Besuch beim Atomfreund Stefan Mappus in Stuttgart
"Mappus, behalt deinen Müll!" hieß es am Mittwoch Vormittag in Stuttgart: 200 Atomkraftgegnerinnen und -gegner haben jede Menge schwarz-gelbe Atomfässer vor dem Amtssitz der baden-württembergischen Landesregierung abgestellt. In der gemeinsamen Aktion von .ausgestrahlt und den Bürgerinitiativen der niedersächsischen Atommüll-Standorte (BI Lüchow-Dannenberg, Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad und Asse II Koordinierungskreis) wurden 126 Atomfässer vor der Haustür von Atom-Hardliner und Ministerpräsident Stefan Mappus aufgebaut. Denn wer mehr Atomstrom will, der bekommt auch mehr Atommüll.
126 Fässer - jedes Fass steht für tausend echte strahlende Müll-Fässer, die in der Asse bereits abgekippt wurden. Udo Dettmann vom Asse II Koordinierungskreis, der aus Braunschweig angereist war, sagte in seiner Rede: "Diejenigen, die sich damals für die Asse entschieden hatten, dachten, sie wären das Problem los. Heute wissen wir, dass durch ihre Fehleinschätzung noch unzählige Generationen großen Risiken ausgesetzt sein werden."
Die Versammlungsbehörde in Stuttgart wollte unsere Aktion zuerst nicht erlauben. Weil auf der Straße zu wenig Platz für 126 Fässer sei, wollte sie nur 25 Fässer genehmigen und machte so dieselbe Politik wie Mappus: Die Öffentlichkeit soll gar nicht merken, dass es für Atommüll nirgendwo einen sicheren Lagerplatz gibt. Im Eilverfahren gingen wir dagegen vor Gericht und bekamen Recht. Kurz vor der Aktion kam der Bescheid, dass wir unser Demonstrationsrecht doch wahrnehmen dürfen.
Ob auch Mappus mit seiner Argumentation so wenig erfolgreich ist, wird sich zeigen. In den kommenden Wochen will die Bundesregierung über die Zukunft der Atomenergie entscheiden. Bis dahin heißt es also dranbleiben.
Für die Kosten für Anwalt und Gericht und auch für die 126 Fässer fehlt uns noch Geld: Unsere Atommüll-Attrappen kosten 28 Euro je Fass. Du kannst für ein oder mehrere Fässer spenden. .ausgestrahlt ist gemeinnützig, Deine Spende ist steuerabzugsfähig.
Wetere Bilder von der Aktion gibt es bei PubliXViewing.
Erste Presseberichte:
- SWR: "Protest gegen Atompolitik des Landes"
- ddp-Meldung: "Atomkraftgegner protestieren vor Regierungssitz von Mappus"
- dpa-Landesdienst: "Schwarz-gelbe Atommüll-Fässer für Mappus"
Was du noch tun kannst:
- Hintergrund-Info zum Thema lesen.
- Ein Großplakat gegen schwarz-gelben Atommüll aufhängen lassen.
- In Deinem Ort aktiv werden und Atommüll verschenken.
- Für den Besuch bei Mappus ein Atommüll-Fass beisteuern.
- Jede Menge kleine Plakate und Flyer aufhängen und verteilen.
- Für diese Aktion und die Arbeit von .ausgestrahlt spenden.




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