6. Dezember 2010

„Sander will Ruhe für Endlager-Ausbau in Gorleben“

Niedersächsischer Umweltminister will nur räumliche Verlagerung des Problems

Zur Forderung von Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander, die Castor-Transporte nach Gorleben zu stoppen, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Sander spielt mit gezinkten Karten. Dem Minister geht es eigentlich darum, den weiteren Ausbau des ungeeigneten Salzstocks in Gorleben zu einem Atommüll-Endlager möglichst ungestört forcieren zu können.

Rollen die Castor-Züge nicht nach Gorleben, sondern in andere Zwischenlager, dann ist für die kommenden Generationen nichts gewonnen. Die Gefahren werden nur auf der Landkarte verschoben, nicht gelöst. Nötig ist dagegen ein Ende der Atommüll-Produktion in den AKW, weil es nirgends einen Platz gibt, an dem diese gefährlichen Stoffe auf Dauer sicher gelagert werden können.

Ein wirklicher Fortschritt wäre es, wenn Sander sich vom Endlager-Projekt in Gorleben verabschiedet, weil der Salzstock nachweislich nicht geeignet ist. Dann hätte er auch verstanden, worum es den Zehntausenden von Demonstranten geht, die vor vier Wochen anlässlich des Castor-Transports im Wendland auf der Straße waren. Unsere Forderung war nie, den Castor einfach woanders hin zu schicken.“

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.

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Jochen Stay
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