Schreibe einen Leserbrief

Leserbriefe sind in doppelter Hinsicht ein wirkungsvolles Instrument zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch die Medien: Zum einen werden sie in abgedruckter Form von vielen Menschen gelesen und zum anderen prägen sie unabhängig davon den Eindruck, welche Zeitungsredaktionen von der Meinung ihrer Leser zu einem Thema haben.  

Wir haben hier gute Argumente, Fakten und Schreibtipps zusammengestellt, mit denen Du die Verlogenheit der Atompolitik von Angela Merkel entlarven und die Scheinargumente der Atomlobby entkräften kannst.

So schreibst Du einen guten Leserbrief

Schreib aktuell: Eine Zeitung wird Deinen Leserbriefe abdrucken, wenn er sich auf einen kürzlich in dieser Zeitung erschienen Artikel bezieht. Beiträge, die nicht einen Tag nach der Veröffentlichung in der Redaktion sind, kommen oft schon nicht mehr zum Zuge.

Bau Deinen Beitrag schlüssig auf: Wiederhole nicht alles, was im kritisierten Artikel steht. Stelle kurz den Bezug her. Beginne dann Deine Argumentation. Konzentrieren Dich auf zwei bis drei wichtige Punkte. Gehe nicht zu sehr ins Detail. Bringen am Ende nochmals Deine Meinung auf den Punkt.

Deine Meinung zählt: Dein Leserbrief sollte wie ein Kommentar verfasst sein, in dem Du Stellung beziehen und Deine Meinung darlegen. Schreibe kurz, prägnant und farbig. Spitz ruhig zu!

Aber bleib sachlich: Argumente zählen, nicht Polemik. Arbeite mit Beispielen, die aus dem Leben gegriffen sind. Vermeide umständliche Zahlen und Statistiken. Auch Schimpfworte sind schlechter Stil und werden nicht veröffentlicht. Werde ironisch, wenn Du wütend bist.

Schreibe in Absätzen: Absätze gliedern Deinen Text. Beschränke Dich in jedem Absatz auf einen Sinnzusammenhang. Prüfe, ob und wie die Absätze aufeinander aufbauen.

In der Kürze liegt die Würze: Schreibe nicht mehr als 2.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen). Verwende kurze Sätze mit nicht mehr als einem Nebensatz. Vermeide umständliche Abhandlungen und Gedanken. Geh Deinen Leserbrief am Ende noch einmal durch. Streiche jedes Wort, jeden Satz und jeden Absatz, das oder den Du nicht unbedingt brauchen.

Steh zu Deiner Meinung: Schreib nicht anonym. Nennen Deinen Titel, Beruf und Funktion. Bescheidenheit ist hier fehl am Platz.

Informiere den zuständigen Redakteur: Sende Deinen Leserbrief per E-Mail (spart Zeit und Geld) an die Leserbriefredaktion des Blattes. Versuch herauszufinden, wer den Artikel geschrieben hat. Sende ihm/ihr eine Kopie Deines Leserbriefes als „cc“.

Frage nach: Ruf die Leserbriefredaktion an, wenn Dein Leserbrief nach einer Woche nicht veröffentlicht sein sollte. Frag freundlich nach den Gründen der Nichtveröffentlichung. Du kannst aus den Antworten für die Zukunft lernen.