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Basiswissen Standortsuche

an einem Wochenende

Der kritische Blick auf die Endlager-Suche
Wochenend-Seminar mit 16 aufeinander aufbauende Filmclips, dazwischen Frage- und Gesprächsmöglichkeit
Sa./So., 3./4.10., jeweils 11-19 Uhr (mit Pausen)

Seit 2017 läuft die Standortsuche. Im Herbst 2020 erfährt die Öffentlichkeit mit dem „Zwischenbericht Teilgebiete“ erstmals auf welche Gebiete innerhalb Deutschlands sich die weitere Suche konzentrieren wird. Höchste Zeit also, um sich zu informieren, was auf die betroffenen Regionen zukommt, was das Suchverfahren zwar verspricht aber nicht hält und wie man sich in die Debatte um den Atommüll am besten einmischen kann.

.ausgestrahlt bietet deshalb dieses Online-Wochenendseminar an, geeignet für Menschen ohne großes Vorwissen, aber auch für diejenigen, die sich bereits mit Teilaspekten befasst haben. Die Inputs bauen aufeinander auf. Den besten Überblick bietet eine vollständige Teilnahme.

Format: In jeder Einheit werden zwei Vortrags-Videos von jeweils etwa 15 bis 20 Minuten Länge gezeigt. Nach jedem Video besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Nach jeder Einheit folgt eine Pause.

Anmeldung

Sa., 3.10., 11 Uhr
Bis in alle Ewigkeit: das Atommüll-Problem

Was ist überhaupt Atommüll? Wie wird damit aktuell umgegangen? Für wie lange sind die derzeitigen Zwischenlager ausgelegt? Wer bezahlt die Atommüll-Lagerung und die Standortsuche?

Sa., 3.10., 13 Uhr
Jahrzehnte verschenkt: Die Geschichte der Standortsuche

Wie sah der Atommüll-Plan beim Einstieg in die Atomenergie aus? Wie kam es zur Standortentscheidung für Gorleben und warum wurde trotz Mängeln so lange daran festgehalten? Was wurde beim Neustart der Suche versprochen und warum wurde es nicht eingehalten? Wie kam es zum Standortauswahlgesetz?

Sa., 3.10., 15 Uhr
Verfahren! Wie die Suche ablaufen soll

Die wesentlichen Inhalte des Standortauswahlgesetzes: Rahmenbedingungen der Suche, Lagerkonzept, Gesteine, Zeitplan, Suchverfahren, Kriterien, Akteur*innen.

Sa., 3.10., 17 Uhr
Anspruch und Wirklichkeit 1: partizipativ und transparent?

Das Gesetz verspricht Beteiligung der Betroffenen und Offenlegung aller wesentlichen Informationen. Wie sieht die praktische Umsetzung aus? Welche Rechte haben die Betroffenen? Der Unterschied zwischen Öffentlichkeitsarbeit und Öffentlichkeitsbeteiligung.

So, 4.10., 11 Uhr
Anspruch und Wirklichkeit 2: wissenschaftsbasiert und selbsthinterfragend?

Welche Rolle spielt Wissenschaftlichkeit im Suchverfahren und wie groß ist der Einfluss der Politik? Wer hat die Suchkriterien festgelegt? Was bewirkt der immense Zeitdruck im Verfahren?

So, 4.10., 13 Uhr
Zwischenbericht und Fachkonferenz

Welche Funktion hat der „Zwischenbericht Teilgebiete“? Was sind die Mängel der „Fachkonferenz Teilgebiete“ und wie agiert das Atommüll-Bundesamt?

So, 4.10., 15 Uhr
Die Alternative: Wie könnte es anders gehen?

Was ist die eigentliche gesellschaftliche Aufgabe? Wie sähe es aus, das Verfahren vom Kopf auf die Füße zu stellen? Wie kann echte Mitbestimmung zu einer Überwindung des Atommüll-Konflikts beitragen?

So, 4.10., 17 Uhr
Wie sich was ändert lässt: Informieren, vernetzen und einmischen

Warum sollte man die staatlichen Institutionen bei der Standortsuche nicht einfach machen lassen? Das Verfahren läuft, die Rechte der Betroffenen sind gering: wie kann es trotzdem gelingen, Einfluss zu nehmen?

Die inhaltlichen Inputs kommen von Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt und seit Jahrzehnten mit dem Atommüll-Thema befasst.

Die Reihe wird als 2-wöchige Reihe in einer Vormittags- und einer Abend-Ausgabe in den ersten beiden Oktoberwochen wiederholt.