW-Bewegung waren zunächst skeptisch, nannten das Vorhaben "ambitioniert". Hat geklappt, mal wieder.

Morgen erwarten wir wieder Zehntausende in Berlin. Ob es regnen wird und alles im Nass versinkt? Hat bisher immer geklappt, mit dem guten Wetter. Ob genügend Leute kommen? Damit noch mehr Berlinerinnen und Berliner mit ihrem Ärger über den Atom-Deal aufstehen, haben wir heute 130.000 Demoaufrufe in Berliner Zeitungen beilegen lassen. Das kostet 20.000 Euro. Ob deshalb noch mehr Menschen kommen? Ob das Geld über Spenden wieder herein kommt? Hat bisher immer geklappt.

Wer zur Demo kommt, soll eine Atommüll-Dose mitbringen. Die .ausgestrahlt-Praktikantinnen Svenja und Gaby haben geplant und gerechnet, entstehen soll eine Pyramide auf einer Fläche von 6 mal 6 Metern. Ob sich da am Ende nur ein paar Dosen finden? Hat doch bisher immer geklappt, haben wir Anfang der Woche gesagt.

Doch jetzt werden wir unsicher. Wir hören von Leuten, die gleich 500 Dosen mitbringen. Von Familien, die nur noch Bohnen und Ananas und Ravioli essen, um abends Konservendosen bekleben zu können. Von Schülerinnen, die mit Magneten Dosen aus dem Wertstoffcontainer fischen. 140.000 Dosen passen auf den Berg, haben Svenja und Gaby ausgerechnet. Und wenn es mehr werden? Hat doch immer geklappt.

Wir hoffen auch, dass es am Ende klappt. alle Kosten der Demo und der Mobilisierung zu finanzieren - und genügend Geld für die nächsten Aktivitäten zu haben: Bundestagsentscheidung, Protest zum Castor-Transport, AKW-Sicherheitsdebatte... Natürlich geht es uns nicht vorrangig ums Spenden sammeln und wir beantworten die Gewissensfrage aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung von heute ganz klar: Wenn das Geld nur für die Demo reicht, dann zur Demo kommen. Denn nichts ist überzeugender - auch für Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen - als das eigene Engagement, der persönliche Einsatz. Wenn das viele machen und sich nicht nur ärgern, dann wird das schon klappen mit dem Abschalten.

13.09.2010: 

Es ist so etwas von Anti-Atom-sonnig

...aber wir haben Lieferprobleme

Die Mehrheit in Deutschland, auch die Mehrheit der Schwarz-Gelb-WählerInnen, ist schon lange gegen Atomenergie. Doch dreiste Laufzeitverlängerungs-Ideen und Geheimverträge bringen viele von der Meinung zum Handeln. Wie Anti-Atom-Sonne wird in Text und Bild immer sichtbarer - und wir haben in unserem Shop so viele Bestellungen von Kampagnen- und Sonnenmaterial, dass wir mit der Lieferung nicht mehr hinterherkommen. Wir bitten alle, die warten müssen, um Entschuldigung.

Was Du jetzt bestellt, wird erst nach der Demo am 18.9.ausgeliefert. Was bis Freitag, 10.9., bestellt wurde, wird noch diese Woche ausgeliefert. Wir bemühen uns, die Bestellungen vom Wochenende noch vor der Demo zu verschicken, können aber nichts versprechen.

Die rote Anti-Atom-Sonne als sehr lebendiges Zeichen haben übrigens auch die Tageszeitungen "Die Welt" und "Süddeutsche Zeitung" wahrgenommen.

08.09.2010: 

Aufstand gegen Revolution

Donnerstag: Aktion in Berlin

Auch nach der Atom-Entscheidung von Schwarz-Gelb lassen wir nicht locker: Jetzt geht der Streit erst richtig los, denn wir lassen uns den Weiterbetrieb der AKW nicht gefallen! Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kungelte während der Verhandlungen mit den vertragsbrüchigen Atombossen - einen koalitionsinternen Kompromiss gab es nur mit ihrem Segen. Über Nacht wurde eine schriftliche Vereinbarung erstellt - ob von Ministerialbeamten oder Konzernbeschäftigten, wissen wir nicht -, der dann am frühen Morgen paraphiert wurde.

Dann trat Merkel vor die Presse und verkündete: Wir machen jetzt Revolution! Und unsere Revolution ist planbar.

Doch irgendwas hat sie falsch verstanden, denn jetzt gibt es erstmal Aufstand. Beim Verhandeln und Überlegen und Feilschen haben die schwarz-gelben Atomfreunde nämlich die Mehrheit der Bevölkerung vergessen, die abschalten will. Die AKW-Einigung in der Koalition wird durch die Bank weg als Einkicken vor der Atomlobby kommentiert. Wichtige Details wie Sicherheitsanforderungen sind weiterhin unklar.

Am Samstag, 18. September, werden Zigtausende aufstehen und das revolutionäre Regierungsviertel umzingeln. Schon am Donnerstag, 9. September, während Frau Merkel am auf der Klausurtagung der Unionsfraktion über die Atompolitik berät, werden wir mit 200 gelben Fässern im Berliner Regierungsviertel gegen diese verantwortungslose Politik demonstrieren. Unsere Botschaft an die Atom-Fans in der Union: Schwarz-Gelb macht nur Müll! Die Verlängerung der AKW-Laufzeiten führt zu deutlich mehr Atommüll, für den es keine sichere Entsorgung gibt.

Wer noch helfen will: Wir treffen uns gegen 10 Uhr am Reichstag, die Aktion wird etwa zwei Stunden dauern.

03.09.2010: 

Protest zum Atom-Spitzentreffen am Wochenende

Aktion von Campact und BUND am 5.9. in Berlin

Nach monatelangem Streit um die Atompolitik wollen sich die SpitzenpolitikerInnen von Union und FDP jetzt einigen. Für den kommenden Sonntag, 5. September, hat Angela Merkel ins Kanzleramt geladen, um mit Ministern und Parteichefs über längere Laufzeiten für Atomkraftwerke zu entscheiden.

Das geht natürlich nicht ohne Protest: Campact und der BUND rufen zum Atom-Alarm auf. Wenn die Atom-FreundInnen anrollen, sollen sie mit jeder Menge Krach empfangen werden. Auch 2000 schwarz-gelbe Luftballons sind mit dabei. Bis zum Ende des Gipfeltreffens wird es eine Mahnwache vor dem Kanzleramt geben.

