Rückblicke und Erfolge

Zusammen mit örtlichen Initiativen, Partnerorganisationen und unzähligen AtomkraftgegnerInnen hat .ausgestrahlt bisher schon enorm viel erreicht. Aktionen und Aktivitäten der letzten .ausgestrahlt-Jahre hier im Zeitraffer:

2016

Die Katastrophe von Tschernobyl jährt sich zum 30. und die von Fukushima zum 5. Mal. .ausgestrahlt ruft bundesweit zu Mahnwachen und Protesten auf. Im Sommer stellt die Atommüll-Kommission nach zwei Jahren ihren Abschlussbericht vor. .ausgestrahlt, AG Schacht Konrad und die BI Lüchow-Dannenberg tragen auf der Bundespressekonferenz gemeinsam ihre kritischen Stellungnahmen vor.

  • Kurzübersicht: Aktionen 2016

    11. Januar: Die Atom-Finanz-Kommission besucht das AKW in Obrigheim
    Das AKW ist seit 2005 abgeschaltet und befindet sich mitten im Abriss. Vor dem Tor demonstrieren VertreterInnen örtlicher Bürgerinitiativen gemeinsam mit .ausgestrahlt. Die Botschaft: Wenn die Kommission die Abrisskosten der stillgelegten AKW kalkuliert, dann darf sie dabei keine Billiglösung wie in Obrigheim zugrunde legen! Die Schätzung muss auf Methoden basieren, die für bestmöglichen Strahlenschutz der Bevölkerung sorgen. 

    12. Januar: Neuer .ausgestrahlt-Internetauftritt
    Der neue Internetauftritt von .ausgestrahlt geht online: übersichtliche Struktur, gute Lesbarkeit und jetzt auch auf mobilen Endgeräten besser darstellbar. Neu auf der Seite: „Basis-Argumente gegen Atomkraft“ vermitteln leicht verständlich, was an dieser Art der Stromerzeugung so gefährlich ist.

    Februar: Ausstellung, Broschüre, Großplakat, Kinospot
    Die .ausgestrahlt-Ausstellung „Fukushima, Tschernobyl und wir“ ist fertig – sie wird bundesweit über 100 Mal gezeigt. Die .ausgestrahlt-Broschüre zum Thema muss binnen weniger Wochen drei Mal nachgedruckt werden. Spots in Kinos und Großplakate erinnern daran, dass auch in Deutschland noch immer acht AKW laufen.

    26.-28. Februar: Teilnahme am Fachkongress zu Gesundheitsfolgen 
    Um die wissenschaftliche Aufbereitung der Folgen des Mehrfach-GAUs von Fukushima geht es beim Fukushima-Kongress der Ärzteorganisation IPPNW im Berliner Kongress-Zentrum Urania. .ausgestrahlt ist mit einem gut besuchten Infostand und einem Vortrag dabei. 

    Anfang März: „NIE WIEDER“-Wochen 
    Mahnwachen in über 200 Städten erinnern an die Katastrophe in Fukushima vor fünf Jahren. Tausende fordern, die AKW endlich abzuschalten – damit es nie wieder zu einem Super-GAU kommt. .ausgestrahlt hatte dazu aufgerufen, die Tage rund um den 11. März zu „NIE WIEDER-Wochen“ zu machen und stellt dafür umfassendes Material zur Verfügung. 

    15. März: Verfassungsbeschwerde von E.on, RWE und Vattenfall
    Die AKW-Betreiber wollen sich Entschädigungen für entgangene Gewinne erstreiten, weil die Regierung nach Fukushima die Laufzeitverlängerung zurücknahm. Zum Verhandlungsauftakt in Karlsruhe wehen medienwirksam Anti-Atom-Fahnen vor dem Bundesverfassungsgericht. „E.on, RWE und Vattenfall sind keine Geschädigten, sondern Schadensverursacher. Schaden entsteht nicht durch das Abschalten von Reaktoren sondern durch ihren Betrieb!“, urteilt .ausgestrahlt.

    April: Schrauben locker im AKW Philippsburg
    Kontrolleure tricksen, vorgeschobene Kontrollen finden nicht statt. Nachdem von einer einzigen gebrochenen Schraube in einem einzigen Notstromaggregat die Rede ist, hakt .ausgestrahlt nach – und deckt auf: Mehr als 50 Schrauben an mehreren Dieselgeneratoren sind seit Monaten locker, ohne dass es jemandem aufgefallen wäre. Auch die Ursache des Schraubenbruchs ist unklar. 

    April: 30 Jahre Tschernobyl
    Auch rund um den 30. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl gehen bundesweit tausende AtomkraftgegnerInnen zu Demonstrationen und Mahnwachen auf die Straße und zu vielen weiteren Veranstaltungen. .ausgestrahlt unterstützt mit Materialpaketen und einem Online-Tool zum Selbst-Eintragen von Mahnwachen- und Veranstaltungsterminen.

    27. April: Protest gegen Billig-Ablass für Atomkonzerne 
    Bei der Übergabe des Berichts der Atom-Finanz-Kommission fordern .ausgestrahlt und das Umweltinstitut München: „Keine halben Sachen – volle Nachhaftung für Atomkonzerne“. Gegen einen kleinen „Risikoaufschlag“ will die Kommission die AKW-Betreiber aus ihrer finanziellen Verantwortung für ihren Atommüll entlassen. 

    5. - 15. Mai: Kulturelle Landpartie im Wendland
    Beim großen Widerstandsfest in Gorleben protestieren Zehntausende AtomkraftgegnerInnen dagegen, dass der marode Salzstock weiterhin als Atommülllager im Gespräch bleibt. .ausgestrahlt ist an verschiedenen Orten mit der Ausstellung „Fukushima, Tschernobyl und wir“ sowie jeder Menge Infomaterial zur Brennelemente-Steuer vertreten.

    1. Juni: Keine Steuergelder für neue Reaktoren
    Nachdem ein interner Entwurf der EU-Kommission an die Öffentlichkeit gespielt wurde, demzufolge die Markteinführung neuer Reaktoren subventioniert werden soll, startet .ausgestrahlt gemeinsam mit der europäischen Kampagnen-Plattform Wemove eine Online-Aktion gegen die EU-Atompläne. Mehr als 65.000 Menschen unterschreiben. 

    8. Juni: Keine Dividende für Zechpreller
    E.on versucht mit der Ausgliederung der Konzerntochter Uniper die Haftungsmasse für die Atom-Folgekosten zu verkleinern.  Durch diesen „Kniff“ erhöht sich das Risiko für die SteuerzahlerInnen, nicht nur für den Atommüll sondern auch für den Abriss der E.on-AKW zahlen zu müssen drastisch. Vor dem Eingang der Jahreshauptversammlung fragt .ausgestrahlt mit großen Bannern: „... und wer zahlt die Atommüll-Zeche?“ 

    2. Juli: Energiewende retten-Demo
    Mehr als 8.000 Menschen protestieren in Berlin gegen die geplante EEG-Novelle, die die Energiewende abzuwürgen droht. „AKW abschalten statt Windkraftausbau deckeln!“ fordert .ausgestrahlt und weist in seinem Redebeitrag sowie mit Flyern auf die von CDU und SPD geplante Abschaffung der Brennelemente-Steuer hin. 

