Was ist da los in Gorleben?

Gorleben ist ein kleines Dorf an der Elbe in Niedersachsen, unweit der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Der dortige unterirdische Salzstock soll nach dem Willen der Bundesregierung zukünftig als Endlager für hochradioaktive Abfälle aus Atomkraftwerken dienen. Seit Jahrzehnten wird dort ofiziell "erkundet", ob sich Gorleben als dauerhafter Lagerungsort eignet. Tatsächlich wird bei den Arbeiten aber bereit jetzt alles auf eine zukünftige Einlagerung von Atommüll vorbereitet.

Obwohl Gorleben offiziell nicht als Endlager-Standort ausgewählt ist, ist der Ort regelmäßig Ziel sogenannter Castor-Transporte. Die Castor-Behälter enthalten abgebrannte Brennstäbe aus Atomkraftwerken, die stark strahlen. Diese Abfälle werden in Gorleben gelagert. Allerdings nicht unter Tage im Salzstock, sondern in einer oberirdischen Halle, dem Zwischenlager. Es ist nur wenige Hundert Meter vom Eingang des Salzstocks entfernt.

Seit Gorleben im Gespräch für einen Endlager-Standort ist, gibt es Widerstand dagegen. WissenschaftlerInnen mahnen seit Jahren, dass der Salzstock nicht geeignet ist, um die radioaktiven Abfälle für Jahrtausende sicher zu lagern. AtomkraftgegnerInnen und Menschen aus dem Wendland, dem Landkreis um Gorleben, protestieren gegen die Pläne, Atommüll im Gorlebener Salz zu lagern - und haben so bis heute die endgültige Festlegung auf Gorleben als Endlager verhindert.

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Wohin mit dem Atommüll?

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