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Demo-Aufruf zum 15. Jahrestag von Fukushima und zum 40. Jahrestag von Tschernobyl

einmalige Veranstaltung
Fukushima-Jahrestag
Tschernobyl-Jahrestag

Aufruf Demo 2026 zum 40. Jahrestag von Tschernobyl und 15. Jahrestag von Fukushima

Dieses Jahr findet die Demo am Samstag den 18.04.2026 am Pariser Platz (Brandenburger Tor) statt!

Vor 40 Jahren, am 26. April 1986 explodierte Block 4 des Kernkraftwerks  Tschornobyl (russ.: Tschernobyl) in der damaligen Sowjet-Ukraine. In den betroffenen Regionen in Belarus und der Ukraine wurden ganze Ortschaften evakuiert, Menschen dauerhaft umgesiedelt, viele Betroffene tragen gesundheitliche Folgen, die sie ein Leben lang begleiten. Die durch die Explosion freigesetzten Radionuklide erreichten auch Deutschland, und noch immer werden hohe Cäsium-137-Werte in Pilzen und Wildtieren aus Süddeutschland nachgewiesen. 
25 Jahre später, 2011, ereignete sich die Atomkatastrophe von Fukushima. Es kam in drei Reaktoren zu Kernschmelzen, und durch die Wasserstoffexplosionen wurden große Mengen an radioaktivem Material freigesetzt. In der Region sind Luft, Wasser und Boden noch immer hoch kontaminiert.
Diese zwei schweren Atomkatastrophen haben viele Menschen zum Umdenken bewegt. In Deutschland gilt die Antiatombewegung als erfolgreich, weil der Atomausstieg umgesetzt wurde. Wirklich? Nicht ganz. Und nicht nur, weil in Deutschland nach wie vor die Uran-anreicherungsanlage und die Brennelementefabrik in Betrieb sind und bereits so viel Atommüll unsicher gelagert ist. Unsere Antiatombewegung mit dem Slogan „Atomenergie, nein danke!“, ist leider so lange nicht erfolgreich, bis wir auch die andere Seite der Medaille des Kernbrenn-stoffkreislaufs beseitigt haben: Atomwaffen. Die Menschen sind heute wieder dabei, sich selbst mit Atomwaffen zu bedrohen, während das größte AKW in Europa, Saporischschja, zum Ziel der militärischen Angriffe wird und die erst vor 10 Jahren fertig gebaute neue Schutzhülle (Sarkophag) von Tschernobyl durch Drohnen schwer beschädigt wurde. In Europa wird sogar über einen europäischen Atomschirm nachgedacht. 
Aber ein wenig Vernunft und Fantasie reichen, um zu erkennen: Atomwaffen sind kein Verteidigungsmittel, sondern reine Massenvernichtungswaffen. Damit wird die ganze Bevölkerung eines großen Gebietes ausgelöscht, ein großes Gebiet für Generationen kontaminiert und unbewohnbar, und die radioaktiven Strahlen zerstören nachhaltig die DNA, ganz unabhängig von Grenzen. Wenn sich ein schwerer Unfall wieder in einer Atomanlage ereignen sollte, egal ob durch menschliche Fehler, Naturkatastrophen, im Krieg oder durch einen Flugzeugabsturz, hätten wir genauso verheerende Folgen, wie wir aus Tschernobyl und Fukushima kennen. Die einzig sichere Vorbeugung heißt: Aufhören mit dem Spiel mit dem Atomfeuer. 
Wir können deshalb nicht aufhören zu sagen: Nein bleibt Nein, weder Atomenergie noch Atomwaffen! 

Deshalb fordern wir gemeinsam:
    • Deutschland und Japan müssen endlich dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten!

Atomare Aufrüstung verhindern!
    • EURATOM-Vertrag kündigen!
    • einen schnellstmöglichen, weltweiten Ausstieg aus der unverantwortlichen Atomenergie! 
    • sofortige Stilllegung der Atomanlagen in Lingen und Gronau! 
    • Keine Einstufung der Atomenergie als nachhaltige Energieerzeugung und die Streichung von Nuklear aus der EU-Taxonomie!  

18.04.2026
12:00 Uhr
Pariser Platz
10117 Berlin
.ausgestrahlt e.V.