Die .ausgestrahlt-Idee

Atomkraft? Nein Danke! Wir sind davon überzeugt, dass der Betrieb von Atomanlagen ein schwerwiegendes Unrecht ist, weil er Mensch und Umwelt schädigt. Wir streiten für eine Energiewende – für eine nachhaltige, zukunftsfähige und umweltschonende Energieversorgung ohne Atomkraft.

.ausgestrahlt ist eine bundesweit tätige Anti-Atom-Organisation und besteht in der jetzigen Form seit 2008. Wir unterstützen AtomkraftgegnerInnen, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen. Dafür entwickelt .ausgestrahlt Strategien, Aktionsideen, Argumente und Materialien und stellen diese der Anti-Atom-Bewegung, örtlichen Initiativen und jedem/r einzelnen AtomkraftgegnerIn zur Verfügung. Weil die Menschen verschieden sind, machen wir sehr unterschiedliche Angebote. .ausgestrahlt hat gemeinsam mit anderen Organisationen die großen bundesweiten Anti-Atom-Demonstrationen der letzten Jahre initiiert.

Das .ausgestrahlt-Team besteht derzeit aus etwa 20 Personen, davon werden zehn für ihre Arbeit bezahlt, drei sind PraktikantInnen und sieben arbeiten unbezahlt mit.

Die .ausgestrahlt-Story

2005 gründeten einige Aktive aus der Anti-Castor-Kampagne X-tausendmal quer .ausgestrahlt, um auch diejenigen AtomkraftgegnerInnen zu erreichen, für die Blockadeaktionen gegen Atommülltransporte nicht die Hauptaktionsform sind. Große Außenwirkung entfaltete .ausgestrahlt ab 2008, als absehbar war, dass die Stromkonzerne alles daransetzen werden, die Laufzeiten der AKW zu verlängern. Erstmals konnten wir zwei Aktive für ihre Arbeit bezahlen, um der geplanten Renaissance der Atomkraft das Comeback der Anti-Atom-Bewegung entgegenzusetzen. 

Gemeinsam mit Initiativen vor Ort und großen Umweltorganisationen konnte .ausgestrahlt sein erstes großes Ziel erreichen: Die Bewegung war wieder da. 16.000 demonstrierten im November 2008 in Gorleben, 50.000 im September 2009 in Berlin und 150.000 im April 2010 bei der Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel, der Umzingelung von Biblis und der Demonstration in Gronau.

Nicht gelungen ist es uns, im Herbst 2010 den Beschluss der schwarz-gelben Bundesregierung zur Laufzeitverlängerung zu verhindern, obwohl 100.000 Menschen in Berlin das Regierungsviertel fluteten. Doch der Protest ging weiter, beispielsweise in Gorleben im November 2010 mit 50.000 Aktiven.

.ausgestrahlt wurde langsam größer: Ende 2010 waren wir im Büro schon zu sechst. Und wir setzten uns neue Ziele: Trotz Laufzeitverlängerung wollten wir dafür sorgen, dass AKW stillgelegt werden. Gelungen ist das – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern – nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011. Hundertausende gingen über Monate immer wieder auf die Straße, bis die Bundesregierung acht Reaktoren endgültig vom Netz nahm. Überall entstanden neue Anti-Atom-Initiativen. In dieser Zeit arbeiteten im .ausgestrahlt-Büro bis zu 23 Menschen.

Jetzt stehen die Anti-Atom-Bewegung und damit auch .ausgestrahlt vor neuen Herausforderungen: Wir wollen, dass auch die neun AKW, die nach Angela Merkel noch bis zu zehn Jahren in Betrieb bleiben sollen, schon jetzt stillgelegt werden. Wir wollen das Atommüll-Lager im maroden Salzstock von Gorleben verhindern. Wir wollen, dass der Atomausstieg auch international vorankommt.