    5. Juli: Abschlussbericht der Atommüll-Kommission
    Treckerstau mitten im Regierungsviertel, Atommüllfässer, gelbe X-e und ein großes Banner: „Atommüll-Kommission am Ende – Konflikte ungelöst“. Die Protestaktion von .ausgestrahlt, der AG Schacht Konrad, BI Lüchow-Dannenberg sowie der Bäuerlichen Notgemeinschaft anlässlich der  Vorstellung des Abschlussberichts der vom Bundestag eingesetzten Atommüll-Kommission macht deutlich, dass die Ergebnisse der Kommission weder der versprochene „breite gesellschaftliche Diskurs“ noch ein „belastbarer nationaler Lösungsansatz“ für die möglichst sichere Lagerung radioaktiver Abfälle sind. 
    Bei der  Bundespressekonferenz urteilt .ausgestrahlt-Sprecher Jochen Stay: „Die Empfehlungen sind so vage gehalten, dass damit jeder politisch ausgehandelte Standort legitimiert werden kann“. Tiefer gehende Analysen der Arbeit und der Ergebnisse der Kommission bündelt ein 134-seitiger Reader, der von .ausgestrahlt und anderen Anti-Atom-Initiativen erarbeitet wurde. 

     

    Außerdem:

    Mit Trickfilm und Film gegen Tricks
    Mehr als 50.000 Menschen haben bereits gegen den Wegfall der Brennelemente-Steuer unterschrieben. Damit es noch mehr werden hat .ausgestrahlt ein Erklär-Video produziert. Außerdem wollen wir wissen: Was würdest DU mit den 5 Milliarden machen statt alte und überflüssige AKW zu subventionieren? 

2015

Herausragendes Ereignis in diesem Jahr ist die Abschaltung des AKW Grafenrheinfeld ein halbes Jahr vor dem gesetzlich festgelegten Ende. Zweites großes Thema ist die Debatte um die Folgekosten der Atomkraft – und wer dafür bezahlen muss. Die Anti-Atom-Bewegung trägt wesentlich dazu bei, dass diese Fragen überhaupt öffentlich diskutiert werden und dass es Eon nicht gelingt, seine Atomkraft-Sparte auszugliedern.

  • Kurzübersicht: Aktionen 2015

    8. März: Demo in Neckarwestheim 
    3.000 Menschen demonstrieren in Neckarwestheim zum Fukushima-Jahrestag unter dem Motto „Fukushima – keine Entwarnung“. Aufgerufen hat ein Bündnis, .ausgestrahlt zählt zu den UnterstützerInnen.

    11. März: Bundesweite Fukushima Mahnwachen 
    Rund um den vierten Jahrestag der Atomkatastrophe in Japan am 11. März organisieren Anti-Atom-Aktive in über 200 Städten Mahnwachen für einen sofortigen Atomausstieg. Zu den Protesten ruft .ausgestrahlt auf, organisiert sie teilweise mit und unterstützt mit Materialien.

    14. März: Demo in Düsseldorf 
    Die von einem deutsch-japanischen Bündnis organisierte Demonstration in Düsseldorf richtet sich gegen den Weiterbetrieb der AKW in Deutschland und die Wiederinbetriebnahme der Reaktoren in Japan.

    19. März: Kinostart „Die Reise zum sichersten Ort der Erde“ 
    Bundesweit läuft in der Film „Die Reise zum sichersten Ort der Erde“ in den Kinos an, der der Frage auf den Grund geht: Wohin mit dem Atommüll? .ausgestrahlt organisiert mit örtlichen Initiativen Begleitveranstaltungen und versorgt Kino-BesucherInnen mit Infomaterial. 

    30. März: Symbolische Ostereier-Aktion vor Eon Zentrale
    Mit einer symbolischen Aktion und über 100 Atommüll-Eiern protestieren AktivistInnen vor der Eon-Zentrale gegen deren geplante Abspaltung des Atomgeschäfts.

    26. April: Bundesweiter Protest am Tschernobyl Jahrestag
    Fessenheim, Philippsburg, Brokdorf – vor allem auf diese drei AKW-Standorte konzentrieren sich die Anti-Atom-Proteste zum 29. Tschernobyl-Jahrestag. Tausende Menschen gehen auf die Straße. .ausgestrahlt unterstützt mit Aufrufen und Materialien

    7. Mai: Protest vor Eon-Hauptversammlung in Essen
    Die Eon-AktionärInnen werden von großen .ausgestrahlt „Sag mal, Eon...“-Transparenten empfangen. Außerdem bekommen sie unser satirisches Eon-Infomaterial in die Hand gedrückt. .ausgestrahlt-Sprecher Jochen Stay kann für die kritischen AktionärInnen in der Hauptversammlung reden und kritisiert die geplante Aufspaltung.

    9. Mai: Fachtagung Stilllegung AKW Grafenrheinfeld
    Auf der von .ausgestrahlt unterstützten Fachtagung diskutieren die örtlichen Bürgerinitiativen über Gefahren und Probleme bei dem bevorstehenden Abriss des Meilers.

    22. Mai: Kulturelle Widerstandspart(ie)y 
    .ausgestrahlt beteiligt sich an der Kulturellen Widerstands-Part(ie)y bei den Atomanlagen in Gorleben, veranstaltet von der BI Lüchow-Dannenberg und den AusstellerInnen der „Kulturellen Landpartie“. 8.000 Menschen feiern und protestieren mit.

    31. Mai: AKW-Abschalt-Fest in Schweinfurt
    Weil das AKW Grafenrheinfeld endlich abgeschaltet wird, feiern über 10.000 Menschen auf dem Marktplatz von Schweinfurt ein großes Abschaltfest. .ausgestrahlt-Sprecher Jochen Stay ist als Redner mit dabei. 

    20. Juni: Atommüll Tagung 
    Die Atommüll-Kommission lädt zum sogenannten „Bürger-Dialog“ nach Berlin.  .ausgestrahlt und die BI Lüchow-Dannenberg demonstrieren vor dem Veranstaltungsort gegen diese Beteiligungssimulation und organisieren parallel eine eigene Veranstaltung: „Atommüll ohne Ende Teil II“. 

    4.-7. Juni: Kirchentag in Stuttgart 
    Auf dem evangelischen Kirchentag in Stuttgart ist .ausgestrahlt mit einem Infostand vertreten und lädt zu einer Foto- und Mitmachaktion zum Thema Atommüll und „Bad Bank“ ein.

    26. Juni: Stromrebell
    .ausgestrahlt-Sprecher Jochen Stay wird von den Schönauer Energie-Initiativen und der Stadt Schönau/Schwarzwald zum „Stromrebell des Jahres 2015“ gekürt. 

    15. September: Keine Dividenden mehr!
    Angesichts einer von Wirtschaftsprüfern bescheinigten möglichen Finanzierungslücke für die Folgekosten der Atomkraft von 30 Milliarden Euro fordert .ausgestrahlt, die Stromkonzerne sollen die Zahlung von Dividenden an ihre AktionärInnen einstellen.

    5. November: Unterschriftenübergabe an die Atom-Finanz-Kommission in Berlin
    Zusammen mit dem Umweltinstitut München übergibt .ausgestrahlt über 134.000 Unterschriften der Aktion „Keine Bad Bank für AKW“ den Vorsitzenden der neuen Atom-Finanz-Kommission, Jürgen Trittin und Matthias Platzeck. 

    27. November: Massenbeschwerden gegen Subventionen für AKW Hinkley Point 
    Gemeinsam mit den Elektrizitätswerken Schönau (EWS) und vielen anderen Organisationen hatte .ausgestrahlt zur Beschwerde an die EU-Kommission aufgerufen, weil diese Subventionen des britischen Staates für einen AKW-Neubau bewilligt hat. 179.065 Menschen machen mit. 1,8 Tonnen Beschwerdebriefe gehen in Postsäcken auf die Reise von Freiburg nach Brüssel.

