18. Februar 2013

Altmaier wünscht sich Endlager in Gorleben

Im Interview mit der „Welt“ macht der Minister einen Zeitrahmen auf, der auf Gorleben hinausläuft

Bundesumweltminister Peter Altmaier hat in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ die Hoffnung geäußert, dass ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll vor dem Jahr 2025 in Betrieb genommen werde.

Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Wenn Altmaier vor 2025 ein Endlager in Betrieb nehmen will, dann hat er sich schon heute auf Gorleben festgelegt. Denn kein anderer Standort wäre in zwölf Jahren so weit, Atommüll aufzunehmen. Alles Gerede von einer weißen Landkarte und einem ergebnisoffenen Verfahren entpuppt sich als Vorwand, um ein Gesetz zu installieren, das auf Gorleben hinausläuft.

Altmaiers Äußerung passt zu einem Gesetzentwurf, der inhaltlich klare Weichenstellungen Richtung Gorleben enthält.

Wir fordern SPD und Grüne auf, bei diesem abgekarteten Spiel nicht mitzumachen, die Verhandlungen um das Endlagersuchgesetz zu beenden und gemeinsam mit der Zivilgesellschaft einen bundesweiten Atommüll-Dialog zu starten. Erst wenn es einen gesellschaftlichen Konsens über das Suchverfahren gibt, macht es Sinn, über ein Gesetz nachzudenken.“

Das Altmaier-Interview in der „Welt“

.ausgestrahlt-Kritik am aktuellen Gesetzentwurf


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Jochen Stay
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