Am Sonntag heißt es also: Raus auf die Straße gegen AKW!
5. September, 12.30 Uhr vor dem Bundeskanzleramt in Berlin, Willy-Brand-Straße 1.

30.08.2010: “Brücken verbinden, Atomkraft überwinden!”

Anti-Atom-Brückenfest am Sonntag, 05.09.2010

Schweinfurter Aktions-Bündnis gegen Atomkraft

Nicht nur die Atomkraftwerke in Neckarwestheim sind umstritten. Heftige Diskussionen um Laufzeitverlängerungen gibt es auch an anderen Standorten. So zum Beispiel im fränkischen Grafenrheinfeld, welches in der Nähe der Stadt Schweinfurt liegt. In Schweinfurt gab es jüngst eine Resolution gegen die Atomkraft: Der dortige Stadtrat wandte sich mit den Stimmen  von FDP, CSU und des CSU-Oberbürgermeisters gegen eine Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerks im rund zehn Kilometer entfernten Nachbarort Grafenrheinfeld. Diese Anlage gehört zu den älteren in Bayern und habe, so der Stadtrat, Wände, die dem Absturz eines Passagierflugzeugs nicht standhalten würden. Der Schweinfurter Stadtrat fordert deshalb ein Abschalten zum bislang vereinbarten Zeitpunkt im Jahr 2014.

Weil die Diskussion um das neue Energiekonzept im Regierung jetzt voll entbrannt ist, gehört die Demo zum "heißen Herbst": Protestieren, um die bevorstehenden Entscheidungen zu beeinflussen! Um 13 Uhr fängt das Anti-Atom Familienfest mit Musik an, und dann werden ab 14 Uhr Redebeiträge stattfinden. Es wäre schön, wenn auch viele aus der Region Neckarwestheim den Weg zum Brückenfest finden und den dortigen Initiativen unsere Unterstützung zeigen. Mehr Informationen unter diesem Link.

[http://viku.info/index.php?id=953&L=0]
27.08.2010: 

40 gegen 160.000

Unterschiede zwischen Aufrufen für und gegen Atomenergie

40, meistens wohlhabende, sehr gut verdienende Männer, fast alle irgendwie mit den Atomkonzernen verbandelt, gründen mit Hilfe eben dieser Atomkonzerne ein Vereinchen, schalten für mindestens eine halbe Million Euro ganzseitige Zeitungsanzeigen und finden noch ein paar tausend Leute, die ihren etwas verschurbelten Aufruf für längere AKW-Laufzeiten unterschreiben - und?

Zusammen mit der Aktionsplattform Campact und anderen Organisationen haben wir in den vergangenen Monaten mehr als 160.000 Unterschriften unter den Aufruf "Atomkraft abschalten" gesammelt. Diese 160.000 Menschen stehen für eine ganz überwiegende Mehrheit, die dagegen ist, dass die Atomkraftwerke länger betrieben werden und Strahlenmüll erzeugen.

Neben der Zahl der Unterschriften gibt es noch ein paar mehr Unterschiede:

  • Den Pro-AKW-Aufruf hat Bundeskanzlerin Merkel gelesen und kommentiert. Die 160.000 Unterschriften wollte sie gestern während ihrer Energiereise nicht annehmen. Sie will auch nicht mit ein paar UnterschreiberInnen reden - sie redet mit Atomkonzern-Bossen, die zu den 40 Unterschreibern gehören.
  • Die Unterschriften zu "Atomkraft abschalten" kommen von Menschen quer durch die Gesellschaft, auch aus allen Parteilagern - soweit wir wissen. Den Pro-AKW-Appell, der für die deutsche Wirtschaft stehen soll, haben nur Manager von 9 der 30 DAX-Unternehmen unterschrieben. Die anderen sind vielleicht alle fürs Abschalten - aber zumindest unterstützen sie die Atomkonzerne nicht.

Was noch auffällt:

Viele der Pro-AKW-UnterschreiberInnen kommen aus Essen. Dort hat RWE seinen Sitz. RWE hatte bereits vor einem Jahr seine Auszubildenden zum Demonstrieren geschickt.

Noch ein paar interessante Hinweise zum Pro-AKW-Aufruf:

Viele fragen auch nach dem Fußballnationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff. Warum wirft der sich in die Bresche? Vielleicht, weil sein Vati RWE-Manager war? Diese Fragen nerven auch die Angestellten beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), wo viele deshalb anrufen. Trost für die DFB-MitarbeiterInnen: Bei Bierhoffs zuhause rufen auch viele Verärgerte an.

Alles in allem lohnt die Aufregung kaum - und wir haben gerade besseres zu tun, als uns mit einer wahrscheinlich Millionen-schweren Kampagne zu beschäftigen. Wir wollen uns mit Freundinnen und Freunden am 18. September in Berlin treffen. Wir hoffen, Du kommst auch. Jetzt kannst Du den Appell "Atomkraft abschalten" hier online unterschreiben...
...oder Papierlisten bestellen oder selbst ausdrucken, um in der Nachbarschaft zu sammeln.

25.08.2010: 

Das Energiekonzept

Geht es um Ziele oder um Machtspiele?

In zwei Tagen, am Freitag, wird die Bundesregierung vorstellen, was die teuren Gutachten zum Energiekonzept für Ergebnisse gebracht haben. Doch in der Debatte spielen diese Gutachen, das Energiekonzept keine Rolle - und zu befürchten ist, dass es so bleibt. Diskutiert und gehadert wird, ob und wie lange die Restlaufzeiten der Atomkraftwerke verlängert werden; ob dafür zum Ausgleich Geld eingesammelt werden darf; ob Laufzeit gegen Geld per Vertrag oder per Gesetz geregelt werden soll;wie viel Sicherheitsnachrüstung den AKW-Betreibern abverlangt werden darf, die pro AKW und Tag ca. 100 Millionen Euro verdienen.

Gelegentlich beteuern die Politikerinnen und Politiker von CDU, CSU und FDP noch, die Atomenergie werde im Konzept nur als Brücke zu den erneuerbaren Energien dienen - doch ernsthafte Vorgaben zum Endpunkt der Brücke machen sie nicht. Sie reden über Länge und Breite der Brücke und Mautgebühren - davon wird vielleicht am Ende abhängen, wo die Brücke endet. Aber das gegenüber liegende Ufer hat damit nichts zu tun.

Da sind andere klüger und die Bundesregierung könnte einiges lernen, wenn sie ihre Chefin Angela Merkel nicht auf Energiereise zu den Energiekonzernen schicken würde, sondern lieber zur Lektüre in eine ruhige Studierstube.