    17. Dezember: 70 Prozent meinen, die Atom-Konzerne sollen zahlen
    In einer von .ausgestrahlt in Auftrag gegebenen repräsentativen Emnid-Umfrage erklären 70 Prozent der Bevölkerung, die AKW-Betreiber sollen die Folgekosten der Atomkraft alleine zahlen. 


    weitere Aktionen: 

    Postkartenaktion an NRW-Grüne 
    Tausende Protestpostkarten, die dem .ausgestrahlt-Rundbrief beilagen, landen im Briefkasten des Landesvorstands der Grünen in NRW. „Wir exportieren Atommüll – und Du?“ heißt es darauf im Stil eines Grünen-Wahlplakats. Die Grünen reagieren und sprechen sich klar gegen die geplanten Atommüll-Exporte von Jülich in die USA aus.

    Atommülltour mit Jochen Stay 
    .ausgestrahlt-Sprecher Jochen Stay informiert auf seiner fortlaufenden Atommüll-Infotour in verschiedenen deutschen Städten. Er spricht über seine Erfahrungen als Beobachter der Atommüll-Kommission und macht Mut, sich in die Atommüll-Debatte aktiv einzumischen.

    Eon Satire
    Die „Sag mal, Eon“-Satire mit den Motiven „Anna“ und „Fynn“ erscheint als Flyer, Postkarte, Plakat, sowie als Internet-Banner und schließlich auch als Film. Die Spots erreichen im Internet über 24.000 Klicks. Zahlreiche Kinos zeigen sie in ihrem Vorprogramm. Die erste Auflage der Postkarten ist binnen eines Tages im Shop ausverkauft. 

2014

Welche Dimension hat das Atommüll-Desaster in Deutschland? Was passiert mit Gorleben? Und welche Möglichkeiten gibt es, beim Thema Atommüll einen gesellschaftlichen Konsens zu finden? 2014 stehen diese Fragen ganz besonders im Fokus. Außerdem organisiert das von .ausgestrahlt initiierte Bündnis „Energiewende retten“ weitere Massenproteste.

  • Kurzübersicht: Aktionen 2014

    16. Januar: Atomlobby raus aus der Atomaufsicht
    Unsere Kampagne von 2009 hat endlich Erfolg. Damals unterschrieben 11.529 Menschen auf Initiative von .ausgestrahlt: „Atomlobby raus aus der Atomaufsicht“ und forderten damit die Absetzung des Atomlobbyisten Gerald Hennenhöfer als obersten staatlichen Atomaufseher. Jetzt wird er von der neuen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) entlassen.

    14. Februar: Aktion vor dem Bundesumweltministerium
    In Berlin treffen sich die UmweltministerInnen von Bund und Ländern, um über die Castor-Transporte zurück nach Deutschland zu sprechen. Die Forderung der AktivistInnen vor der Tür ist einfach: „Hört auf mit dem Müll!“

    26. Februar: Veröffentlichung „Geheimliste“ Atommüllkommission 
    .ausgestrahlt veröffentlicht die seit einem halben Jahr unter Verschluss gehaltene Liste der acht Männer, die als „unabhängige Wissenschaftler“ in die Kommission berufen werden sollen: In Teilen ein Who-is-Who der Atomlobby. 

    6. März: .ausgestrahlt-Studie: AKW Grafenrheinfeld ist überflüssig
    Nachdem die bayerische Wirtschaft gegen das Abschalten des AKW Grafenrheinfeld kämpft, belegt .ausgestrahlt mit einer Studie, das der Reaktor für die Stromversorgung nicht mehr benötigt wird.

    10. März: Umfrage zum Vertrauen beim Thema Atommüll
    .ausgestrahlt veröffentlicht die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, wonach atomkritische WissenschaftlerInnen und Umweltverbände das mit Abstand größte Vertrauen in der Bevölkerung in Sachen Atommüll genießen.

    10. und 11. März: Bundesweite Fukushima-Mahnwachen
    In Erinnerung an die Reaktorkatastrophe von Fukushima finden über 240 Mahnwachen im ganzen Land statt. Die Forderung: Alle Atomkraftwerke abschalten!

    22. März: Energiewende-Demo in sieben deutschen Landeshauptstädten
    In sieben Landeshauptstädten gehen rund 30.000 Menschen auf die Straße. Sie fordern den  Ausstieg aus Atom- und Kohlekraft und einen zügigen Umstieg auf erneuerbare Energien.

    28. März: Umfrage: Mehrheit in Bayern will Aus für AKW Grafenrheinfeld
    Eine repräsentative Emnid-Umfrage belegt: Nur 26 Prozent der bayerischen Bevölkerung will eine Laufzeitverlängerung für das AKW Grafenrheinfeld. Selbst unter den AnhängerInnen der CSU sind nur 33 Prozent für den Weiterbetrieb.

    28. und 29. März: Atommüllkongress der Umweltverbände und Initiativen in Berlin
    .ausgestrahlt organisiert gemeinsam mit vielen anderen einen Atommüllkongress in Berlin: „Atommüll ohne Ende“. Über 200 Teilnehmende aus Bewegung, Verbänden, Politik, Behörden, Wissenschaft, Kirchen, Gewerkschaften und Atomwirtschaft nehmen dabei auch die vom Endlagersuchgesetz bisher komplett ausgesparten Probleme in den Blick, etwa die der unzähligen Zwischenlager bundesweit.

    26. April: Protest- und Kulturmeile am AKW Brokdorf
    Am 28. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl fordern wir mit einer Protest- und Kulturmeile rund um das Kraftwerksgelände des AKW Brokdorf, dieses und alle anderen AKW endlich abzuschalten. Organisiert wird die Protestveranstaltung von einem Bündnis, an dem auch .ausgestrahlt beteiligt ist.

    10. Mai: Energiewende-Demo in Berlin, zu Lande und zu Wasser
    120 bunt geschmückte Boote füllen am 10. Mai den Spreebogen zwischen Reichstag und Bundeskanzleramt. „Energiewende nicht kentern lassen!“ lautet die Botschaft der Land-und-Wasser-Demonstration: 12.000 Menschen säumen die Ufer und ziehen im Anschluss durchs Regierungsviertel. Unzählige Anti-Atom-Fahnen flattern.

    29. Mai - 9. Juni: .ausgestrahlt auf der „Kulturellen Landpartie“
    Mit Plakaten und Infografiken an zahlreichen Scheunentoren im Wendland informiert .ausgestrahlt zehntausende BesucherInnen der „Kulturellen Landpartie“ über den Atommüllkonflikt und die Atommüllkommission. Im Gasthof Meuchefitz ist zudem die .ausgestrahlt-Fotoausstellung „Was wäre, wenn...“ zu den Auswirkungen eines Super-GAUs zu sehen

    14.-22. Juni: Bad-Bank Aktionswoche
    Die Atomindustrie in Deutschland versucht die Kosten für den Rückbau der AKW und die Lagerung des Atommülls an den Staat weiterzureichen – obwohl sie diese laut Gesetzt selber tragen müssen. Auf Initiative und unterstützt von .ausgestrahlt organisieren AtomkraftgegnerInnen in vielen Städten Aktionen und Infostände zum Thema.

    21. September: Riesenmosaik aus Postkarten in Jülich
    Mehr als 5.000 Protestpostkarten bilden das Riesen-Mosaik, das .ausgestrahlt am 21. September bei einer Demonstration vor den Toren des Forschungszentrums Jülich (FZJ) aufbaut. Tausende UnterzeichnerInnen fordern: „Stoppt den Atommüll-Export!“.

