19.06.2011: Aktionsbericht

AKW Brokdorf war 24 Stunden blockiert

24 Stunden lang haben am Wochenende 18./19. Juni AktivistInnen von X-tausendmal quer das AKW Brokdorf blockiert, das zu der Zeit in Revision war. Für jeden Schichtwechsel, zu dem mit etwas 20 Bussen Arbeiter ausgetauscht wurden, ließ Eon die Polizei ein Zugangstor räumen - und die AktivistInnen besetzten die Zufahrten rechtzeitig zum nächsten Schichtwechsel wieder. Sie zeigten damit, dass sie den Weiterbetrieb von AKW nicht dulden werden und bewiesen, dass mit Widerstand rechnen muss, wer das Atomrisiko bestehen lässt. Aktionsberichte, Pressemitteilungen und mehr Fotos bei X-tausendmal quer. (Foto: Ruben Neugebauer / Nick Jaussi - visual-rebellion.com)

Atomkraftwerke blockieren

Blockade am AKW Brokdorf am 18. und 19. Juni

Drei Monate nach dem Beginn des Super-GAU sind noch immer Atomkraftwerke in Betrieb, von denen täglich die nächste Katastrophe ausgehen kann. Viele Menschen wollen das nicht weiter dulden und stattdessen einen Schritt weiter gehen, als sich mit Großdemonstrationen an die Politik zu wenden.

Die Initiative X-tausendmal quer, die seit 15 Jahren zu jedem Castor-Transport nach Gorleben im Wendland große gewaltfreie Sitzblockaden organisiert, blockierte am 18. und 19. Juni das AKW Brokdorf in Schleswig-Holstein, das zur Zeit zur Revision abgeschaltet ist und in dem umfangreiche Arbeiten stattfinden. Mehr Informationen zu den Blockaden auf den Seiten von X-tausendmal quer

 Blockade - was ist das?

Eine Blockade unterscheidet sich sehr von einer Demonstration. Die Teilnehmenden sind bereit, ganz bewusst eine Regel zu brechen, da sie das Wiederanfahren der Atomreaktoren für ein Unrecht halten, vor dem sie der Staat offenbar nicht schützt. Dieser Regelbruch beinhaltet auch die Inkaufnahme von Konsequenzen. Wichtiger Teil der Blockade ist deshalb die öffentliche Ankündigung, diesen Schritt gehen zu wollen. Für die Blockaden haben dies bereits viele Menschen erklärt und signalisieren damit bereits jetzt, dass sie Atomenergie für ein nicht zu duldendes Unrecht halten, das sie nicht akzeptieren werden. Wenn auch Du diesen Schritt machen willst, solltest Du Dich davor intensiv vorbereiten und mit den Aktionskonzepten der Initiativen vertraut machen. In einer Blockade handelst Du zwar in einer Gruppe, aber die Gruppe ist nicht für Dich verantwortlich.