Der Umweltsschutzverband WWF hat bereits vor einigen Wochen eine Studie vorgelegt, die sehr konkret und fundiert beschreibt, was die Leitplanken eines Energiekonzepts sein müssten, um nachhaltige Energieziele zu erreichen. Der WWF peilt dabei die selbstgesteckten Ziele der Koalition an: eine „saubere, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“ bis zum Jahr 2050. Zusammengefasst wird das alles in zehn Eckpfeilern- oder, wenn es denn sein müsste, auch Brückenpfosten. Einer davon: "Keine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke."

Der Ökostrom-Anbieter Lichtlick hat eine weitere Studie vorgestellt, ein Zukunftsszenario für den ökologischen Umbau der Stromversorgung in Deutschland bis zum Jahr 2050. Die wichtigsten Ergebnisse darin: Spätestens 2050 kann eine zu hundert Prozent regenerative Stromerzeugung erreicht werden. Eine Laufzeitverlängerung für Atommeiler oder der Neubau von Kohlekraftwerken ist dafür nicht erforderlich.

Geht es um eine Brücke, um zukunftsfähige Energieversorgung - oder um Energie und Macht, wie der Polittalker Frank Plasberg heute Abend ab 21.45 Uhr in der ARD diskutiert?

20.08.2010: 

Merkels Energie-Reise

Wir sind am 26.8. dabei vorm AKW Emsland

Am Donnerstag, 26. August, trifft sich Bundeskanzlerin Angela Merkel im AKW Emsland in Lingen mit den Vorstandsvorsitzenden von RWE und Eon - eine Etappe ihrer Energiereise. Merkel soll auch die Argumente der Bürgerinnen und Bürger hören - deshalb laden wir zusammen mit der Kampagnenplattform Campact zu einer Demonstration vor dem AKW Emsland ein.

Um 10 Uhr beginnt die bunte Demonstration vor dem Tor des AKW. Gegen 11.15 Uhr wird Merkel eintreffen. Bei der Gelegenheit wollen wir ihr 160.000 Unterschriften unter dem Appell „Atomkraft abschalten“ übergeben.

.ausgestrahlt und Campact organisieren aus Bielefeld, Dortmund, Hannover, Osnabrück, Oldenburg und anderen Städten der Region Busse. Mehr Infos hier.

02.08.2010: 

126 Atommüll-Säcke in Michelstadt

Im kleinen hessischen Ort Michelstadt ist plötzlich der Marktplatz voller Müll. 126 gelbe Säcke, unübersehbar mit dem schwarzen Radioaktiv-Zeichen bemalt, türmen sich vor dem historischen Rathaus. Wenige Tage nachdem .ausgestrahlt gemeinsam mit Bürgerinitiativen an Atommüll-Standorten genauso viele Atom-Fässer dem baden-württembergischen Miniterpräsident vor die Tür stapelten, finden nun auch anderswo ganz ähnliche Aktionen statt. 

126 Atommüllsäcke stehen sinnbildlich für die 126.000 Fässer radioaktiven Mülls, der unfachmännisch in der Asse gelagert wurd und dort abzusaufen droht. Der Müll in den gelben Säcken stammte übrigens aus den Michelstädter Haushalten: Die haben für die Abholung des Mülls schon gezahlt und müssen die Säcke nur noch vor die Tür legen, damit sie fachgerecht entsorgt werden. Ganz anders der Atommüll, für dessen Endlagerung es nach wie vor keine Lösung gibt, den die Energiekonzerne aber einfach für die Türen des Staates legen, ohne für dessen Verbleib zu sorgen oder zu zahlen.

Fotos von der Aktion gibt es im Blog sonnenfluesterer.de.
Gab es in deinem Ort noch keine Atommüll-Aktion? Dann einfach nachmachen! Noch mehr Aktionsideen gibt es hier.

16.07.2010: 

Tolle Fernsehbeiträge bei "Kontraste" und "Frontal 21"

Anti-AKW-Stimmung in Funk und Fernsehen

In den vergangenen Tagen zeigen gleich zwei Fernsehbeiträge neue und altbekannte Lug- und Truggeschichten rund um die Atomenergie. Wir empfehlen:

"Frontal 21": Der große Bluff - Die falschen Versprechen der Atompolitik
Unsere Bundesregierung setzt auf Atomkraft. Der Ausstieg aus der Kernenergie soll rückgängig gemacht und die Laufzeiten der oftmals maroden Meiler verlängert werden. Die Dokumentation befasst sich mit Argumenten, politischen und ökonomischen Verflechtungen der Betreiber und dem Zukunftsszenario Atomkraft. Den Beitrag findest Du hier.

"Kontraste": Atomkraft – Laufzeitverlängerung trotz Sicherheitsdefiziten
In Östereich wird in den 70er Jahren die Inbetriebnahme eines bereits gebauten Meilers wegen Sicherheitsmängeln durch einen Volksentscheid verhindert. Zeitgleich werden in Deutschland vier nahezu baugleiche Kernkraftwerke in Betrieb genommen. Laut dem TÜV wird ausreichend geprüft. Doch das Magazin zeigt: An mindestens einem deutschen Atomkraftwerk wurden die Reaktordruckbehälter seit Jahrzehnten nicht ausreichend kontrolliert. Den Beitrag findest Du hier.

13.07.2010: 

Neue Nachrichten und neuer Ablauf

Rundbrief erschienen, Webshop aufgefrischt

Der neunte .ausgestrahlt-Rundbrief  ist fertig gedruckt und bereits verschickt. Auf 16 Seiten bringt er Nachrichten, Hintergrundinfos, Aktionsideen und auch schöne Bilder von Anti-AKW-Aktivitäten. Der .ausgestrahlt-Rundbrief ist diesmal in einer Auflage von 44.000 Stück erschienen. Falls Du ihn nicht per Post bekommen hast, kannst Du ihn hier als PDF nachlesen oder auch für das nächste Mal kostenlos bestellen.

Neu ist auch unser Webshop. Er ist nun besser zu bedienen und übersichtlicher. Wir haben noch nicht alle Produkte einstellen können - schau doch selbst hier nach und bestelle Aktionsmaterial oder Anti-Atom-Sonnen.

