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Fukushima darf nicht vergessen werden

14. Januar 2021
Es schreibt: Jochen Stay

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Lesen, Handeln, Weiterschicken!

Liebe Freund*innen,

der 10. Jahrestag von Fukushima rückt näher. Am 11. März 2011 war Japan einer dreifachen Katastrophe ausgesetzt: ein heftiges Erdbeben, ein gigantischer Tsunami und als Folge die Kernschmelze in drei Reaktorblöcken. Viele Atomkraftgegner*innen sind seither rund um den jeweiligen Jahrestag im März aktiv geworden, um an Fukushima zu erinnern und um dafür einzutreten, dass der Atomausstieg und die Energiewende beschleunigt werden – und dies nicht nur in Deutschland.

In diesem Jahr ist das aufgrund der Corona-Pandemie nicht so leicht möglich. Saalveranstaltungen und große Protest-Versammlungen sind entweder gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Sicherlich wird es trotzdem in einer ganzen Reihe von Orten Mahnwachen geben.

.ausgestrahlt hat sich überlegt, wie die zentrale Botschaft, die von der Fukushima-Katastrophe ausgeht, trotzdem an vielen Orten vermittelt werden kann, gerade jetzt, da manche schon wieder von einer Zukunft mit Atomkraft träumen.

Gemeinsam mit dem Umweltinstitut München will .ausgestrahlt deshalb rund um den Jahrestag in möglichst vielen Orten Großplakatwände mit dem oben gezeigten Motiv bestücken. Damit die Aktion funktioniert, braucht es dreierlei:

1. Großplakatwände sind teuer. Deshalb suchen wir Menschen, die mit einer Spende dazu beitragen wollen, diese bundesweite Aktion zu ermöglichen. Je mehr Geld zusammenkommt, umso mehr Wände können gebucht werden – umso mehr Menschen werden trotz Pandemie-Einschränkungen auf das Thema aufmerksam. Hier kannst Du für die Aktion spenden.

2. Wir suchen Gruppen und Initiativen, die eine Plakatwand in ihrem Ort für eine Aktion nutzen wollen. Bewährt hat sich beispielsweise eine „Enthüllungsaktion“, zu der die Presse eingeladen wird. Mit etwas Glück erscheint das Motiv dann auch in den örtlichen Medien. Wenn Ihr Interesse daran habt, meldet Euch bei meiner Kollegin Carolin Franta: carolin.franta@ausgestrahlt.de

3. Wir wissen nicht, welche Plakatwand in Deinem Ort besonders gut gelegen ist, so dass viele Menschen das Motiv sehen können. Dazu brauchen wir Deine Unterstützung. Wie das genau funktioniert, erfährst Du hier.

Fukushima darf nicht vergessen werden.

Herzliche Grüße
Jochen Stay
und das ganze .ausgestrahlt-Team

Inhalt:

  1. Nachbetrachtungen zum Jahreswechsel
  2. Forderungen zur Bundestagswahl
  3. Aufzeichnungen der Online-Veranstaltungen

1. Nachbetrachtungen zum Jahreswechsel

Noch nie haben so viele Menschen auf einen .ausgestrahlt-Newsletter reagiert wie auf meine Rückschau auf das Jahr 2020 zum Jahreswechsel. Offenbar habe ich einen Nerv getroffen. Die vielen vielen Antwort-Mails haben mich sehr berührt. Sie waren voller Ermutigung, voller Verständnis für unsere Situation, voller Wertschätzung für unsere Arbeit, voller guter Wünsche. Viele haben auch von ihrer eigenen schwierigen Situation berichtet.

Ich werde es nicht schaffen, persönlich auf jede Mail zu reagieren. Deshalb möchte ich, auch im Namen des ganzen .ausgestrahlt-Teams, hier auf diesem Wege allen danken, die mir und uns geschrieben haben. Vereinzelt gab es auch Kritik an Inhalt oder Tonfall der Mail. Auch diese kritischen Worte sind bei mir angekommen.

Sehr erfreulich ist auch, dass die Lücke im Basishaushalt für 2021, von der ich Mitte Dezember in einem Newsletter berichtet habe, inzwischen deutlich geschrumpft ist. Allen Spender*innen und Förder*innen sei gedankt, denn so sind die laufenden Kosten für das neue Jahr schon zu über 90 Prozent gedeckt. Für konkrete Projekte und Aktionen wird .ausgestrahlt allerdings weiter um finanzielle Unterstützung bitten – so wie diesmal für die Großplakat-Aktion zum Fukushima-Jahrestag.

2. Forderungen zur Bundestagswahl

Im September wird ein neuer Bundestag gewählt. Schon in den nächsten Wochen und Monaten erarbeiten die Parteien ihre Wahlprogramme. In der Atompolitik gibt es noch jede Menge Baustellen, die eine zukünftige Bundesregierung gut oder schlecht angehen kann, sei es beim Betrieb der noch laufenden Reaktoren, bei Abriss der abgeschalteten, beim Umgang mit dem Atommüll, in der Forschung, aber auch auf internationaler Ebene. Wie kann die Bundesrepublik auf die Nachbarländer, die Atomkraftwerke betreiben oder sogar neu bauen wollen, Einfluss nehmen?

Was gehört aus der Sicht der Anti-Atom-Bewegten auf die Agenda? Derzeit arbeitet .ausgestrahlt an einem Themen- und Forderungskatalog. Ich wäre dankbar für Hinweise, was aus Deiner Sicht atompolitisch geschehen muss. Schreib mir doch einfach Deine Anregungen, bitte kurz und knapp, an stay@ausgestrahlt.de unter dem Betreff „Bundestagswahl“.

Ich verspreche nicht, alles aufzunehmen, denn wir werden sicherlich Schwerpunkte setzen. Aber ich möchte vermeiden, dass uns wichtige Themen durch die Lappen gehen. Wichtig: es geht nur um Atomenergie-Politik, nicht um Energiepolitik allgemein, nicht um Atomwaffen, nicht um andere Politikfelder. Denn Atomkraft ist das .ausgestrahlt-Spezialgebiet. Um die anderen wichtigen Themen kümmern sich glücklicherweise andere Organisationen.

3. Aufzeichnungen der Online-Veranstaltungen

Pandemiebedingt hat .ausgestrahlt 2020 eine ganze Menge Online-Veranstaltungen durchgeführt. Einige Vorträge haben wir aufgezeichnet, so dass sie Euch weiterhin zur Verfügung stehen. Besonders ans Herz legen möchte ich Dir dreierlei:

Die gemeinsame Reihe des Trägerkreises Atommüllreport, zu der auch .ausgestrahlt gehört, behandelte ganz unterschiedliche Aspekte der Atommüll-Problematik. In der .ausgestrahlt-Reihe „Basiswissen Standortsuche“ habe ich versucht, von Grund auf zu erläutern, worum es sich dabei dreht, wie die Suche ablaufen soll und was ich daran kritisch sehe. In der .ausgestrahlt-Reihe „Standortsuche Spezial“ schließlich haben wir meistens externe Fachleute zu Wort kommen lassen, die einzelne Aspekte des Suchprozesses kritisch beleuchten.

Weitere Veranstaltungen sind in Vorbereitung, sowohl in der Reihe „Standortsuche Spezial“ als auch anlässlich des 10. Jahrestages von Fukushima. Mehr dazu im nächsten Newsletter.

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