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Pressemitteilung

11. März 2026
Pressemitteilung von .ausgestrahlt

15 Jahre Fukushima: Atompläne der EU stoppen!

Atomkatastrophe in Fukushima dauert an / Internationale Kundgebung in Brüssel gegen Subventionierung von Atomkraft / Über 175.000 Unterschriften in Deutschland gegen EU-Gelder für Atomkraft

Vor 15 Jahren erschütterte die Atomkatastrophe von Fukushima die Welt – und sie dauert bis heute an. Kein einziger Brennstab ist geborgen und Zehntausende konnten bis heute nicht in ihre Heimat zurückkehren. Spätestens seit dem Super-GAU in Fukushima kann niemand mehr behaupten, Atomkraft sei sicher. Trotzdem werden in der EU die Stimmen zur Atomkraft immer lauter. Anstatt konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen, sollen Milliarden an EU-Geldern in neue Atomprojekte – unter anderem sogenannte Klein- und Mini-AKW (SMR) – fließen. Das steht im Entwurf für den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen der EU, über den gerade verhandelt wird.

Deshalb versammelt sich heute ein Bündnis europäischer Anti-Atom-Initiativen vor der Europäischen Kommission – mit der klaren Forderung: „Fund climate solutions, not nuclear problems!“

Hierzu erklärt Miriam Tornieporth von .ausgestrahlt:
„Wir stehen heute als internationales Anti-Atom-Bündnis in Brüssel, um eine echte Energiewende zu fordern und Atomillusionen die rote Karte zu zeigen. Europa ist erneuerbar – kein EU-Geld für Atomkraft! Dass EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gestern auf dem Atomenergie-Gipfel in Frankreich den sinkenden Anteil der Atomenergie im europäischen Strommix als „strategischen Fehler“ bezeichnet hat, ist ein Hohn für alle, die bis heute an den Folgen der großen Atomunfälle leiden. Auch 15 Jahre nach Fukushima dauert die Katastrophe dort weiter an. Und auch in Europa kann es jederzeit zu einem schweren Atomunfall kommen. Wir verlangen, die Förderung von SMR und alle anderen Atomillusionen aus dem Entwurf für den mehrjährigen Finanzrahmen zu streichen. Über 175.000 Menschen alleine in Deutschland haben diese Forderung in unserer Unterschriftensammlung unterzeichnet. Die Bundesregierung muss sich für echten Klimaschutz einsetzen, anstatt neue Atomrisiken zu schaffen und die geplante Subventionierung durch die EU verhindern.

Hintergrundinformationen:

Die EU verhandelt aktuell über ihren nächsten mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für 2028-2034. Im Entwurf ist die Förderung von Atomkraft erstmals nicht mehr auf Forschung beschränkt. Vorgesehen sind darin auch Geld für Laufzeitverlängerungen bestehender Reaktoren und neue AKW. Schritt für Schritt stellt die EU Atomkraft den erneuerbaren Energien gleich – dringend benötigte Gelder für die Energiewende drohen in eine veraltete Hochrisikotechnologie zu fließen, die keinen Nutzen für das Klima hat.

https://weact.campact.de/petitions/keine-eu-subventionen-fur-atomkraft

• .ausgestrahlt: https://www.ausgestrahlt.de/europa

https://www.ausgestrahlt.de/themen/argumente-in-der-atomdebatte/

 

Foto-Hinweis:
Honorarfreie Fotos der Aktionen finden Sie ab ca. 15:30 Uhr unter https://cloud.ausgestrahlt.de/index.php/s/yBQQt5didbwPW6j

Bitte nennen Sie bei Verwendung den Urheber Lars Hoff / .ausgestrahlt.

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