Aufgedeckt

Deutscher Atommüll in Russland

In Sibirien lagern 20.000 Tonnen Uran aus deutschen AKW

.ausgestrahlt hat aufgedeckt, dass die deutsch-britisch-niederländische Uranfirma Urenco lügt und mehr als 20.000 Tonnen deutscher Atommüll in rostigen Fässern in Russland ablagert. Das abgereicherte Uranhexafluorid wurde seit 1996 aus der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau nach Russland transportiert. Erstmals wurde nun bekannt, welche Dimensionen der Atommüll-Export hat. Durch die illegale Ablagerung wurde den AKW-Betreiber erspart, 150.000 Kubikmeter radioaktive Abfälle in Deutschland zu entsorgen.

[Pressemitteilung 15.10.]  [Pressemitteilung 14.10.]

Uran - der dreckige Atombrennstoff

Der schmutzige Atom-Brennstoff

Die angeblich „saubere“ Atomenergie erzeugt schon am Anfang einen gigantischen Haufen strahlenden Mülls: radioaktiver, giftiger Schlamm, der das Grundwasser bedroht, die Luft verseucht, die Bevölkerung verstrahlt. Die angeblich „umweltfreundliche“ Atomenergie hinterlässt schon vor Produktion der ersten Kilowattstunde „National Sacrifice Areas“, Opferzonen, die radioaktiven Mondlandschaften gleichen. Die angeblich „ungefährliche“ Atomkraft fordert gleich zu Beginn zehntausende von Opfern – ArbeiterInnen, die im radioaktiven Staub von Minen und Gruben ihre Gesundheit oder gar ihr Leben verlieren. Der Grund heißt: Uran.

Kein Atomkraftwerk läuft ohne das radioaktive Schwermetall Uran. Seit Jahrzehnten kann die Fördermenge weltweit den Verbrauch nicht decken. Die Lagerbestände gehen zu Neige. Entsprechend groß ist der Druck, weltweit neue Abbaugebiete zu erschließen. Die Leidtragenden sind in vielen Fällen indigene Bevölkerungsgruppen, auf deren Land das Uran liegt. In der politischen und juristischen Auseinandersetzung um die Abbaurechte ziehen sie oft den Kürzeren. Für die energieverschwendenden Großkraftwerke in anderen Ländern verlieren sie ihre Heimat, büßen sie mit ihrer Gesundheit. Von den Minen bleiben ihnen, von ein paar Jobs abgesehen, vor allem die radioaktiven Emissionen und strahlenden Hinterlassenschaften.

Internationale Bergbaukonzerne profitieren in vielen Fällen von der politisch und wirtschaftlich labilen Lage in den Abbauländern. Arbeitsschutz- und Umweltschutzstandards sind oft haarsträubend niedrig. Viele Minen, aus denen auch das Uran für die hiesigen Atomkraftwerke kommt, dürften hierzulande nie so betrieben werden. Und wie so oft beim Thema Atom bleiben auch beim Abbau der strahlenden Rohstoffe die Folgekosten an der Allgemeinheit hängen.

Wer Leid, Umwelt- und Gesundheitsschäden durch den Uranbergbau verhindern will, der muss vor allem eins: aus der Atomkraft aussteigen. Je schneller, desto besser.

  • Fragen und Antworten zur Herkunft des Urans beantwortet die 32-seitige Argumente-Broschüre im Hosentaschenformat zum Bestellen oder Herunterladen
  • Der Film "Uranium- is it a country?" begleitet das Uran auf seinem Weg aus dem australischen Outback bis in die europäischen Atomkraftwerke

Film "Strahlendes Klima"

Die Jugendinitiative "Strahlendes Klima" hat einen Film über Uranabbau in Australien gedreht. Der knapp einstündige Dokumentarfilm "Uranium- is it a country?" begleitet das Uran auf seinem Weg aus dem australischen Outback bis in die europäischen Atomkraftwerke. Thematisiert werden neben den verheerenden Folgen für Menschen und Umwelt in den Abbauregionen auch Unfälle in den Anreicherungsanlagen in Frankreich.

Der Film ist mit Unterstützung von .ausgestrahlt entstanden und kann nun in vielen Orten gezeigt werden. Hier gibt es Hinweise zur Organistion einer Filmaufführung.

Die DVD mit dem Film kann für eine Kostenbeitrag von 10 Euro bestellt werden.

Der Film kann in voller Länge im Internet angesehen werden. (Das ist die deutsche Fassung - dort ist auch die englische und spanische Fassung verlinkt.)

Zum Thema gibt es von .ausgestrahlt eine Argumente-Broschüre im Hosentaschenformat.