24. April: Anti-Atom-Kette zwischen Krümmel und Brunsbüttel
KETTENreAKTION: Atomkraft Abschalten!
Während die Bundesregierung mit den Stromkonzernen über längere AKW-Laufzeiten redet, setzen Zigtausende mit einer 120 Kilometer langen Aktions- und Menschenkette ein starkes "Atomkraftwerke abschalten!"-Zeichen: vom Schrottreaktor Brunsbüttel an der Elbmündung quer durch Hamburg bis zum Pannen-Meiler Krümmel. Wann? Am 24.4., zwei Tage vor dem Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe und zwei Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Für die einzelne Abschnitte werden Gruppen aus ganz Deutschland Menschen mobilisieren.
Das „Längste Anti-Atom-Transparent“ auf Tour
AKW Krümmel 6.3., Biblis 14.3., Neckarwestheim 21.3., Brunsbüttel 28.3.
Das längste Anti-Atom-Transparent wird an den vier März-Wochenenden vor den AKW Brunsbüttel, Krümmel, Biblis und Neckerwestheim präsentiert. Wir wollen mit eindrucksvollen Bildern für die Stilllegung der Reaktoren demonstrieren und gleichzeitig für die Großaktionen im April Werbung machen. Das bisher 1,5 km lange und weiter wachsende Transparent, dessen Einzelteile seit der Großdemo in Berlin von zahlreichen Gruppen und Einzelpersonen aus der ganzen Republik gemalt worden sind, wurde bereits während der Koalitionsverhandlungen im Herbst vor dem Reichstag in Berlin gezeigt. Jetzt gehen wir damit auf Tour zu den umstrittensten Reaktoren und laden Dich dazu ein, an einem der Kraftwerke dabei zu sein.
Atomrisiko verlängern? Sag Nein!
Kampagne zur Stilllegung der AKW Brunsbüttel, Krümmel, Biblis und Neckarwestheim - als erster Schritt

Bei vier Atomkraftwerken wird in den kommenden Wochen und Monate entschieden, ob sie endgültig vom Netz müssen oder nicht. Alle vier gehören zu den unsichersten und störungsanfälligsten Reaktoren der Republik. Deswegen nimmt .ausgestrahlt diese vier Abschalt-Kandidaten jetzt besonders ins Visier: "Atomrisiko verlängern? Sag Nein!" Du kannst online unterschreiben oder in Deiner Nachbarschaft Unterschriften sammeln.
Und was kommt als Nächstes?

Viele warten auf Aktionsideen und Möglichkeiten, sich für einen echten Atomausstieg zu engagieren. Wie können wir diese atompolitische Konfusion der Regierungskoalition ausnutzen und erreichen, dass möglichst viele AKW stillgelegt werden?
- Wir wollen die Sicherheitsdebatte in den Mittelpunkt stellen: Wenn Schwarz-Gelb sagt, nur sichere AKW dürfen weiterlaufen, dann wollen wir belegen, dass keines sicher ist. Mehr...
- Führt die Regierung Gespräche mit den Stromkonzernen über das Energiekonzept oder Laufzeitverlängerungen, organisieren wir Proteste. Zum Beispiel am 23. Januar 2010 vor dem Kanzleramt.
- Zugespitzte Kampagnen wollen wir in Norddeutschland gegen die Wiederinbetriebnahme der Reaktoren in Brunsbüttel und Krümmel und in Süddeutschland gegen die künstliche Verzögerung der Laufzeiten von Biblis A und Neckarwestheim 1 durch Übertragung von Reststrommengen von neueren Reaktoren lostreten. Mehr...
- Große bundesweite Aktionen am 24. April 2010 zum Jahrestag der Tschernobylkatastrophe. Mehr...
- 2010 wird auch die Atommüll-Frage eine zentrale Rolle spielen: Gorleben wird erneut zum Kristallisationspunkt der Atom-Debatte. Der Ausbau des Endlagers in maroden Salzstock soll fortgesetzt werden und im Herbst ein Castor-Transport rollen. Genug Anlass also für Proteste.
- Wir möchten lokale Gruppen und aktive Einzelpersonen unterstützen, mit aktuellen Argumenten, Aktionsideen und -material.
Bundesweit gibt es viele Aktivitäten - hier nur ein vorläufiger Stand des Protestkalenders für das erste Halbjahr 2010:
- Am Wochenende 20./21. März wird mit einer Fahrradsternfahrt und einer Umzingelung des Kraftwerksgeländes gegen den Weiterbetrieb des AKW Neckarwestheim in Baden-Württemberg demonstriert. Mit dabei: Das längste Transparent.
- Am 27. März werden Anti-Atom-Initiativen dezentral in vielen Orten an den Vertretungen der Stromkonzerne demonstrieren.
- Das Bündnis „Atomausstieg selber machen“, getragen von vielen Initiativen und Umweltverbänden, ruft vom 10. bis 18. April zu einer Stromwechsel-Aktionswoche in zahlreichen Städten und Regionen auf, um möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, keinen Atomstrom mehr zu kaufen und zu einem echten Ökostrom-Anbieter zu wechseln.
- Vom 21. bis 24. April rollt ein Anti-Atom-Treck vom niedersächsischen Gorleben über Uelzen und Lüneburg zum AKW Krümmel in Schleswig-Holstein.
- Am 24. April gibt es zeitgleich eine große Umzingelungs-Aktion am AKW Biblis (Hessen), eine Demonstration am Atommüll-Lager in Ahaus (NRW) und eine Aktions- und Menschenkette vom AKW Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) über Hamburg zum AKW Krümmel.
- Anlässlich der von der Bundesregierung geplanten Aufhebung des Moratoriums im Endlager-Bergwerk Gorleben und zum 30. Jahrestag der „Republik Freies Wendland“ wird am 5. Juni in Gorleben demonstriert.
- Neben diesen Großaktionen wird es unzählige lokale Demonstrationen und Veranstaltungen geben, die von örtlichen Organisationen vorbereitet werden. In den letzten Monaten haben sich in zahlreichen Orten neue Anti-Atom-Initiativen gegründet.
Atomlobby raus aus der Atomaufsicht!
Offener Brief an Umweltminister Röttgen
Ein Atomlobbyist als oberster Atomaufseher der Bundesregierung? Kein Witz! Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat den Juristen Gerald Hennenhöfer zum Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit berufen. Hennenhöfer hat in den vergangenen 15 Jahren auf allen seinen Posten stets lupenrein die Interessen der Atomindustrie vertreten. So wird der Bock zum Gärtner. Unterzeichne den offenen Brief an Minister Röttgen und fordere ihn auf, die Berufung Hennenhöfers umgehend zurückzunehmen!






Aufkleber etc.
Stromwechsel