03.06.2011: Pressemitteilung von .ausgestrahlt

Merkels Glaubwürdigkeit steht und fällt mit Reststrommengen-Frage

Geplante Regelung führt nicht zu Ausstieg, sondern zur nächsten Laufzeitverlängerungs-Debatte in zehn Jahren.

Zu den heute in Berlin anstehenden Beratungen über die Atompolitik erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Heute wird sich zeigen, ob die Kanzlerin wirklich an einem gesellschaftlichen Konsens über die Atomenergie interessiert ist und ob sie auf Ausstieg oder Weiterbetrieb setzt. Entscheidender Punkt ist dabei die Frage, ob in Zukunft Restrommengen von stillgelegten Atomkraftwerken auf andere Reaktoren übertragen werden können. Bleibt es bei dieser Regelung, würden neun Reaktoren innerhalb weniger Monate stillgelegt. Diese Konstruktion muss von Menschen erdacht worden sein, die sich überlegt haben, wie der Ausstieg doch noch verhindert werden kann.

Denn so stünde uns in zehn Jahren eine neue Laufzeitverlängerungs-Debatte ins Haus und nicht der endgültige Abschied von einer Technologie, deren Restrisiko uns jeden Tag den Rest geben kann.

Wer wirklich innerhalb eines bestimmten Zeitraumes aussteigen will, macht das intelligenter: Nämlich mit einem Stufenplan, in dem für jedes AKW der Zeitpunkt der Stilllegung genau festgelegt ist. An dieser Frage steht und fällt die Glaubwürdigkeit der Merkelschen Atompolitik.“

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