    21.-26. September: Info-Tour mit US-Bürgerinitiative „Savannah River Site Watch“
    Auf Einladung von Anti-Atom-Initiativen in Nordrhein-Westfalen, dem BUND NRW und .ausgestrahlt kommt Tom Clements von der Umwelt-Organisation „Savannah River Site Watch“ im September zu einer einwöchigen Infotour nach Deutschland.

    September bis Dezember: Atommüll-Infotour 
    Initiiert von .ausgestrahlt finden in verschiedenen Städten Informationsveranstaltungen zum Thema Atommüll mit .ausgestrahlt-Sprecher Jochen Stay statt. 

    19. November: Protestaktion gegen geplanten Atommüllexport in Jülich und Bonn
    Am 19. November 2014 tagt der Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich. AktivistInnen demonstrieren, ausgestattet mit Atommüllfässern, Schildern und Strahlenschutzanzügen vor den Toren. KlettererInnen hängen ein Transparent quer über die Zufahrtsstraße.

    21.-23. November 2014: Infostand auf Grünen-Parteitag
    In Hamburg nutzt .ausgestrahlt die Gelegenheit, auf dem Grünen-Parteitag für den Stopp der Pläne zum Atommüll-Export zu werben. Für große Aufregung sorgt dabei das Satire-Poster „Wir exportieren Atommüll – und Du? Grüne NRW“

     

    sonstiges:

    Unterschriftensammlung: Atommüll-Export stoppen
    .ausgestrahlt sammelt bis Jahresende über 8.000 Unterschriften gegen die geplanten Castor-Transporte von Jülich in die USA.

    Unterschriftenaktion „Bad Bank für AKW? - Wir zahlen nicht für euren Müll!“
    .ausgestrahlt und das Umweltinstitut München starten die Kampagne „Bad Bank für AKW? - Wir zahlen nicht für euren Müll!“ Über 130.000 Menschen schließen sich dieser Forderung an.

2013

Im Jahr der Bundestagswahl zeigt .ausgestrahlt mit vielfältigen Aktionen, dass der Atomausstieg schneller gehen kann und muss, als 2011 vom Bundestag beschlossen. Der vorläufige Stopp der Castor-Transporte nach Gorleben wird gesetzlich festgeschrieben.

  • Kurzübersicht: Aktionen 2013

    Januar: Umfrage zum Ausstiegstempo
    Eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag von .ausgestrahlt zeigt Ende Januar: 51 Prozent der Bevölkerung geht der Atomausstieg zu langsam.

    Februar: .ausgestrahlt-Blogs gestartet
    Mehr Infos, mehr Meinung, mehr Einordnung bieten seit Anfang Februar die Blogs von .ausgestrahlt. AutorInnen aus dem .ausgestrahlt-Team, fachkundige JournalistInnen und ExpertInnen aus der Anti-Atom-Bewegung schreiben, kommentieren, erläutern und vertiefen hier, was sich in Sachen Atom und Energiewende alles tut.

    9. März: Menschenkette um das AKW Grohnde
    20.000 AtomkraftgegnerInnen simulieren mit über 200 Aktionen auf einer 350 Kilometer langen Aktions- und Menschenkette rings um das AKW Grohnde eine Atom-Katastrophe: Sie markieren die „Sperrzone“, leiten PassantInnen durch Dekontaminierungsschleusen, verteilen „Jodtabletten“, messen Gemüse aus und suchen „vermisste“ Angehörige. .ausgestrahlt unterstützt mit vielfältigem Material. 

    11. März: Mahnwachen zum Fukushima Jahrestag
    In 201 Orten kommen am Montagnachmittag und -abend insgesamt etwa 9.200 Menschen zusammen. Sie erinnern an die unermesslichen Gefahren durch Atomenergie, an das Leid der Menschen in Japan und verlangen einen schnellen Atomausstieg.

    8. April: Twitter-Aktion 
    Peter Altmaier will sein Gesetz zur Endlagersuche durchsetzen. Daraufhin fordern auf Initiative von .ausgestrahlt hin hunderte Twitter-User Peter Altmaier mit einem Tweet unter dem Hashtag #endlagersuchgesetz dazu auf, die Verabschiedung des Gesetzes zurückzustellen.

    14. April: SPD-Parteitag
    Beim SPD-Parteitag am 14. April in Augsburg zeigt .ausgestrahlt mit einem Infostand in der Halle Präsenz: und streitet für ein besseres Verfahren im Umgang mit dem Atommüll. 

    19. April: Besuch des Ministerpräsidenten im Wendland
    Jochen Stay konfrontiert in einem Vortrag den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil und seinen Umweltminister Stefan Wenzel bei ihrem Besuch im wendländischen Lüchow mit ihren Versprechen zur Endlagersuche und dem, was tatsächlich im Gesetzesentwurf steht. 

    2.-25. April: Bring Turnschuhe zu den Grünen – damit sie Tempo machen
    „Grüne, zieht die Turnschuhe wieder an“, fordert .ausgestrahlt – unter anderem mit einer Aktion beim Bundesparteitag am 26. April und einer großen taz-Anzeige. Am Ende muss die Parteispitze dem Druck der Bewegung nachgeben und sich zumindest im Wahlprogramm zu einem schnelleren Ausstieg bekennen.

    21. April: Demonstrationen am AKW Brokdorf und am AKW Grafenrheinfeld
    Anlässlich des bevorstehenden 27. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl demonstrieren rund 4.000 Menschen an den AKW-Standorten Brokdorf und Grafenrheinfeld für einen schnelleren Atomausstieg. 

    1.-5. Mai: Evangelischer Kirchentag in Hamburg
    Viel Zustimmung erntet .ausgestrahlt auf dem evangelischen Kirchentag in Hamburg für die Forderung „Mehr Tempo beim Atomausstieg!“. .ausgestrahlt erklärt am Infostand, auf Plakaten und in unzähligen Gesprächen, was jede/r Einzelne tun kann. 

    22. Mai: Geheimer Plutonium-Transport aufgedeckt
    Mitten durch Hamburg rollt ein Transport mit plutoniumhaltigen MOX-Brennelementen für das AKW Brokdorf. .ausgestrahlt deckt die geheime Fracht auf. Die Presse in Norddeutschland berichtet daraufhin breit über die Gefahren.

    31. Mai: Bürgerforum fast ohne BürgerInnen 
    Mehr als 140 Bürgerinitiativen und Umweltverbände boykottieren das als „Bürgerbeteiligung“ angepriesene „Forum Standortwahlgesetz“. Darunter auch die Initiativen aller 17 Standorte in Deutschland, an denen bereits größere Mengen hochradioaktiven Atommülls lagern. .ausgestrahlt macht diese nichtanwesenden Initiativen und Verbände auf großen Plakaten vor der Eingangstür sichtbar.

    8.-15. Juni: Aktionstage zum Katastrophenschutz
    Um zu zeigen, dass die Bedrohung durch die verbliebenen Atomkraftwerke weiter real ist und es keinen Schutz der Bevölkerung im Falle eines atomaren Unfalls gibt, ruft .ausgestrahlt in der Woche vom 8. bis 15. Juni 2013 zu bundesweiten Katastrophenschutz-Aktionstagen auf: Daraufhin machen in ganz Deutschland Gruppen mit kreativen Aktionen das Risiko eines atomaren Super-GAU sichtbar. 

    28. Juni: Atommüllfässer vor dem Bundestag 
    Am 28. Juni wird das Endlagersuchgesetz allen Protesten zum Trotz verabschiedet. Vor dem Bundestag macht .ausgestrahlt mit einem Berg aus Atommüllfässern deutlich: „Politik einig – Konflikt ungelöst“.