30.06.2010: 

Fußballer bremsen Atomlobby aus

Foul für Laufzeitverlängerung

Rote Karte für die Atomlobby. 4:0 gegen das Atomforum. Mit Foul in die Verlängerung versucht. Wer derzeit noch nicht genug hat von Fußball-Metaphern, der kann sich an dieser Auseinandersetzung ergötzen: Das "Deutsche Atomforum", eine Lobby-Vereinigung der AKW-Konzerne, wollte während der Fußball-Weltmeisterschaft mit mehreren Anzeigenmotiven für eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken Stimmung machen. "Das Zusammenspiel muss stimmen", werben die Lobbyisten etwa mit Fußballmotiven für ein Nebeneinander von Erneuerbaren und Atomspaltung. Oder: "Deutschland gewinnt auch, wenn wir in Zukunft weiter auf Kernenergie setzen." Und noch mehr Platitüden.

Imagetransfer nennen Marketing-Experten das. Wenn halb Deutschland im Fußballfieber ist, ist plötzlich alles toll, was fußballig ist. Doch dieser Missbrauch hat dem Deutschen Fußballbund (DFB) nicht gepasst. Unter Androhung einer Klage verlangt der Fußballverband vom Lobbyverband, "es zu unterlassen, unter Bezugnahme auf die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft für die friedliche Nutzung von Kernkraft zu werben und/oder werben zu lassen". Merkmal jeder Anzeige sei, dass " zwischen den Leistungen der deutschen Nationalmannschaft und dem Anliegen des Atomforums, die friedliche Nutzung der Kernenergie zu fördern, ein Zusammenhang hergestellt wird", empört sich der Fußballverband.

Ob Fußballmetaphern jetzt auch nur noch Platitüden sind oder nicht: Ein klares Eigentor für die Atomlobby. Am Rande der Fußballweltmeisterschaft. Noch eine Randbemerkung: Autos (und Fahrräder) lassen sich auch mit Anti-AKW-Fähnchen schmücken statt in schwarz-rot-gold. Die Fahnen gibt es endlich im passenden Format.

[DFB-Meldung]  [Atomlobby-Anzeigenmotive]
22.06.2010: 

Noch mehr Atomlügen: Diesen Samstag am AKW Krümmel

Campact-Aktion geht in Phase 2

An diesem Samstag, 26. Juni, findet in Geesthacht am AKW Krümmel die zweite Ballon-Aktion von Campact statt. Das Aktionsnetzwerk  lässt 13.000 mit Gas gefüllte Ballons als "radioaktive Wolke" fliegen. Drei Jahre nach dem schweren Unfall in dem Pannenreaktor sollen die Ballons in die dicht besiedelte Metropolregion fliegen – und so vor den „tödlichen Nachbarn“ warnen.

Treffpunkt: Festplatz Geesthacht-Tesperhude, Strandweg
Zeit: 11.30 Uhr kurze Auftaktkundgebung und Demonstrationszug
13.15 Uhr Start der Ballons

Campact benötigt wieder 20 Helfer/innen, die über Nacht beim Befüllen der Ballons helfen. Gefüllt werden die Ballons ab 2 Uhr, Treffpunkt ist 20 Uhr. Wenn Du helfen möchtest, melde Dich bitte bei aktion@campact.de

Ein Video von der ersten Ballon-Aktion, bei der am süddeutschen AKW Biblis mehr als 12.000 Ballons gestartet wurden, kann man bei Campact sehen.

Wie wahrscheinlich ist es denn, dass im AKW Krümmel ein schwerer Unfall passiert? Antworten dazu gibt unser interaktiver Sicherheits-Check.

11.06.2010: 

Samstag in Biblis: Atomlügen auffliegen lassen

Tolle Aktion von Campact

Diesen Samstag findet in Biblis eine tolle Anti-AKW-Aktion statt. Das Aktionsnetzwerk Campact lässt 12.000 mit Gas gefüllte Ballons als "radioaktive Wolke" fliegen. Die Ballons werden sich im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet verteilen und zeigen, wie viele Menschen von einem schweren Unfall im AKW betroffen sind. Um 11 Uhr geht es in Biblis los.

Treffpunkt: Biblis, Parkplatz in der Straße Beim Kreuz (vom Bahnhof in 10 Minuten zu Fuß erreichbar). Dort um 11 Uhr kurze Auftaktkundgebung und Demonstrationszug, 12.30 Uhr Start der Ballons

Campact benötigt außerdem 20 Helfer/innen, die über Nacht beim Befüllen der Ballons helfen. Gefüllt werden die Ballons ab 2 Uhr, Treffpunkt ist 20 Uhr. Wenn Du helfen kannst, melde Dich bitte bei aktion@campact.de

Der Kraftwerksbetreiber RWE setzte in den letzten Wochen alles daran, die Aktion zu verhindern. Als Großgrundbesitzer hat er die Möglichkeit, die Aktion auf dem Gelände rund um das AKW zu verbieten. Jetzt werden die Ballons auf den einzigen öffentlichen Weg, den es zum AKW gibt, getragen.

Weitere Infos bei Campact...

Wie wahrscheinlich ist es denn, dass im AKW Biblis ein schwerer Unfall passiert? Antworten dazu gibt unser interaktiver Sicherheits-Check.

Infos zu Anti-AKW-Aktionen der vergangenen Tage findest Du hier.

06.06.2010: 

Täglicher Atom-Alarm

Laute Protest-Woche in Berlin

Während am Sonntag im Bundeskanzleramt die Regierung zur Klausur zusammen kam, fuhren hunderte Fahrradfahrer der großen Berliner Fahrradsternfahrt nach Ankunft am Umweltfest direkt weiter vor das Bundeskanzleramt. Sie forderten unter dem Motto 'Atomrisiko verlängern? Ihr habt ja wohl ein Rad ab', mit einem Klingelkonzert die Bundesregierung auf, ihren atomfreundlichen Kurs zu beenden.

Die aktuellen Gespräche der Regierung über die Laufzeitverlängerungen führten in den letzten Tagen dazu, dass immer wieder Menschen zu Protesten zusammen kamen, um der Bundesregierung deutlich zu machen, dass eine große gesellschaftliche Mehrheit den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke ablehnt.

Besonders ohrenbetäubend waren dabei die Proteste am Donnerstag Abend und am Freitagmorgen. Mit Trommeln, Pfeifen und allem was Lärm macht, schlugen Hunderte Atomkraftgegner und Atomkraftgegnerinnen vor dem Bundeskanzleramt und der thüringischen Landesvertretung Alarm, während Kanzlerin Merkel mit den Ministern der unionsgeführten Länder über längere Laufzeiten für Atomreaktoren verhandelte.

Zu einer Einigung kam es bei den Gesprächen nicht. Über die Zukunft der AKW soll jetzt zusammen mit dem Energiekonzept bis Mitte Juli entschieden werden.
Mehr Berichte und Fotos von der lauten Woche...

