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40 Jahre Tschernobyl - Mahnwache

einmalige Veranstaltung

Am 26. April 1986 kam es im Block 4 des AKW Tschernobyl zu einer Kernschmelze, einer Explosion des Reaktors und Freisetzung enormer Mengen an radioaktiven Substanzen. Eine Wolke von Cäsium-137 verteilte sich bei Ostwind im Verlauf über einen großen Teil von Europa, in Deutschland war vor allem Bayern und Baden-Württemberg betroffen. Jahrelang war der Verzehr von z.B. Pilzen und Wild wegen hoher Kontamination nicht möglich.

Vor Ort kämpften mehrere hunderttausend "Liquidatoren" mit einfachsten Mitteln darum, die Strahlung einzudämmen, viele hunderttausend Menschen wurden evakuiert. Der später mit viel Mühe gebaute "Sarkophag" über der nuklearen Ruine soll jetzt die Strahlung reduzieren, muss aber in einigen Jahrzehnten getauscht werden.

Weite Landstriche sind weiterhin Sperrgebiet, die Zahl der Opfer kann nicht genau beziffert werden (nach IPPNW mindestens Zehn-, wahrscheinlicher Hunderttausende im Lauf der Jahre).

Wir vergessen schnell - und diskutieren jetzt wieder über eine Renaissance der Atomkraft in Form kleiner modularer Einheiten, die in großer Zahl über Europa verteilt wären. Kein Gedanke über das Gefahrenpotential, insbesondere auch bei Terrorakten und Krieg; keine Vorstellung, was mit dem radioaktiven Müll, der 1 000 000 Jahre strahlt, passieren soll!

Um an den Super-GAU von Tschernobyl zu erinnern und an den Irrsinn heutiger Überlegungen veranstalten wir eine Mahnwache am Elbenplatz (vor den Fontänen bei der Kreissparkasse) zum 40. Jahrestag der Katastrophe. Kommen Sie doch auch vorbei.

24.04.2026
19:00 Uhr
Elbenplatz
71032 Böblingen
Greenpeace Böblingen-Sindelfingen