    Juni: Gutachten zur Gefahr von Flugzeugabstürzen auf AKW
    Im Auftrag von .ausgestrahlt analysiert Ex-Atomaufseher Dieter Majer in einer gutachterlichen Stellungnahme, wie sicher die neun noch laufenden AKW gegen Flugzeugabstürze sind. Sein erschreckendes Ergebnis: Kein einziges würde dem Aufprall eines Passagierflugzeuges standhalten.

    5. Juli: Protest vor dem Bundesrat 
    Weil im Endlagersuchgesetz der Export von Atommüll nicht ausgeschlossen wird, sammelt .ausgestrahlt in zwei Tagen 4.942 Unterschriften. Zudem demonstrieren AtomkraftgegnerInnen am 5. Juli vor dem Bundesrat gegen die Verabschiedung des Gesetzes.

    20.-27. Juli: Protestmarsch Brokdorf-Hamburg
    Mit einem Protestmarsch vom AKW Brokdorf bis Hamburg machen AtomkraftgegnerInnen vom 20. bis 27. Juli auf die Krebsgefahr durch die radioaktiven Emissionen des Reaktors aufmerksam. Die Aktion organisiert .ausgestrahlt zusammen mit der Anti-Atom-Initiative Pinneberg, der Initiative „Brokdorf akut“ sowie der Göttinger Anti-Atom-Initiative.

    24. / 25. August: Umrundung in Gorleben
    24 Stunden lang umrunden rund 800 AtomkraftgegnerInnen am 24. und 25. August die Atomanlagen in Gorleben – zu Fuß, auf dem Rad, zu Pferde und mit Traktoren. „Wir haben den längeren Atem“ warnen sie all jene, die Gorleben via Endlagersuchgesetz nun doch zur Atommüllkippe machen wollen. .ausgestrahlt ist mit einem Infostand und großen Info-Plakaten zu Gorleben dabei.

    14. September: Proteste an vielen Orten
    .ausgestrahlt unterstützt die Sternfahrten, Umzingelungen und Demonstrationen in Grohnde, Biblis, Duisburg, Braunschweig und Metz gegen den Weiterbetrieb und für den Rückbau von Atomanlagen. Insgesamt gehen dabei mehrere tausend Menschen auf die Straße.

    27. September: Protest vor SPD-Konvent
    Auf einem Parteikonvent berät die SPD über mögliche Sondierungsgespräche mit der Union für eine Große Koalition. .ausgestrahlt ist zusammen mit Berliner AktivistInnen vor Ort und fordert: „Mehr Tempo beim Atomausstieg!“

    23. Oktober: Energiewende nicht ausbremsen
    Mehr als 200 Menschen versammeln sich am Nachmittag in Berlin. Sie ziehen joggend oder radelnd zur CDU-Parteizentrale, wo Union und SPD gerade ihre erste Verhandlungsrunde beenden. Ihre Botschaft: „Energiewende nicht ausbremsen!“ .ausgestrahlt organisiert den Protest-Auftakt gemeinsam mit anderen Initiativen.

    Oktober: Plakataktion in Berlin 
    93 SpenderInnen ermöglichen eine Aktion mit zahlreichen Großplakaten im Berliner Regierungsviertel zur Forderung nach einer schnelleren Atomausstieg.

    31. Oktober: Postkartenaktion
    .ausgestrahlt bringt 10.000 unterschriebene Postkarten zu den Verhandlungen von Union und SPD zur Energiepolitik. Auf den Karten wird gefordert: „1 ist nicht genug! Mehr Tempo beim Atomausstieg!“, da in der neuen Legislaturperiode laut Atomgesetz nur ein AKW abgeschaltet werden soll. Die aufgefädelten Karten ergeben eine Installation, die vor dem Bundesumweltministerium in Berlin aufgebaut wird.

    16. November: Luftballon-Aktion an sechs AKW-Standorten
    Organisiert von örtlichen Initiativen an sechs AKW-Standorten rücken AktivistInnen mit dem Start riesiger Luftballon-Wolken die Gefahren der noch laufenden Reaktoren ins Bewusstsein. .ausgestrahlt ruft mit dazu auf. Die Aktion verdeutlicht, wie weit Luftballons und somit auch radioaktive Partikel fliegen können: An diesem Tag zwischen 25 und 480 Kilometer. 

    20.-21. November: Eil-Aktion zu Koalitionsverhandlungen
    .ausgestrahlt startet eine Eil-Aktion: Fast 900 Menschen fordern die SPD-Verhandlungsführenden der Koalitionsverhandlungen am 20. und 21. November per E-Mail und Twitter dazu auf, nicht nachzugeben. 

    23. November: Fachtag zum juristischen Vorgehen gegen AKW
    In Göttingen erörtert .ausgestrahlt mit VertreterInnen nahezu aller AKW-Standorte, ob und wie man gegen Zwischenlager oder Reaktoren juristisch vorgehen kann.

    22.-24. November: Filmabende  „Die 4. Revolution - Energy Autonomy“ 
    An diesem Wochenende finden als Mobilisierung zur Energiewende-Demo am darauffolgenden Samstag an über 1.700 Orten private Filmabende statt, bei denen der aufrüttelnde Dokumentarfilm „Die 4. Revolution - Energy Autonomy“ von Carl-A. Fechner angeschaut wird. Aufgerufen haben Campact und .ausgestrahlt.

    30. November: Energiewende-Demo in Berlin
    Zur Energiewende-Demo gehen 16.000 Menschen in Berlin auf die Straße. Sie wollen ein Ausbremsen der Energiewende verhindern und stattdessen alle noch laufenden AKW schneller abschalten, Braunkohletagebaue stoppen, Fracking untersagen und den schnellen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien sichern.

    5. Dezember: Innenministerkonferenz in Osnabrück
    Die Ausweitung der Evakuierungszonen und andere Konsequenzen aus Fukushima stehen auf der Tagesordnung der Innenministerkonferenz am 5. Dezember in Osnabrück. Mit AtomkraftgegnerInnen aus der Region demonstriert .ausgestrahlt vor dem Tagungshotel. 

     

    sonstiges:

    Animationsfilm zum Atomausstieg: „Sitzen wir im falschen Bus?“
    Mit diesem Trickfilm nimmt .ausgestrahlt Merkels halben Atom-Ausstieg aufs Korn. 

    Animationsfilm zu Atomgefahren und katastrophalem Schutz
    Mit dem Animationsfilm „Das bisschen Atomkraft“ erinnert .ausgestrahlt daran, dass die von den AKW ausgehenden atomaren Gefahren, allen Ausstiegsbeschlüssen zum Trotz, noch immer nicht gebannt sind. Der Film zeigt auch auf, wie machtlos der Katastrophenschutz bei einem schweren Atomunfall tatsächlich wäre. 

    Unterschriftensammlung gegen MOX-Transporte
    .ausgestrahlt startet eine Unterschriftenaktion gegen den Transport von MOX-Brennelementen. Mehr als 4.000 Menschen unterstützen mit ihrer Unterschrift die Forderung, Produktion, Transport und Einsatz von Plutonium in AKW zu stoppen.

2012

Anlässlich des ersten Fukushima-Jahrestages gehen bundesweit mehr als 50.000 Menschen auf die Straßen. .ausgestrahlt streitet besonders intensiv für das Abschalten des AKW Brokdorf.

  • Kurzübersicht: Aktionen 2012

    9. Februar: Protest vor dem Atommüll-Treffen
    UmweltministerInnen  von Bund und Ländern verhandeln in Berlin erneut über die Suche nach einem Atommüll-Lager. Und wieder droht Gorleben das Schicksal als endgültiges Atom-Klo. .ausgestrahlt protestiert gemeinsam mit anderen Initiativen dagegen

    11. Februar: Fukushima-Mahnwachen
    Die japanische Anti-Atom-Bewegung hat den 11. Februar, elf Monate nach Fukushima, zum Protesttag erkoren. .ausgestrahlt ruft dazu auf, den japanischen Protest mit lokalen Mahnwachen zu unterstützen. An 151 Orten in ganz Deutschland gehen über 7.000 Menschen auf die Straße.

