15.03.2011: Pressemitteilung von .ausgestrahlt

„Noch vor den Wahlen endgültige Stilllegung nötig“

Drei Monate Pause ist Wählertäuschung. Auch alle anderen AKW müssen stillgelegt werden. Proteste gehen weiter.

Zu den Plänen der Bundesregierung, sieben AKW für drei Monate abzuschalten, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Es ist eine Wählertäuschung ohne Gleichen, jetzt radikale Entscheidungen vorzuspielen und dann nach den Wahlen doch alles beim alten lassen zu können. Wir verlangen von der Bundesregierung noch vor den Landtagswahlen die endgültige Stilllegung der Atomkraftwerke. Alles andere ist unglaubwürdig.

Angesichts der Ereignisse in Japan ist es nicht nachvollziehbar, wieso nur sieben Reaktoren abgeschaltet werden. Auch die anderen Kraftwerke sind 25 bis 30 Jahre alt und nicht geschützt vor einer Kernschmelze.

Der radikale Umbau der Energieversorgung ist nötig und möglich. Selbst wenn es zu kurzfristigen Einschränkungen käme, wäre die Bevölkerung dazu im Augenblick gerne bereit, weil jeder mit den Bildern aus Japan vor Augen hat, was die Alternative wäre.

Wir werden unsere Proteste fortsetzen, bis wirklich ernsthafte Konsequenzen aus den Ereignissen in Japan gezogen werden. Am 26. März wird es in vier bis fünf Großstädten, darunter Berlin, Hamburg und Köln, Massendemonstrationen für die endgültige Stilllegung der Atomkraftwerke geben.“


Rückfragen an Jochen Stay

http://www.ausgestrahlt.de

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.

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