Tipps und Argumente für Leserbriefe

Leserbriefe sind in doppelter Hinsicht ein wirkungsvolles Instrument zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch die Medien: Sie werden in abgedruckter Form von vielen Menschen gelesen und prägen den Eindruck der Zeitungsredaktionen von der Meinung ihrer Leser zu einem Thema.

Wir haben Argumente, Fakten und Schreibtipps zusammengestellt, mit denen die Verlogenheit der Atompolitik leicht entlarvt werden kann und sich die Scheinargumente der Atomlobby entkräften lassen.

Einen guten Leserbrief schreiben

Aktuell schreiben: Eine Zeitung wird Deinen Leserbrief abdrucken, wenn er sich auf einen kürzlich in dieser Zeitung erschienen Artikel bezieht. Beiträge, die nicht einen Tag nach der Veröffentlichung in der Redaktion sind, kommen oft schon nicht mehr zum Zuge.

Deine Meinung zählt: Dein Leserbrief sollte wie ein Kommentar verfasst sein. Du beziehtst Stellung und legst Deine Meinung dar. Schreibe kurz, prägnant und farbig. Spitz ruhig zu!

Schlüssiger Aufbau: Inhaltliche Wiederholungen des kritisierten Artikels sollten vermieden werden. Stelle kurz den Bezug her und beginne dann Deine Argumentation. Konzentriere Dich auf zwei bis drei wichtige Punkte. Gehe nicht zu sehr ins Detail. Bring am Ende nochmal Deine Meinung auf den Punkt.

Sachlich bleiben: Argumente zählen, nicht Polemik. Arbeite mit Beispielen, die aus dem Leben gegriffen sind. Vermeide umständliche Zahlen und Statistiken. Schimpfworte und Beleidigungen sind schlechter Stil und werden nicht veröffentlicht. Werde lieber ironisch, wenn Du wütend bist.

In Absätzen schreiben: Absätze gliedern Deinen Text. Beschränke Dich in jedem Absatz auf einen Sinnzusammenhang. Prüfe, ob und wie die Absätze aufeinander aufbauen.

In der Kürze liegt die Würze: Schreibe nicht mehr als 2.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen). Verwende kurze Sätze mit nicht mehr als einem Nebensatz. Umständliche Abhandlungen und Gedanken sollten vermieden werden.

Steh zu Deiner Meinung: Nicht anonym schreiben. Nenne Deinen Titel, Beruf und Funktion. Bescheidenheit ist hier fehl am Platz.

RedakteurIn informieren: Sende Deinen Leserbrief per E-Mail an die Leserbriefredaktion, das spart Zeit und Geld. Versuche herauszufinden, wer den Artikel geschrieben hat. Sende dem Redakteur/der Redakteurin eine Kopie Deines Leserbriefes.

Frage nach: Ruf die Leserbriefredaktion an, wenn Dein Leserbrief nach einer Woche nicht veröffentlicht sein sollte. Frag freundlich nach den Gründen der Nichtveröffentlichung.