    11. März: Großdemonstrationen zum Fukushima-Jahrestag
    Bei mehreren Großaktionen bundesweit protestieren 50.000 Menschen gegen Atomenergie und erinnern damit eindrucksvoll an die Reaktorkatastrophe im japanischen AKW Fukushima. 

    28. April: Demonstration und „Kulturelle Umzingelung“ in Gorleben
    144 Trecker und 3.000 Menschen umzingeln das Bergwerk in Gorleben um den VerhandlerInnen um das Endlagersuchgesetz in Berlin zu erklären: Wird der völlig ungeeignete Salzstock Gorleben nicht endlich als Standort gekippt, dann wird auch der Protest und Widerstand im Wendland ungebrochen weitergehen. .ausgestrahlt ist mit einer riesigen „weißen Landkarte“ dabei, die zeigt, dass das Gerede vom Neustart in Sachen Atommüll nicht stimmt: Legt man einen „Atommüll-Ball“ auf die Karte, rollt dieser immer nach Gorleben. 

    17.-28. Mai: „Kulturelle Landpartie“
    Mehr als 600 KünstlerInnen und HandwerkerInnen aus dem Wendland öffnen ihre Hoftore zur „Kulturellen Landpartie“. .ausgestrahlt ist mit einer Ausstellung in Salderatzen vertreten und macht mit Großplakaten im ganzen Landkreis auf das Atommüllproblem aufmerksam.

    22. Mai: Protestaktion bei „Jahrestagung Kerntechnik“ in Stuttgart
    Am Vormittag werden die TagungsteilnehmerInnen mit einer Protestaktion vor der Halle begrüßt. Am Abend gibt es eine Demonstration in der Stuttgarter Innenstadt mit großer Kundgebung auf dem Schlossplatz. .ausgestrahlt ruft mit auf.

    6.-8. Juni: Twitter-Gewitter für Peter Altmaier
    Hunderte Twitter-User schicken Peter Altmaier diese Nachricht: "Lieber @peteraltmaier, warum wollen Sie mich 10 weitere Jahre dem Risiko eines Super-GAU aussetzen?". Eine Erinnerung daran, dass der Atomausstieg in Deutschland noch lange nicht vollzogen ist und wir bis Ende 2022 täglich weiterhin mit dem Risiko leben müssen. 
    16. Mai -14. Juni: Koalitionsverhandlungen in Schleswig-Holstein
    Zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen in Kiel überreicht .ausgestrahlt einen Forderungskatalog. Der Druck zeigt Wirkung: Im Koalitionsvertrag finden sich viele der Forderungen wieder. Unter anderem bekennt sich die neue Landesregierung zu dem Ziel, das AKW Brokdorf schneller abschalten zu wollen. 

    29. Juli: Soli-Aktionen mit japanischen AtomkraftgegnerInnen
    10.000 Menschen umzingeln am 29. Juli das Parlamentsgebäude in Tokio als Protest gegen das Wiederanfahren zweier Reaktoren. In vielen Ländern gibt es Solidaritätskundgebungen, auch in Deutschland fordern hunderte DemonstrantInnen nach einem Aufruf von .ausgestrahlt und örtlichen Initiativen in Frankfurt und Berlin „Sayonara Genpatsu – Auf Wiedersehen, AKW!“.

    Ab 20. August: Brokdorf-Doku „Das Ding am Deich“ in den Kinos
    Der preisgekrönte Dokumentarfilm über den Widerstand gegen das AKW Brokdorf, „Das Ding am Deich“, läuft durch die Unterstützung von .ausgestrahlt und vieler örtlicher Initiativen in zahlreichen Kinos. Für die ZuschauerInnen gibt es Infomaterial. In vielen Kinos finden Diskussionsveranstaltungen nach dem Film statt.

    Oktober: Fotoausstellung: „Brokdorf, Tschernobyl: Was wäre wenn...“
    Die .ausgestrahlt-Fotoausstellung „Was wäre, wenn ...“ geht in Deutschland auf Tour (die Jahre andauern wird). In 70 berührenden Fotografien Alexander Neureuter, aufgenommen in Brokdorf, Norddeutschland und Tschernobyl, zeigt sie eindrücklich, welche Auswirkungen ein schwerer Atomunfall auf die Region und sogar ganz Europa haben könnte. Zur Ausstellung erscheint auch ein Bildband.

    3. November: Proteste gegen MOX-Transport nach Grohnde
    Der Transport plutoniumhaltiger MOX-Brennelemente ins AKW Grohnde stößt auf massiven Widerstand. Mehr als 700 Menschen verlangen auf einer Demo in Grohnde einen Stopp der Lieferung. ausgestrahlt unterstützt die Protestierenden unter anderem mit einer SMS- und E-Mail-Alarmkette.

    5.-11. November: Bundesweite Aktionswoche „Rette sich wer kann“
    Auf Initiative von .ausgestrahlt machen an über 60 Orten AtomkraftgegnerInnen auf die Folgen eines schweren Atomunfalls aufmerksam und legen offen, wie wenig Schutz die Katastrophenschutzmaßnahmen tatsächlich bieten.

    10. Dezember: Gegenwerbung 
    „EEG stoppen – sonst scheitert die Energiewende“ plakatiert die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft zum Jahresende 2012 in Deutschlands Bahnhöfen. Gemeinsam mit Campact geben wir öffentlich Contra: Grafisch angelehnt an die Lobby-Propaganda werben wir zwei Wochen lang in Hauptbahnhöfen für eine Energiewende mit Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG.

     

    sonstiges:

    Aktionen: AKW Brokdorf muss weg!
    Besonders gefährlich, besonders störanfällig, besonders unnötig – das ist das AKW Brokdorf. Doch beim Atomausstieg wurde es vergessen. Die Regierung will den Reaktor noch bis 2021 laufen lassen, obwohl ein schwerer Atomunfall dort das Leben von Millionen bedroht. Auch die Millionen-Metropole Hamburg müsste gegebenenfalls evakuiert und umgesiedelt werden. Im 2. Halbjahr startet .ausgestrahlt vielfältige Aktivitäten, um auf die Gefahren von Brokdorf hinzuweisen und ein schnelleres Abschalten zu erreichen.

    Unterschriften-Aktion: Nein zu Atom-Subventionen der EU
    Im Jahr 2012 finden die EU-Energieminister keinen Konsens zum Energiefahrplan und Atom-Subventionen. 2013 gibt es den Versuch, AKW-Subventionen über das Wettbewerbsrecht zu erlauben. Über 17.000 Menschen forderten mit Ihrer Unterschrift „Nein zu Atom-Subventionen der EU“.

    Online-Aktion: Gorleben soll leben!
    14.801 Personen unterzeichnen den Aufruf, Gorleben als Standort für ein langfristiges Atommüll-Lager aufzugeben.

2011

Am 11. März havarieren im japanischen Fukushima drei Atomkraftwerke mit katastrophalen Folgen für Mensch und Umwelt. In Deutschland kommt es zu den größten Anti-Atom-Protesten in der Geschichte – über Monate gehen hunderttausende immer wieder auf die Straße. Schließlich werden acht AKW abgeschaltet, die Laufzeitverlängerung von 2010 weitgehend zurückgenommen.

