Gorleben soll leben!
Nicht nur der Streit um die Zukunft der Atomkraftwerke ist in den letzten Monaten neu entbrannt, sondern auch die Auseinandersetzung um den Umgang mit den strahlenden Abfällen aus den Reaktoren. Obwohl erwiesen ist, dass der Salzstock Gorleben nicht geeignet ist, um dort über Jahrtausende hochradioaktiven Atommüll sicher zu lagern, will die Bundesregierung ab dem 1. Oktober das dort geplante Endlager weiterbauen. In den vergangenen Monaten kamen immer mehr Tatsachen ans Licht, die belegen, dass die Auswahl des Standorts Gorleben in erster Linie politische Gründe hatte.
Für die Tage ab dem 5. November ist ein neuer Castor-Transport in die oberirdische Zwischenlager-Halle in Gorleben geplant. Dass dort mehr und mehr Atommüll angehäuft wird, spricht allen Beteuerungen, die Arbeiten im Bergwerk seien ergebnisoffen, Hohn.
Unser Dossier "Die Gorleben-Lügen" fasst Hintergrundwissen und Fakten rund um den Salzstock im Wendland zusammen. Hier weiterlesen...
Doch im Wendland ist auch 33 Jahre nach der Standortbenennung der Protest und Widerstand lebendig. Die Menschen rund um Gorleben wissen, dass es in diesem Jahr besonders darauf ankommt, wenn das Endlagerprojekt noch gestoppt werden soll. Deshalb brauchen sie alle Unterstützung aus der ganzen Republik. Denn Gorleben und das ungelöste Atommüll-Problem gehen uns alle an.
Dass der Castor-Transport in diesem November in diese energiepolitisch so bedeutsame Zeit fällt, macht den Protest gegen den Strahlenmüll noch wichtiger. Denn Demonstrationen und Widerstands-Aktionen im Wendland sind nicht nur Protest gegen ein Endlager in Gorleben, sondern gleichzeitig auch Protest gegen die Pläne der Bundesregierung, AKW weiter zu betreiben. Je mehr Menschen im November im Wendland protestieren, desto schwieriger wird es für Schwarz-Gelb, ihre Atompläne durchzusetzen. Komm im November ins Wendland und protestiere: Gegen den Castor und gegen noch mehr Atommüllproduktion in den AKW.



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