31.05.2010: 

Mittagspausenaktion bei mehr als 50 CDU/CSU-Büros

"Hört auf mit dem Müll"

Die Adressen von mehr als 50 Parteibüros von CDU und CSU wurden uns mittlerweile mitgeteilt, an denen auf jeden Fall Leute versuchen werden, ihren Müll anzubieten. Denn die Unionisten haben keine Sorge vor mehr Müll, den Atomkraftwerke mit längerer Laufzeit produzieren werden. Am Dienstag, 1. Juni, um 12.30 Uhr in der Mittagspause, kannst Du ihnen Deinen Müll auch noch anbieten. Die Liste der Büros wird hier immer wieder aktualisiert.

Ein paar Atommüll-FreundInnen aus der Union ist wohl schummrig geworden, da haben sie versucht, uns falsche Adressen unterzuschieben. Für Berlin wurden die Adressen von Grüner Jugend und Grüner Partei als CDU-Adressen geschickt. Also: Prüf zur Sicherheit lieber, ob die Adresse echt ist.

27.05.2010: 

Vor 30 Jahren wurde die Freie Republik Wendland geräumt

Am Wochenende in Gorleben: Erinnerung und neue Aktionen

Es war die Invasion einer feindlichen Macht: 6.500 Polizisten und Grenzschutz-Beamte stürmten am 4. Juni 1980 die Freie Republik Wendland, behelmt, mit dem Schlagstock in der Hand, unterstützt von Wasserwerfern und Räumpanzern. Die Freie Republik Wendland - ein Stück in der Bundesrepublik, das nicht mehr Deutschland sein wollte. Ein Platz im Wendland, ein geplantes Bohrloch bei Gorleben. Dort wollte die Atomlobby anfangen, ihr Endlager zu bauen.

Um das zu verhindern, entstand ein Hüttendorf. Der Platz wurde besetzt, von Einheimischen und Unterstützern aus dem ganzen Land. Aus dem Dorf wurde die eigene Republik.

"Turm und Dorf könnt ihr zerstören, aber nicht die Kraft, die es schuf", das hielten die AtomkraftgegnerInnen den Invasoren entgegen. Spätestens seitdem ist das Wendland ein Kraftzentrum der Anti-AKW-Bewegung. Ein Atommüll-Endlager gibt es dort nicht - aber ein großes Zwischenlager. Wenn Herbst für Herbst die Castoren dorthin rollen, zeigt sich die Kraft der Anti-AKW-Bewegung.

Diesen November steht wieder ein Castor-Transport an. Doch davor wird jetzt, am ersten Juni-Wochenende, gefeiert: 30 Jahre Republik Wendland. Mit Erinnerungen. Mit neuen Plänen. Mit einer Umzingelung. Mehr dazu hier....

19.05.2010: 

Anti-Atom-Pfingsten

Proteste im Süden und im Osten, Kultur im Wendland

Manche Schweizer wollen drei neue Atomkraftwerke bauen. Die anderen bilden am Pfingstmontag, 24. Mai, einen Menschenstrom dagegen. Die Protestwanderung führt Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus allen Landesteilen der Schweiz sowie aus Deutschland, Österreich und Frankreich zusammen. Um 16 Uhr findet die Schlusskundgebung in Olten statt, es gibt drei verschiedene Startplätze und -zeiten.

Die Forderungen sind klar und überschaubar: Ausstieg aus der Atomenergie, keine neuen AKW und Förderung der erneuerbaren Energien

Mehr Infos: www.menschenstrom.ch

Auch in Polen träumen manche von einer Renaissance der Atomenergie. Nahe der deutschen Grenze findet über Pfingsten ein deutsch-polnisches Anti-Atom-Camp statt. Von Freitag bis Montag wird in Mescherin an der Oder gecampt, auf der anderen Flussseite in Polen liegt Gryfino, ein möglicher AKW-Standort. Über das lange Wochenende gibt es im Camp Filmvorführungen, Workshops, Vernetzung und Diskussionen. Die Anreise geht am einfachsten mit Bahn und Fahrrad bis zum Bahnhof Tantow, ab dort sind es noch acht Kilometer.

Weitere Informationen: www.anti-atom-camp.org und bei der Plattform für die Atomkraftgegner der Uckermark gegen das geplante Atomkraftwerk in Gryfino

Und bereits seit einer Woche und noch bis Pfingstmontag findet im Wendland die kulturelle Landpartie statt, zu der zehntausende von Hof zu Rundling pilgern. Viele Ausstellungen beschäftigen sich auch mit dem Protest gegen Atomenergie, und viele Nebenbei-Gespräche sowieso. Neben Einladungen zu Vorführungen, Märkten und Präsentationen kleben auch Einladungen zum Castor-Protest im November.

Mehr Infos: www.kulturelle-landpartie.de

14.05.2010: 

Pfingsten: MenschenStrom gegen Atom

.ausgestrahlt unterstützt Protest in der Schweiz

Am  24. Mai 2010 organisieren Schweizer Umweltgruppen die Aktion "MenschenStrom gegen Atom". Mit zwei Protestwanderungen von Aarau und von Däniken (beim AKW Gösgen) aus geht es nach Olten. Dort findet eine Kundgebung statt.

www.menschenstrom.ch

30.04.2010: 

Atomlobby auspfeifen!

3. Mai: Protest gegen "Jahrestagung Kerntechnik" in Berlin

Wenn sich am 3. Mai die Chefs der Atomwirtschaft mit VertreterInnen aus Politik und Wissenschaft zur "Jahrestagung Kerntechnik" treffen, wird es laut in Berlin: Mit Trillerpfeifen, Hupen, Topfdeckeln, Trommeln und ähnlichem Equipment werden AtomkraftgegnerInnen der Atomlobby einen lärmenden Empfang bereiten. Das Deutsche Atomforum, Lobby-Verband der Atomindustrie, hält seine jährliche Tagung in Berlin ab, um über die Zukunft der Atomenergie zu beraten. Umwelt- und Anti-Atom-Gruppen aus Berlin wollen da nicht still zusehen. Unter dem Motto "Atomkraft abpfeifen" gibt es direkt vor dem Tagungsort des Atomforums Musik, Reden und jede Menge Krach, um zu zeigen: Wir pfeifen auf steinzeitliche Energiepolitik!

Also, Trillerpfeife einpacken und mitmachen: Demonstration gegen die Tagung des Deutschen Atomforums, Montag 3. Mai, 17.00 Uhr, in der Wilhelmstraße 43 in Berlin (E-Werk).