  • Kurzübersicht: Aktionen 2011

    12. Februar: Demo gegen Castor-Transport Karlsruhe – Lubmin
    .ausgestrahlt ruft mit zu den Auftaktdemos in Greifswald und Karlsruhe gegen den Transport von Castoren ins Zwischenlager Nord in Lubmin auf.

    12. März: Menschenkette Neckarwestheim 
    60.000 Menschen bilden am 12. März eine 45 Kilometer lange Menschenkette zwischen dem AKW Neckarwestheim und der Villa Reitzenstein in Stuttgart, dem Dienstsitz des damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU).

    26. März: Größter Anti-Atom-Protest 
    Im Bündnis mit anderen Organisationen organisiert .ausgestrahlt binnen zwei Wochen unter dem Motto „Fukushima mahnt: Alle AKW abschalten“ in den vier Großstädten Berlin, Hamburg, Köln und München mit 250.000 Menschen den größte Anti-Atom-Protest in der Geschichte der Bundesrepublik. 

    25. April: 25 Jahre Tschernobyl: Großproteste 
    Am Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe finden an 12 AKW-Standorten Demos und Sternmärsche statt. Insgesamt 140.000 Menschen gehen auf die Straße.

    16. Mai: Aktion vor dem Bundeskanzleramt 
    .ausgestrahlt und die OrganisatorInnen des Münchner „Tollwood“-Festivals kippen 25.000 Atommüllfässer mit Unterschriften vor das Kanzleramt. Ein Protest gegen den Weiterbetrieb unsicherer AKW.

    28. Mai: Demos in 21 Städten 
    Am 28. Mai fordern mit tatkräftiger Unterstützung von .ausgestrahlt 160.000 Menschen in 21 Städten „Atomkraft Schluss!“. Es wird der zweitgrößte Anti-Atom-Protest der Geschichte. 

    25. Juni: Aktion vor dem Grünen-Parteitag 
    .ausgestrahlt demonstriert vor dem Sonderparteitag der Grünen um diese zu einem „Nein“ zu den schwarz-gelben Atomplänen zu bewegen, nach denen neun AKW weiterlaufen, die meisten bis 2022. 

    26. November: Großdemo in Dannenberg: „Gorleben soll leben“ 
    Zum Auftakt der Proteste gegen den Castor-Transport nach Gorleben organisiert .ausgestrahlt im Bündnis eine Großdemo mit 23.000 TeilnehmerInnen – die zweitgrößte in 35 Jahren Gorleben-Konflikt.

     

    sonstiges:

    Stromwechselkampagne: „Tschüss Vattenfall“ 
    Die Kampagne „Tschüss Vattenfall“ richtet sich gegen die Pläne von Vattenfall, das AKW Krümmel wieder ans Netz zu nehmen. Aufkleber, Flugblätter, Großplakate und ein Kinowerbespot regen zu einem Stromanbieter-Wechsel an. 

    Mahnwachen
    Einen Tag nach der ersten Explosion im AKW Fukushima ruft .ausgestrahlt zu bundesweiten Mahnwachen auf. Binnen weniger Stunden wächst deren Liste auf 450 Orte an. Insgesamt 110.000 Menschen protestieren. Am 21. März verleihen 141.000 AtomkraftgegnerInnen dieser Forderung bei inzwischen 726 Mahnwachen erneut Nachdruck. Auf der .ausgestrahlt-Website können alle Mahnwachen in eine Karte eingetragen werden. 

    Unterschriftensammlung „AKW in die Haftpflicht nehmen“
    .ausgestrahlt startet die Kampagne „Atomkonzerne in die Haftpflicht nehmen!“ und sammelt binnen kurzer Zeit über 40.000 Unterschriften. Die Forderung: AKW müssen eine Haftpflichtversicherung mit unbegrenzter Deckungssumme vorweisen oder sofort abgeschaltet werden. 

2010

Die von der schwarz-gelben Bundesregierung geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke führt zu Massenprotesten. 120.000 bilden eine 120 km lange Menschenkette von Krümmel bis Brunsbüttel. 100.000 fluten in Berlin das Regierungsviertel. 50.000 demonstrieren gegen den Castor-Transport nach Gorleben.

  • Kurzübersicht: Aktionen 2010

    21. Januar: Buchstabenballett
    .ausgestrahlt organisiert ein Buchstabenballett vor dem Bundeskanzleramt: Dutzende DemonstrantInnen mit Pappbuchstaben formen Sprüche wie „Atomrisiko verlängern?“ – „Nein danke!“.

    6. Februar: Demo gegen MOX-Transport 
    Gut 500 Menschen demonstrieren in Hameln gegen den geplanten Transport von plutoniumhaltigen MOX-Brennelementen aus Sellafield (GB) zum AKW Grohnde.

    6.-27. März: AKW-Umzingelung mit dem längsten Anti-Atom-Transparent 
    AtomkraftgegnerInnen aus ganz Deutschland schicken .ausgestrahlt bemalte Stoffbahnen, um das längste Anti-AKW-Transparent daraus herzustellen. Damit umzingeln DemonstrantInnen die AKW Krümmel, Biblis, Neckarwestheim und Brunsbüttel.

    10.-18. April: Aktionswoche: Atomausstieg selber machen 
    Mit der Kampagne „Atomausstieg selber machen“ ruft .ausgestrahlt im Bündnis mit Anti-Atom-Initiativen sowie Umwelt- und Verbraucherorganisationen zu Stromwechsel-Aktionen und Veranstaltungen in vielen Städten und Regionen auf.

    24. April: Aktions- und Menschenkette 
    Initiiert von .ausgestrahlt und organisiert von einem großen Bündnis bilden 120.000 DemonstrantInnen eine Menschenkette zwischen den Pannenreaktoren Brunsbüttel und Krümmel, Länge: 120 Kilometer. Ein sogar aus der Luft sichtbares Zeichen gegen Atomkraft. 

    24. April: Demo in Ahaus und Umzingelung in Biblis
    Gleichzeitig mit der 120km langen Menschenkette demonstrieren 7.000 Atomkraftgegner am Atommülllager in Ahaus. Weitere 20.000 umzingeln das AKW Biblis.

    14. Juli: Stuttgart: Besuch bei Stefan Mappus 
    Gemeinsam mit anderen Anti-Atom-Initiativen besucht .ausgestrahlt den Dienstsitz des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus. Im Gepäck ein Berg „Atommüllfässer“, der vor seinem Amtssitz abgeladen wird. 

    Juli / August: Aktion „Schwarz-Gelb macht nur Müll“ 
    Engagierte AtomkraftgegnerInnen erklären mittels Großplakaten  in vielen Städten die Energiepolitik der Bundesregierung: Höhere Gewinne für die Atomkonzerne, gefährlicher Atommüll für alle. .ausgestrahlt stellt dafür Großplakate, Flugblätter und mehr bereit. 

    7.-15. August: Anti-Atom-Camp im Wendland 
    Mehr als 150 AtomkraftgegnerInnen zwischen 1 und 70 Jahren kommen Anfang August nach Gedelitz zum Anti-Atom-Camp von .ausgestrahlt und X-tausendmal quer. 

    26. August: Merkel-Besuch am AKW Lingen 
    Angela Merkel besucht das AKW Lingen im Emsland und wird von 300 DemonstrantInnen „begrüßt“, die ihre Kungelei mit den Atomkonzernen kritisieren. 

    9. September: Atommüllfässer vor dem Reichstag
    Am 9. September beraten die Fraktionsvorstände von CDU und CSU über längere Laufzeiten für AKW. .ausgestrahlt errichtet eine Mauer aus Atommüllfässern vor dem Reichstag und fordert: „Atomkraftwerke abschalten“.

