Am Anfang stand eine Projektarbeit an der Waldorfschule hier mit zwei Schülern, im Oktober. Die fuhren dann gleich zur „Belagerung“ der Koalitionsverhandlungen nach Berlin. Im November haben sie einen Filmabend gemacht, und dann rief .ausgestrahlt zu diesen Stör-Fall-Mobs auf: kollektives Umfallen in der Fußgängerzone als Warnung vor dem Super-GAU. Da dachte ich: Das probiere ich mal aus. Ich habe eine E-Mail an meine Bekannten losgeschickt, die ist schneeballartig rumgegangen. Schon am Abend schrieben mir Leute, die ich gar nicht kannte, dass sie in den Verteiler aufgenommen werden wollten.
Ich hatte zuvor schon Pressearbeit für meine Schule gemacht, wusste also, wie das geht. Deswegen hatten wir gleich beim ersten Stör-Fall-Mob Journalisten dabei. Durch die Zeitungsberichte wurde das dann zum Selbstläufer. Wir haben das vier Wochen lang durchgezogen, uns jedes Mal eine andere Kleinigkeit überlegt, Umrisse mit Kreide nachmalen und so. Angefangen haben wir mit 40 Leuten, am Ende waren wir fast 80. Ein älterer Mitstreiter hat sich bei minus acht Grad in der Badehose hingelegt – auf jeden Fall sehr medienwirksam!
So hat sich inzwischen eine kleine Gruppe gebildet, eigentlich mehr ein E-Mail-Verteiler, denn wir haben bisher keine regelmäßigen Treffen. Aber der Verteiler wächst, gerade jetzt wieder im Vorfeld der KETTENreAKTION. Wir haben ein regionales Bündnis organisiert für den 24.4., einen weiteren Filmabend, es wird Infostände und Vorfeldaktionen geben, und aus all den kleinen Städtchen hier werden Busse fahren. Den für meinen Ort habe ich gerade gebucht.
Als .ausgestrahlt vor Wochen anfragte: „Macht ihr mit bei einer Menschenkette?“, da habe ich geantwortet: „Ich freue mich drauf, mit Euch Geburtstag zu feiern.“ Jetzt lade ich meine Familie und alle meine Freunde ein, nach Uetersen. Das wird die größte Feier meines Lebens.
Kontakt: ausgestrahlt-oh[at]web.de
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