Angelika Claussen: Psychosoziale Auswirkungen der Atomkatastrophe in Fukushima

Schriftzug - 10 Jahre Fukushima - 2011-2021

Die psychosozialen Langzeitfolgen der Fukushima- Katastrophe zu beschreiben erscheint auf den ersten Blick heikel.  Unwillkürlich geraten die Autor*innen in die vornehmlich politisch definierte Debatte, ob die mit einer Kernschmelze verknüpfte Reaktorkatastrophe überhaupt zu messbaren Gesundheitsfolgen führen können.

Denn bis heute behaupten die IAEO (Internationalen Atomenergiebehörde) und UNSCEAR (Der Wissenschaftliche Ausschuss der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen atomarer Strahlung), dass die nachweisbaren gesundheitlichen Folgen von radioaktiver Niedrigstrahlung (Bereich zwischen 0 – 100 m SV) zu vernachlässigen sind. Damit sind auch Langzeitfolgen wie Krebserkrankungen gemeint.  

Geht es nicht um Atomunfälle, sondern um die gesundheitlichen Folgen von „normalen“ Verkehrsunfällen, so besteht in der medizinischen wissenschaftlichen Community kein Zweifel daran, dass Verkehrsunfälle sowohl schwere physischen als auch schwere psychische Schäden bei den Betroffenen verursachen können und dass die betroffenen Menschen oft Jahre oder jahrzehntelang an bleibenden Schäden im Sinne posttraumatischer Belastungsstörungen leiden.

Zwischen radioaktiver Belastung und dem Ausmaß der psycholgischen Stressraktion wurde eine positive Korrelation gefunden. Was natürlich nicht erstaunlich ist, wenn man bereit ist, die radioaktive Belastung nach einer Atomkatastrophe als reale Bedrohung anzuerkennen.

Die schwierige Wahrnehmung der psychosozialen Langzeitfolgen hat in Japan auch mit der politischen Verleugnung der nuklearen Katastrophe durch die Regierung zu tun. Die politische Gegenbewegung aus der Bevölkerung heraus ist nach wie vor aktiv.

Die Veranstaltung findet in Form einer Videokonferenz statt, kann aber auch am Telefon verfolgt werden. Sie dauert zwischen 60 bis 90 Minuten.

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12.03.2021 - 18:30 Uhr
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Angelika Claussen
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