Blog zur Kettenreaktion und Menschenkette

19.04.2010: 

Ruhe im Logbuch

Dafür Aktivität im Blog

Okay, die Begriffe sind verwirrend: Dieses Logbuch ruht derzeit. Neues aus den Kampagnen berichten wir derzeit aus den Vorbereitungen zu den drei großen Protestveranstaltungen am 24. April. Aktuelles und Hintergründiges im Blog.

14.04.2010: 

Röttgen und Rüttgers lernen Flashmobs kennen

Anti-Atom-Protest in Bonn

Das Bonner Anti-Atom-Bündnis will mit Flashmobs bei zwei öffentlichen Auftritten von Rüttgers und Röttgen in Bonn zeigen, dass ein rhetorischer Atomausstieg bei weitem nicht ausreicht. Flashmobs in der Veranstaltung sollen mit Infoständen vor der Tür kombiniert werden. Flashmob heißt hier: Zum richtigen Zeitpunkt Rüttgers und Röttgen Plakate gegen Atomenergie zeigen.

Die Termine:

  • Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) spricht am heutigen Mittwoch, 14. April, im Volksbankhaus an der Heinemannstraße 15 (Bundesviertel). Materialausgabe und Treffpunkt: 19 Uhr vor der SWB-Bushaltestelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite, direkt am Hauptzugang zur Rheinaue.
  • NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) macht am Donnerstag, 15. April, auf seiner "Zuhörtour" ab 20 Uhr Halt im Bonner Brückenforum, direkt an der Kennedybrücke auf der Beueler Rheinseite. Materialausgabe und Treffpunkt: 19 Uhr direkt nebenan vor der Gaststätte Rheinlust.

Weitere Informationen: http://www.antiatombonn.de/

11.04.2010: 

8.000 bei Mini-Menschenketten

In zehn Tagen vervielfachen

Das war eine gelungene Generalprobe: In 53 Städten fanden am Samstag Mini-Menschenketten statt - als Vorgeschmack auf die Aktions- und Menschenkette am 24. April zwischen den AKW Brunsbüttel und Krümmel, quer durch Hamburg. In den 53 Orten reihten sich 8.000 Menschen ein. In zwei Wochen wird die Kette etwas länger - 120 Kilometer sind zu überbrücken. Es muss keine geschlossene Kette werden, aber mindestens alle fünf Meter sollte jemand stehen. Dazu müssen 25.000 Menschen kommen und sich auf der Strecke verteilen.

Am gleichen Tag gibt es zwei weitere Großdemos gegen Atomenergie: Das AKW Biblis, zwischen Mannheim und Darmstadt gelegen, wird umzingelt. Im nordrheinwestfälischen Ahaus gibt es eine Demo zum Atommülllager.

09.04.2010: 

Riesenwerbung für Riesenproteste

Über 60 Großplakate für Biblis, Ahaus und die Menschenkette

          

Vielen Dank an die Spender der Mieten für die Plakatwände und der Plakatdruckkosten, die diese drei Motive für die drei Großaktionen am 24. April riesengroß an ihre Wunsch-Standorte gebracht haben - für die Aktions- und Menschenkette Krümmel-Hamburg-Brunsbüttel, die Umzingelung des AKW Biblis oder die Demonstration zum Atommüll-Zwischenlager Ahaus.

03.04.2010: 

"Dann hilft nur massiver Protest"

Empfehlung eines Bewegungsforschers

Die Regierung versucht, den AKW-Widerstand zu bremsen, sagt der Bewegungsforscher Dieter Rucht. Das ganze Geeiere um Laufzeiten, 30 oder 60 Jahre, Röttgen als scheinbarer AKW-Abschalter, all das hat nur das Ziel, die Bewegung und die Proteste zu bremsen. Rucht sagt: "Ein taktischer Schachzug." Denn: "Es könnte durchaus sein, dass die Atomfrage bei den kommenden Wahlen zu einem sehr wichtigen Thema wird."

Weniger Protest könnte heißen, dass die schwarz-gelbe Koalition Zeit gewinnt, neue Startchancen für die gefährliche Atomenergie zu schaffen. Der Bewegungsforscher empfiehlt deshalb: "Information, Protest, Widerstand." Dazu gibt es im April einige Gelegenheiten...

Und wenn das nicht ausreicht: "Dann hilft nur erneuter massiver Protest." Und zwar auch in der Heftigkeit, dass Leute "bereit sind, auch persönliche Risiken in Kauf zu nehmen", empfiehlt Rucht.

[Das ganze Interview]  [Mitmach- und Protest-Möglichkeiten]
30.03.2010: 

Filme für den Protest

FreundInnen per Video einladen

Im Internet purzeln die Empfehlungen, Videos mit Aufrufen zu den Anti-AKW-Demos am 24. April zu sehen. Der 50-Sekunden-Spot von .ausgestrahlt ist seit einer Woche online - und ab Donnerstag läuft er auf mehr als 100 Leinwänden von Kinos. "Jeder Meter zählt", zeigt der Spot, zur Menschenkette zwischen den AKW Brunsbütel und Krümmel kommt es auf jede und jeden an.

Aktions- und Menschenkette Die gleiche Botschaft hat ein Filmchen von Campact: In zwei Minuten wird eine ganze Geschichte erzählt - nämlich von der, wegen der die Kette beinahe nicht geschlossen werden konnte. Zum Verdruss der Obervierer kommt der fehlende Mensch doch noch angesprungen. Der Clou des Films: Er kann personalisiert werden und so an Freunde geschickt werden. Dann heißt es: "Es fehlt: Henrike Meier."

Etwas weniger aufwändig, aber doch mit gewisser Kreativität wirbt die SPD Schleswig-Holstein in einem Video für die Menschenkette.

Für die Demo in Ahaus gibt es ein Video mit Katastrophen- und Protest-Bildern.

Ein stimmungsvolles Video für die Umzingelung des AKW Biblis wendet sich gegen eine Verlängerung des Atomausstiegs und fordert: Atomausstieg jetzt. Dazu gibt es Bilder vom Warmlaufen für den Widerstand im Oktober 2009 - zu Beginn der Koalitionsverhandlungen hatten sich DemonstrantInnen in Berlin und vielen anderen Städten für einen Widerstand gegen Laufzeitverlängerungen warmgelaufen. Jetzt sind sie offenbar fit für den nötigen Widerstand!

