.ausgestrahlt-Blog

29.08.2016 | von Jan Becker

Protestaktion gegen tschechische Neubau-Pläne

170 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt sollen im tschechischen Dukovany neue Atomkraft-Reaktoren gebaut werden. Zur Zeit kann mithilfe von Einwendungen dagegen protestiert werden.

Dukovany

An dem Standort im Süden unseres Nachbarlandes werden seit den 80er Jahren vier Reaktorblöcke betrieben, die russischer Bauart sind und in Deutschland wegen erheblicher Sicherheitsdefizite niemals genehmigt worden wären. Zuletzt war im Februar bekannt geworden, dass Röntgenbilder von Schweißnähten systematisch gefälscht worden waren. Trotzdem wurde von der Regierung im März eine Laufzeitverlängerung auf unbestimmte Zeit für Block 1 gebilligt. Kommt es in Dukovany zur Katastrophe, könnten auch weite Teile Deutschlands verstrahlt werden.

Neubau von zwei Blöcken geplant

Diese Uralt-Anlage soll nach Willen der tschechischen Regierung um zwei Reaktorblöcke erweitert werden. Bis zum 27. September kann im Vorfeld einer grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung mithilfe von Einwendungen beim tschechischen Umweltministerium gegen die Neubaupläne protestiert werden. Das Umweltinstitut München hat dafür eine Mustereinwendung erstellt, die per E-Mail versendet werden kann:

weiterlesen:

Quelle (Auszug): umweltinstitut.org, 29.8.2016

Jan Becker

Jan Becker hat jahrelang die Webseite www.contrAtom.de betrieben und täglich aktuelle Beiträge zur Atompolitik verfasst. Seit November 2014 schreibt der studierte Umweltwissenschaftler für .ausgestrahlt. Jan lebt mit seiner Familie im Wendland. Mit dem Protest gegen regelmäßig durch seine Heimatstadt Buchholz i.d.N. rollende Atommülltransporte begann sein Engagement gegen Atomenergie, es folgten die Teilnahme und Organisation zahlreicher Aktionen und Demonstrationen.

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