    18. September: Großdemo „Schluss jetzt“ in Berlin 
    100.000 AtomkraftgegnerInnen fluten das Regierungsviertel. Unter dem Motto „Atomkraft – Schluss jetzt“ zeigt sich mit einem Atommüllberg vor dem Kanzleramt und einer spontanen Besetzung der Stufen vor dem Reichstag ein erster Vorgeschmack auf den wachsenden Widerstandsgeist der Anti-AKW-Bewegung. 

    23. Oktober: Dezentraler Aktionstag gegen Atomtransporte 
    An 120 Orten entlang aller möglichen Castor-Transportstrecken demonstrieren über 20.000 Menschen gegen Atomkraft – von Kleinaktionen bis hin zu einer Demo mit 3.000 TeilnehmerInnen in Hannover. Aufgerufen hatte das Bündnis Castor-Strecken-Aktionstag mit Beteiligung von .ausgestrahlt.

    28. Oktober: Menschenkette
    An diesem Tag entscheidet der Bundestag über die Verlängerungen der AKW-Laufzeiten. Im Bündnis mit Umweltverbänden und Anti-Atom-Initiativen protestiert .ausgestrahlt dagegen mit einer Menschenkette um den Bundestag. 

    6. November: Großdemo und Protest im Wendland 
    Der Beschluss der Bundesregierung, die AKW Laufzeiten zu verlängern, und ein weiterer Castor-Transport nach Gorleben bringen rund 50.000 Menschen nach Dannenberg zur bisher größten Anti-Atom-Demonstration in der Geschichte des Wendlands.

    11. / 18. Dezember: „Tschüss Vattenfall!“-Flashmobs
    Der Opfer eines fiktiven Atomunfalls im AKW Krümmel gedenken am 11. und 18. Dezember mehrere Flashmobs in der Hamburger Innenstadt – ein Teil der von .ausgestrahlt neu gestarteten Kampagne „Tschüss Vattenfall!“.

    11. Dezember: Castor Protest
    Fünf Wochen nach dem Atommüll-Transport nach Gorleben rollen schon wieder Castoren durchs Land, diesmal ins Ostseebad Lubmin. 3.600 Menschen kommen zur Demo nach Greifswald. .ausgestrahlt ruft mit auf.

2009

Der Treck der Bäuerinnen und Bauern aus dem Wendland führt zu einer Renaissance der Anti-Atom-Bewegung: 50.000 demonstrieren in Berlin – so viele wie seit dem Tschernobyl-Jahr 1986 nicht mehr. Nach vielfältigen Aktionen steigt RWE aus dem bulgarischen AKW-Neubauprojekt in Belene aus.

  • Kurzübersicht: Aktionen 2009

    Januar/Februar: .ausgestrahlt-Sprecher Jochen Stay auf Veranstaltungstour 
    Der Vortrag von Jochen steht unter dem Motto „2009: Das Jahr der Entscheidung über die Zukunft der Atomkraft“.

    Februar: Großplakataktion
    Von Atomkraft-GegnerInnen eingereichte Argumente gegen Atomkraft werden von .ausgestrahlt und Campact auf 40 Großplakate gedruckt und hängen zehn Tage lang in Berlin-Mitte auf Plakatwänden – rund um die Wintertagung des Deutschen Atomforums.

    4. Februar: Umzingelung der Tagung des Deutschen Atomforums
    Die Wintertagung des Deutschen Atomforums in Berlin wird von 1.500 AktivistInnen umzingelt.

    2.-8. März: Aktionswoche gegen RWE
    .ausgestrahlt organisiert zusammen mit der Umweltorganisation urgewald eine bundesweite Aktionswoche gegen die Beteiligung von RWE am bulgarischen AKW Belene. RWE macht schließlich einen Rückzieher. 

    26. April: Demo zum Tschernobyl-Jahrestag
    Bundesweit demonstrieren knapp 3.000 Menschen zum 23. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe gegen die weitere Nutzung der Atomenergie. Am AKW Krümmel, in Münster und am AKW Neckarwestheim finden drei Demonstrationen statt. Darüber hinaus gibt es in zahlreichen Städten Veranstaltungen, Mahnwachen und Proteste.

    Juni: E-Mail Protest gegen Wiederinbetriebnahme des AKW Krümmel
    Angeregt von .ausgestrahlt wenden sich über 2.000 Menschen gegen die Wiederinbetriebnahme des in Sicherheitsfragen veralteten AKW Krümmel in Form von E-Mails, Briefen und Postkarten an die schleswig-holsteinische Atomaufsicht.

    5. September: Treck aus dem Wendland – Großdemo in Berlin
    Mehr als 50.000 AtomkraftgegnerInnen demonstrieren in Berlin für einen wirklichen Atom-Ausstieg. Dazu fahren 365 bunt geschmückte Trecker, größtenteils aus dem Wendland, in der Hauptstadt auf. Es ist die größte Anti-Atom-Demonstration seit dem Tschernobyl-Jahr 1986, initiiert von der Bäuerlichen Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg, organisatorisch umgesetzt von einem Bündnis, in das .ausgestrahlt viel Arbeit steckt. Mit Erfolg: Die Anti-Atom-Bewegung ist wieder da. 

    Oktober: Belagerung der Koalitionsverhandlungen 
    Im Oktober organisiert .ausgestrahlt eine 17-tägige Belagerung der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP in Berlin. Fast täglich kommt es zu kleinen und großen Aktionen, die immer wieder in der Tagesschau auftauchen, wenn über die Verhandlungen berichtet wird. Unsere Forderung: AKW vom Netz statt Laufzeitverlängerungen. Immerhin: Die Entscheidung über die Atomkraft wird erst einmal vertagt.  

    Dezember: Bundesweite Störfall-Flashmobs 
    An den vier Advents-Samstagen  kommen jeweils Hunderte Menschen zusammen, um die tödlichen Folgen eines schweren Störfalls in einer Atomanlage in Erinnerung zu rufen. Der Stör-Fall-Mob am 19. Dezember findet zeitgleich in 55 Städten statt. 

     

    sonstiges:

    Unterschriftensammlung „Atomlobby raus aus der Atomaufsicht“
    Anfang Dezember beruft Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) den Juristen Gerald Hennenhöfer zum Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit. Auf diese skandalöse Personalentscheidung reagiert .ausgestrahlt umgehend mit einem offenen Brief an Minister Röttgen und der Forderung, die Berufung Hennenhöfers zurückzunehmen. Bis zum Jahreswechsel unterschreiben mehr als 10.000 Menschen den Brief.

2008

.ausgestrahlt stellt erstmals zwei bezahlte Mitarbeiter ein. In Gorleben deutet sich an, dass der Protest gegen Atomkraft wieder zunimmt.

  • Kurzübersicht: Aktionen 2008

    25. Oktober - 2. November 2008: Atommüll on Tour
    In zehn Städten sind kleine und größere Gruppen aktiv, nutzen das von .ausgestrahlt bereit gestellte Material und stellen „Atommüll-Behälter“ in Fußgängerzonen und öffentlichen Verkehrsmitteln auf, klären über das ungelöste Problem mit radioaktiven Abfällen auf und informieren über den bevorstehenden Castor-Transport nach Gorleben.

    8. November 2008: Protest im Wendland
    16.000 Menschen demonstrieren am 8. November in Gorleben. Für die Demo hat .ausgestrahlt ein „Hausaufgabenheft“ im Hosentaschenformat hergestellt und 6.000 Exemplare an die DemonstrantInnen verteilt. Im Heft werden sechs Möglichkeiten beschrieben, auch zu Hause weiter aktiv zu bleiben.