Die Fitness schreckt offenbar die AKW-Betreiber. RWE, Betreiberin des AKW Biblis, lässt in Kinos einen Spot laufen, der mal wieder behauptet, ohne das Atomkraftwerk würden die Lichter ausgehen. "Da muss man doch vorher drüber reden", regt sich eine Stimme im Dunkeln auf. Die Kommentarfunktion zum Spot hat RWE aber ausgeschaltet.

19.03.2010: 

Filmstart: Energy Autonomy

Dokumentarfilm zu Energiewende und eine Welt ohne Atomenergie

Gestern ist der Dokumentarfilm zu Energiewende und einer Welt ohne Atomstrom in den Kinos gestartet.

Der 83-minütige Kino-Dokumentarfilm "Die 4. Revolution - EnergyAutonomy" beschreibt anhand seiner Protagonisten, prominenter Umweltaktivisten, Nobelpreisträger, innovativer Unternehmer und Politiker, dass der Umstieg auf hundert Prozent Erneuerbare Energien innerhalb der nächsten 30 Jahre möglich ist. Er verdeutlicht, welche Chancen die Energierevolution für eine nachhaltige ökonomische Entwicklung und soziale und ökonomische Gerechtigkeit bietet.

Energy Autonomy - Energie-Autonomie - steht für die Vision einer Gesellschaft, deren Energieversorgung nachhaltig, sauber und dezentral erfolgt, frei von schädlichen Emissionen und jeglicher Belastung für Mensch und Umwelt, frei von Monopolen, Kartellen und Lobbyisten, frei von politischen Abhängigkeiten und Ressourcenknappheit, zugänglich und erschwinglich für alle. Atomenergie hat in dieser Gesellschaft keinen Platz mehr.

Die Macher des Films vermitteln eine politische Botschaft mit fundieren Argumenten. Ihren Film haben sie mit Hilfe von Privatleuten, Firmen und Vereinen finanziert.

Mehr Informationen und Kinos, in denen der Film läuft: www.energyautonomy.org

Der Trailer zum Film:

15.03.2010: 

300 Leute rollen Transparent in Biblis aus

Längstes Anti-AKW-Banner unterwegs

Auch die zweite Station des längsten Anti-AKW-Transparents war ein großer Erfolg. 300 Menschen kamen an das dem AKW-Biblis gegenüber liegende Rheinufer und spannten - trotz heftigen Windes - einen Kilometer des Transparentes auf. In einem Monat wird es eine große Umzingelung des AKW geben.

Die Transparent-Tour geht weiter - Berichte und Termine hier.

Die AKW Biblis, Krümmel, Neckarwestheim und Brunsbüttel, die Stationen der Tournee sind, stehen besonders im Fokus, weil sie zu den ältesten und unsichersten Reaktoren gehören. Mehr dazu...

05.03.2010: 

Die Botschaft da, wo sie hin gehört

Morgen geht es los: Das längste Anti-Atom-Transparent besucht AKWs

Am morgigen Samstag ab 14.30 Uhr wird das längste Anti-AKW-Transparent vor dem AKW Krümmel ausgerollt. Tausende Transparente sind bereits verpackt. An den März-Wochenenden werden die aneinander genähten Transparente, die im Herbst zur Belagerung der Koalitionsverhandlungen entstanden sind, zu den vier gefährlichsten Atomkraftwerken reisen: Nach Krümmel, Biblis, Neckarwestheim und Brunsbüttel. Bei diesen vier Atomkraftwerken entscheiden die kommenden Wochen und Monate darüber, ob sie wieder bzw. weiter laufen dürfen oder nun endgültig vom Netz müssen. Alle vier gehören zu den unsichersten und störungsanfälligsten Reaktoren der Republik.

Die Transparente aus ganz Deutschland bringen die Botschaft an die Reaktoren. Vielfältig und bunt sind die bemalten Betttücher und Stoffbahnen. Die gemeinsame Botschaft in diesem Monat lautet: AKW Krümmel und Brunsbüttel bleiben aus! AKW Biblis und Neckarwestheim jetzt abschalten!

[Mehr zum längsten Transparent und den Terminen]  [Mehr zu den vier AKW]
05.03.2010: 

Plakate, Flugblätter, Aufkleber

Alles fürs Weiterverbreiten der Anti-Atom-Kette

Endlich sind sie ausgedruckt, bestellbar und lieferbar: Material zur Aktions- und Menschenkette gegen Atomenergie am 24. April. Plakate in vielen Größen, Handzettel und Aufkleber kannst Du hier bestellen.

Das .ausgestrahlt-Mobilisierungsteam arbeitet an weiteren Materialien und auch an Ideen, die Du bei Dir umsetzen kannst. In Kürze wird es Infos geben, wie Du einen Bus organisieren kannst und wie der Bus an die richtige Stelle der Strecke kommt.

Die genauen Informationen zu Strecke, Regionenpartnerschaften und mehr findest Du nun auf der Website zur Menschenkette: www.anti-atom-kette.de

01.03.2010: 

Jetzt lieferbar: Neue Argumentebroschüre "Sicher ist nur das Risiko"

Infos zur (Un)Sicherheit deutscher Atomkraftwerke

Super-GAU, Restrisiko, Erdbeben. Altersrisse, Notstromfall, Atomhaftpflicht, Knallgas, Sumpfsiebe, Jodtabletten. Nur „sichere“ Atomkraftwerke sollen weiterlaufen, werden Union und FDP nicht müde zu betonen. Die A6-Broschüre "Sicher ist nur das Risiko" zeigt, warum keines der AKW in Deutschland sicher ist. Die Broschüre ist bereits die sechste in der Reihe der Argumente-Broschüren rund um Atomenergie. Ab zehn Broschüren gibt es Mengenrabatte - sechs mal zehn Broschüren im Infopaket sind besonders günstig, obendrauf gibt es das Heftchen mit 100 guten Gründen gegen Atomenergie.

[Info und Bestellung]
08.02.2010: 

Transparente, Bonbons, Unterschriftenlisten

Jetzt bestellbar

Die Anti-AKW-Protestwelle rollt - denn es gibt tatsächlich keine Akzeptanz für Atomenergie in Deutschland. Sichtbar machen kannst Du die mangelnde Akzeptanz mit Protestmaterial aus dem .ausgestrahlt-Shop - zum Beispiel mit Bonbons mit der Anti-Atom-Sonne auf dem Einwickelpapier, Transparenten oder Fahnen und mit dem Sammeln von Unterschriften gegen das Atomrisiko. Diese neuen Produkte und eine Menge mehr findest Du im .ausgestrahlt-Shop auf dieser Website.

