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Foto: Lucas Wirl / Montage: .ausgestrahlt

Die Big Bags von Fukushima – Symbol der Hilflosigkeit

Am 11. März 2011 beginnt im japanischen AKW Fukushima-Daiichi der größte Super-GAU nach Tschernobyl. In diesem Jahr dauert die Katastrophe von Fukushima sieben Jahre an. An mehr als 147.000 Plätzen stapeln sich in der Gegend um Fukushima gigantische Halden von schwarzen Säcken, gefüllt mit radioaktiv verseuchtem Erdboden, den Säuberungstrupps abgegraben haben. Diese "Big Bags" von Fukushima sind zum Symbol für die Folgen des Super-GAU geworden.

Eine Atomkatastrophe in einem deutschen AKW würde noch weit mehr Land kontaminieren als in Fukushima. Die schwarzen Halden wären noch größer. Sie könnten heute auch in Deiner Stadt herumliegen. Wie sähe das aus?


#FukushimaUeberall – Mach mit!

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Foto: Lucas Wirl / Montage: .ausgestrahlt

Wer weiter auf Atomkraft setzen will, muss diesen Super-GAU vergessen machen. Unsere Mitmach-Aktion versucht das Gegenteil – die Katastrophe und ihre Folgen begreiflich zu machen und zu erinnen: Fukushima ist jeden Tag überall möglich! Als Mahnung und Ansporn, alle Atomkraftwerke endlich abzuschalten.

Und bei Dir?

Auch bei uns ist ein Super-GAU jederzeit möglich. Wie sähe das aus, wenn die Big Bags vor Deiner Haustür und in Deiner Stadt liegen würden?

Tu was und hilf mit, die Bilder der Big Bags von Fukushima in dieser irritierenden Form mit zu verbreiten. Als Mahnung und Ansporn, alle Atomkraftwerke endlich abzuschalten.

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1. Bestelle kostenlos unsere Foto-Schablone mit den Big Bags im .ausgestrahlt-Shop – vielleicht sogar mehrere zum Verteilen an Freund*innen oder auf Deiner Mahnwache.

Bastelbogen ausgeschnitten

 

 

2. Schneide das Motiv mit Haltestiel dann entlang der gestrichelten Linie aus. Oben schneidest du entlang der schwarzen Linie in etwa die Kontur der Big Bags aus.

 

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3. Halte die Big Bags vor ein geeignetes Motiv in Deiner Nähe – am besten ein Gebäude mit Wiedererkennungswert wie Rathaus oder Kirche. Ideal sind Motive mit einem weiträumigen Platz davor. Fotografiere es mit deinem Handy oder deiner Kamera.

 

 

Für eine digitale Fotomontage (in Photoshop oder auch IrfanView) findest Du hier alternativ Fotos von den freigestellten Strahlenmüll-Säcken zum Download und weiter bearbeiten:

 

Ideen zur Verbreitung Deines Bildes

  • Poste das Bild unter Nennung des Hashtags #FukushimaUeberall sowie gerne auch den #Ort in dem Du die Big Bags "montiert" hast in den Sozialen Medien (z. B. Instagram, Twitter, Facebook) und animiere Deine Freund*innen, ebenfalls mitzumachen und die Aktion mit zu verbreiten.
     
  • "Like" und teile Fotos von anderen Big Bag-Montagen und hilf dabei, die Erinnerung und Mahnung wach zu halten.
     
  • Erstelle Plakate oder Postkarten, die Du für wenig Geld drucken und nutzen kannst und verteile Sie in Deinem Freundeskreis.
     
  • Lass einen großen Ausdruck machen und hänge ihn bei Deiner Mahnwache zum Fukushima-Jahrestag auf.
     
  • Stelle Dein Bild (als Datei) der örtlichen Presse zur Verfügung – mit Verweis auf den Jahrestag und vielleicht Deine Mahnwache oder andere Aktionen. Gut geeignet sind immer kostenlose Anzeigenblätter und Online-Portale.

 

Social Radar

Poste Deine Big Bag-Fotomontage in den sozialen Medien, like und teile die Bilder von anderen – unter dem Hashtag #FukushimaUeberall wird das Mahnmal zum Jahrestag überall sichtbar!

Mit einem KLICK zur Aktion auf Facebook


Impressionen aus der Sperrzone

Fotos: Lucas Wirl, Christian Aslund / Vincenzo Capodici /// mit freundlicher Unterstützung von Greenpeace

Der Boden in Fukushima ist Atommüll geworden, von heute auf morgen. Er trägt jetzt Cäsium, Plutonium und anderen Dreck in sich. Wind und Regen treiben radioaktive Partikel umher – eine ständige Gefahr. Der Boden soll weg.

Großräumig tragen Bagger rings um die evakuierten Siedlungen die obere Erdschicht ab; so soll die Strahlenbelastung sinken und das Gebiet – zumindest offiziell – wieder bewohnbar werden. Es ist ein verzweifelter Versuch, der Katastrophe Herr zu werden. Das kontaminierte Material landet in großen, schwarzen Big Bags, die sich überall zu immensen Halden auftürmen, bisweilen mit Planen abgedeckt und hinter Sichtschutzzäunen versteckt, manchmal so weit das Auge reicht.

147.000 dieser improvisierten Zwischenlager, insgesamt 13 Millionen Kubikmeter Strahlenmüll, hat Greenpeace in Fukushima vergangenen Sommer gezählt. Bis zu den nächsten Häusern sind es oft nur ein paar Meter. Keiner weiß, wie lange die provisorische Verpackung der Witterung standhält – und was dann mit dem Strahlenmüll passieren soll.