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Basiswissen Standortsuche

2-wöchige Abend-Reihe

Der kritische Blick auf die Endlager-Suche
Vier aufeinander aufbauende Veranstaltungen
6.10., 8.10., 13.10., 15.10., jeweils 18:00 bis 19:30 Uhr

Seit 2017 läuft die Standortsuche. Im Herbst 2020 erfährt die Öffentlichkeit mit dem „Zwischenbericht Teilgebiete“ erstmals auf welche Gebiete innerhalb Deutschlands sich die weitere Suche konzentrieren wird. Höchste Zeit also, um sich zu informieren, was auf die betroffenen Regionen zukommt, was das Suchverfahren zwar verspricht aber nicht hält und wie man sich in die Debatte um den Atommüll am besten einmischen kann.

.ausgestrahlt bietet deshalb eine vierteilige Reihe von Online-Veranstaltungen an, geeignet für Menschen ohne großes Vorwissen, aber auch für diejenigen, die sich bereits mit Teilaspekten befasst haben. Jede Veranstaltung beleuchtet ein eigenständiges Thema. Die Veranstaltungen bauen aber auch ein Stück weit aufeinander auf. Es ist möglich, nur an einzelnen Terminen teilzunehmen oder später einzusteigen. Den besten Überblick bietet allerdings eine vollständige Teilnahme.

Format: Jede Veranstaltung basiert auf zwei bis vier Vortrags-Videos von jeweils etwa 15 bis 20 Minuten Länge, die sich die Teilnehmenden zur Vorbereitung anschauen. Die eigentliche Veranstaltung bietet dann Möglichkeiten, zu den jeweiligen Vortragsthemen Fragen zu stellen.


Di., 6.10., 18:00 Uhr
Bis in alle Ewigkeit: das Atommüll-Problem

Was ist überhaupt Atommüll? Wie wird damit aktuell umgegangen? Für wie lange sind die derzeitigen Zwischenlager ausgelegt? Wer bezahlt die Atommüll-Lagerung und die Standortsuche?
Jahrzehnte verschenkt: Die Geschichte der Standortsuche
Wie sah der Atommüll-Plan beim Einstieg in die Atomenergie aus? Wie kam es zur Standortentscheidung für Gorleben und warum wurde trotz Mängeln so lange daran festgehalten? Was wurde beim Neustart der Suche versprochen und warum wurde es nicht eingehalten? Wie kam es zum Standortauswahlgesetz?

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Do., 8.10., 18:00 Uhr
Verfahren! Wie die Suche ablaufen soll

Die wesentlichen Inhalte des Standortauswahlgesetzes: Rahmenbedingungen der Suche, Lagerkonzept, Gesteine, Zeitplan, Suchverfahren, Kriterien, Akteur*innen.
Anspruch und Wirklichkeit 1: partizipativ und transparent?
Das Gesetz verspricht Beteiligung der Betroffenen und Offenlegung aller wesentlichen Informationen. Wie sieht die praktische Umsetzung aus? Welche Rechte haben die Betroffenen? Der Unterschied zwischen Öffentlichkeitsarbeit und Öffentlichkeitsbeteiligung.

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Di., 13.10., 18:00 Uhr
Anspruch und Wirklichkeit 2: wissenschaftsbasiert und selbsthinterfragend?

Welche Rolle spielt Wissenschaftlichkeit im Suchverfahren und wie groß ist der Einfluss der Politik? Wer hat die Suchkriterien festgelegt? Was bewirkt der immense Zeitdruck im Verfahren?
Zwischenbericht und Fachkonferenz
Welche Funktion hat der „Zwischenbericht Teilgebiete“? Was sind die Mängel der „Fachkonferenz Teilgebiete“ und wie agiert das Atommüll-Bundesamt?

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Do., 15.10., 18:00 Uhr
Die Alternative: Wie könnte es anders gehen?

Was ist die eigentliche gesellschaftliche Aufgabe? Wie sähe es aus, das Verfahren vom Kopf auf die Füße zu stellen? Wie kann echte Mitbestimmung zu einer Überwindung des Atommüll-Konflikts beitragen?
Wie sich was ändert lässt: Informieren, vernetzen und einmischen
Warum sollte man die staatlichen Institutionen bei der Standortsuche nicht einfach machen lassen? Das Verfahren läuft, die Rechte der Betroffenen sind gering: wie kann es trotzdem gelingen, Einfluss zu nehmen?

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Die inhaltlichen Inputs kommen von Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt und seit Jahrzehnten mit dem Atommüll-Thema befasst.