RWE Protest: Reaktionen im Internet und Zeitungsberichte

Vorbemerkung: Wir haben diese Sammlung am 3. April 2009 begonnen, am Tag der Veröffentlichung des RWE-Skandals. Doch nun kommen wir nicht mehr hinterher, alle Reaktionen aufzuzählen. Danke an alle, die berichten und verlinken! Die hier berichteten Reaktionen sind nur ein Auszug und nicht in chronologischer Reihenfolge.

Hier nur ein paar Links und Auszüge. Die Kritik wird sehr stark aufgenommen in Blogs. schreibt: " Während der Versuch der Beschneidung der Meinungsfreiheit durch den RWE-Konzern in Blogs bereits Kreise zieht..." Ein Blog-Beispiel: Julia Seeliger; alle Blogs aufzuzählen, würde lange dauern, und es kommen ständig welche hinzu. Einen Überblick findest Du über die Blog-Suchmaschinen von

Die Tageszeitung taz berichtete bereits am Wochenende (4. April 2009) über den Skandal: "Es war kein Aprilscherz - Christian Unsinn, Anwalt der Werbeagentur Jung von Matt, hat seinen Brief vom Mittwoch ernst gemeint."

Am Montag dann auch die Junge Welt: " Der RWE-Konzern tut so, als wisse er nichts von der Klage. Dabei hat urgewald dem Konzern mit seiner »FingeRWEg«-Kampagne schon einigen Ärger beschert."

Gleich nach der Veröffentlichung am Freitag hatte Horizont, ein Branchenmagazin für Werbung und PR, die Sache aufgegriffen: " Eine Anti-Atomstrom-Kampagne der Umweltorganisation Urgewald bringt Jung von Matt auf die Palme. ... Jung von Matt bewertet den Fall eher als "Petitesse", in dem eine kleine Umweltschutzorganisation die Chance für große öffentliche Aufmerksamkeit wittere. Jung von Matt will den Ball eher flach halten und vor weiteren Schritten zunächst abwarten."

Horizont-Konkurrent "Werben & Verkaufen" bringt eine Kurzmeldung samt User-Umfrage.

Eine längere Darstellung, auch mit juristischen Aspekten - "was der Werbung treibenden Wirtschaft nur beschränkt erlaubt ist, das ist den Kritikern der Werbung nicht verboten" - und vielen Leser-Kommentaren bei "Off the record. blog für marketing, werbung und medien".

Heffa Schücking von urgewald gab dem Radio LORA München ein Interview. (Direkt zur mp3-Datei...)

Aus den Blogs wanderte das Thema am Ostersamstag in das WDR-Radioprogramm Fritz in die Sendung "Trackback", die jeden Samstag über Blogs und Podcasts informiert. Das Interview mit Jochen Stay zum Anhören (ab 23:22)...

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) fordert auf, bei RWE-Chef Jürgen Großmann gegen den Maulkorbversuch zu protestieren: "Sorgen Sie dafür, dass Ihre Werbeagentur die Klagedrohung gegen urgewald zurückzieht". Um das einfach zu machen, stellt der BUND einen Mailer bereit.

Diverse Meldungen gab es schnell bei Twitter:

Als eine der ersten Internet-Publikationen berichtete Telepolis über den Maulkorb-Versuch. Unter den Lesern des Artikels startete sogleich eine Forumsdiskussion zu juristischen Aspekten, mit Kritik an der RWE-Agentur und auch zu den Vor- und Nachteilen von Atomstrom.

Der Internet-Informationsdienst intern.de schreibt: "Es ist schon interessant, dass inzwischen selbst kleinste Online-Kampagnen von großen Konzernen kritisch beobachtet und gegebenenfalls bekämpft werden. ... Doch der Nachweis einer Urheberrechtsverletzung, die noch dazu als Straftat eingestuft werden kann, dürfte in diesem Fall nicht gerade einfach sein. Eine Zusammenfassung des Problems der Karikatur liefert beispielsweise die Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2003, wonach die Karikatur eines Bundesadlers als freie Benutzung im Sinne des § 24 Abs. 1 UrhG anzusehen ist."

Das Jugendmagazin "Utopia" bittet die RWE-Agentur: "Zeigt bitte auch die utopia an. Wir haben in der letzten Ausgabe auch eure vermeintlichen 'Urheberrechte' missachtet und eine Satire abgedruckt."

Auch Facebook-Nutzer sind informiert.

Ach ja: Wer bei Google einfach "RWE" als Suchwort eingibt, findet bereits auf der ersten Seite einen Link zum Maulkorb-Versuch.

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