50.000 fordern: Atomanlagen jetzt abschalten!
Großdemonstrationen zum Fukushima-Jahrestag
Bei sechs Großaktionen bundesweit haben am Sonntag, 11. März, 50.000 Menschen gegen Atomenergie protestiert und eindrucksvoll an die Reaktorkatastrophe im AKW Fukushima erinnert. Ein Jahr nach Beginn des japanischen Super-GAUs forderten die Menschen an mehreren AKW- und Atommüllstandorten: Atomanlagen abschalten! In Brokdorf umzingelten 3000 Menschen das AKW, 4000 demonstrierten in Gronau, 5000 zogen zum AKW Neckarwestheim, 5500 zum AKW in Gundremmingen und 7000 Atomkraftgegner versammelten sich in Hannover. Bei der größten Aktion, einer 75 km langen Lichterkette in der Atommüllregion um Asse und Schacht Konrad, beteiligten sich mehr als 24.000 Menschen. Zur .ausgestrahlt-Pressemitteilung...
Auch in vielen anderen europäischen Ländern fanden große Protestveranstaltungen statt. Die größte gab es in Frankreich: In dem traditionell sehr atom-freundlichen Land bildeten 60.000 Menschen eine mehr als 200 km lange Menschenkette gegen Atomenergie. Mehr dazu hier.
Video vom Fukushima Jahrestag
Fukushima mahnt: Atomanlagen jetzt abschalten!
Am 11. März 2012 dauert die Katastrophe von Fukushima schon ein Jahr an. An diesem Tag gedenken wir der Opfer und wenden uns gegen die weitere Nutzung der Atomenergie. In Deutschland, in Europa, weltweit.
In Deutschland demonstrieren wir
- an der Urananreicherungsanlage in Gronau: Solange zehn Prozent aller AKW weltweit mit angereichertem Uranbrennstoff aus Gronau versorgt werden können und solange die Bundesrepublik für Atomgeschäfte in aller Welt bürgt, kann von einem Ausstieg aus der Atomenergie keine Rede sein!
- an den Atomkraftwerken Gundremmingen, Neckarwestheim und Brokdorf sowie in Hannover (AKW Grohnde): Gundremmingen hat - wie Fukushima - Siedewasser-Reaktoren und es ist der letzte deutsche Standort, an dem zwei Reaktoren in Betrieb sind. Neckarwestheim steht in einem erdbebengefährdeten Gebiet. Das Betriebsgelände von Brokdorf liegt in einer Senke, tiefer als der Wasserspiegel der Elbe. Der Stahl, der vor 30 Jahren in Grohnde verbaut wurde, war schon damals technisch überholt.
- mit einer Lichterkette zwischen Braunschweig-Thune, ASSE II und Schacht KONRAD: Hier setzen wir ein deutliches Zeichen gegen den unverantwortlichen Umgang mit Atommüll.
Wir wollen einen schnellen Ausbau Erneuerbarer Energien in der Fläche: Dezentral, demokratisch und sozial. Diesem Ziel steht die Atomenergie entgegen. Es gibt keine friedliche Nutzung von Atomkraft. Der Weiterbetrieb der noch am Netz befindlichen Reaktoren und Atomanlagen ist nicht vertretbar.
Darum: Schluss damit! Atomausstieg jetzt!
Die Demos am 11.3. werden organisiert von einem Bündnis zahlreicher Initiativen und Organisationen. Mehr dazu unter fukushima-2012.de.





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