03.02.2010: 

Der neue Rundbrief ist erschienen

Bitte Geduld bei Material-Bestellungen

Der Rundbrief Nummer 7 ist heute erschienen, sollte ab heute von der Post in die Briefkästen gesteckt werden. Der Rundbrief wird mittlerweile an mehr als 26.000 Adressen verschickt und enthält Informationen und Anregungen, um weiter und mehr gegen Atomkraftwerke aktiv zu sein.

Dieser Rundbrief hat nicht nur eine bisherige Rekord-Auflage, je nach Empfänger-Adresse liegen ihm Plakate und Unterschriftenlisten zur neuen Kampagne "Atomrisiko verlängern? Sag Nein!" bei.

Wer nicht nur einen Rundbrief bestellt hat, sondern mehrere zum Verteilen in der Nachbarschaft oder in der Gruppe, muss noch etwas warten - die Pakete werden voraussichtlich kommende Woche verschickt.

Im Rundbrief kündigen wir auch neue Materialien an. Diese sind noch nicht alle im Internet bestellbar, wir bitten um etwas Geduld; auch beim Warten auf Bestellungen. Jeder Rundbrief bringt viele Bestellungen, da kann es beim Abarbeiten mal ein oder zwei Tage länger dauern.

02.02.2010: 

Schrauben am Internetauftritt

Mitmachen überall oder regional?

Wir schrauben heute ein bisschen an diesem Internetauftritt: Unter Mitmachen findest Du alle Angebote zum Mitmachen im Kampf gegen Atomenergie, ob es das Newsletter-Abonnement oder eine Mailaktion ist. Unter dem neuen Punkt Regional bauen wir Angebote für Gruppen aus, aber auch Möglichkeiten, eine Gruppe in Deiner Region zu finden. Auch Termine werden hier künftig Platz finden.

Die Umbauarbeiten führen eventuell dazu, dass einige Links nicht zu den gewünschten Zielen führen - wir arbeiten dran, alle Schrauben festzuziehen und bitten bis dahin um Geduld!

28.01.2010: 

Längere Laufzeiten ohne Endlager verfassungswidrig

Rechtsgutachten der Deutschen Umwelthilfe

Längere Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke, wie sie die schwarz-gelbe Bundesregierung derzeit vorbereitet, wären wegen der nicht im Ansatz geklärten Entsorgung der hochradioaktiven Abfälle rechts- und verfassungswidrig. Das ist das Ergebnis eines Rechtsgutachtens, das die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) am 28.01.2010 in Berlin vorgestellt hat. Die Expertise kommt zu dem Ergebnis, dass die Nutzung der Atomenergie dann in einen eklatanten Widerspruch zu den verfassungsrechtlichen Schutzpflichten des Staates gerät, wenn die 2002 mit dem Atomausstiegsgesetz festgelegte Mengenbegrenzung der Atommüllproduktion aufgehoben wird. Dies wäre bei einer Laufzeitverlängerung der Fall.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe

Mehr www.duh.de

26.01.2010: 

Anti-Atom-Aktionen in den nächsten Wochen

Gronau, Flensburg, Asse, Hameln, Gorleben, Menschenkette Krümmel-Brunsbüttel

Der Widerstand gegen Atomkraft nimmt bundesweit zu. Hier ein Überblick über die nächsten Demonstrationen und Aktionen von Schleswig-Holstein bis Bayern:

jeden Sonntag

GORLEBEN -  13 Uhr Sonntagsspaziergänge am "Erkundungs"-Bergwerk

jeden Donnerstag

FLENSBURG: DonnerstagsDemo, 17.00 Uhr, Start: Südermarkt
www.anti-atom-gruppe-flensburg.de/donnerstagsdemo

Samstag 06.02.2010

HAMELN: Demo STOPP ALLER ATOMTRANSPORTE! SOFORTIGE STILLEGUNG ALLER ATOMANLAGEN WELTWEIT! 13 Uhr ab Bahnhof. Organisiert vom Anti-Atom-Plenum Weserbergland. www.anti-atom.org

Sonntag 14.02.2010

ASSE: Sonntagsspaziergang an jedem 2. Sonntag im Monat
www.asse2.de/termine

Sonntag 21. 02.2010

GORLEBEN - Um 13h am "Erkundungsbergwerk"wird ein bunter Karnevalsumzug erwartet, politische Büttenreden laden ein zum herzlichen "Hellau"! www.bi-luechow-dannenberg.de

Montag 08.03.2010

Dezentral: bundesweiter Frauenaktionstag gegen Atomenergie

Samstag 24.04.2010

Menschenkette für den Atomaustieg vom AKW Krümmel zum AKW Brunsbrüttel am AKW Brokdorf vorbei. Mehr Infos hier.

Freitag 04.06.2010

GORLEBEN - 30 Jahre Räumung "Freie Republik Wendland"
Gestern war nicht alle Tage, wir komm´n wieder- keine Frage. Es hat zwar 30 Jahre gedauert, aber; die Freie Republik Wendland lebt (und bebt!).
www.bi-luechow-dannenberg.de

06.01.2010: 

Werde Hobbylobbyist bei der urgewald-Kampagne "Strahlende Exporte - Nicht mit uns!"

Sollen Exporte von Atomtechnik in Entwicklungs- und Schwellenländer staatlich gefördert werden?

Mit den sogenannten Hermes-Bürgschaften fördert der Bund den Export von Produkten deutscher Unternehmen: Zahlt der ausländische Abnehmer nicht, springt der deutsche Staat ein. Bisher waren Atomtechnikexporte von Hermes-Bürgschaften ausgenommen, laut Koalitionsvertrag will Schwarz-Gelb diese Regelung jedoch kippen.

Jetzt hat Siemens einen Antrag auf eine Hermes-Bürgschaft für Atomexporte nach Brasilien gestellt und macht damit Druck auf CDU, CSU und FDP die Gesetzesänderung zügig vorzunehmen.

Dagegen hat urgewald die Mitmach-Kampagne "Strahlende Exporte - Nicht mit uns!" gestartet. Werde Hobby-Lobbyist und geh zur/zum Abgeordneten Deines Wahlkreises, um mit ihr/ihm über Hermes-Bürgschaften zu sprechen. urgewald hat dafür ausführliche Hilfestellungen zusammen gestellt und bietet auch direkte Unterstützung an. Mehr Info bei urgewald:

http://www.urgewald.de/index.php?page=12-191-681

Hermes-Bürgschaften bei Wikipedia