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Pressemitteilung

3. März 2026
Pressemitteilung von .ausgestrahlt

Castor-Transporte nach Ahaus: Irans Aufruf zu Vergeltungsschlägen verändert Sicherheitslage

Sicherheitsexpert*innen und -behörden warnen vor Angriffen auch in Deutschland / Gerichtsurteil ist überholt / Castortransporte müssen unterbleiben

Zum aktuellen Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin, das gestern (2.3.) die Klage gegen 152 geplante Castortransporte von Jülich nach Ahaus quer durch Nordrhein-Westfalen abgewiesen hat, erklärt Helge Bauer von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
„Das Urteil des OVG Berlin ist aus der Zeit gefallen. Der Aufruf des Irans zu Vergeltungsschlägen in europäischen Staaten betrifft auch die geplanten Castor-Transporte. Wenn Sicherheitsexpert*innen und -behörden warnen, dass auch in Deutschland böswillige Angriffe möglich sind, ist die bisherige Risikobewertung des Atommüll-Bundesamts (BASE) überholt und hinfällig. Transporte von Atommüll müssen nun erst recht unterbleiben.

LKWs mit gefährlicher, hochradioaktiver und brennbarer Ladung stellen gut sichtbare, rollende Zielscheiben dar. Die Nutzung von kostengünstigen, leicht zu beschaffenden und einfach zu bedienenden Drohnen macht solche Szenarien noch gefährlicher. Unter diesen Umständen hochradioaktiven Atommüll über 170 Kilometer durch dicht besiedeltes Gebiet zu transportieren, ist hochgradig unverantwortlich. Ein möglicher Angriff könnte viele Tote, Gesundheitsschäden sowie auf lange Zeit unbewohnbare, verseuchte Gebiete zur Folge haben. Bundesregierung und Behörden müssen auf die veränderte Sicherheitslage reagieren und die geplanten Transporte unterbinden.“

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Helge Bauer
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