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Pressemitteilung

24. März 2026
Pressemitteilung von .ausgestrahlt

Castortransport Jülich-Ahaus: Gefährliche Hütchenspiel-Tricksereien statt verantwortungsvoller Atommüll-Umgang

Atommüll-Transporte gefährlich und unnötig / JEN stellt Kostenfrage vor Sicherheit der Menschen / Castorlawine muss sofort gestoppt werden

Zum voraussichtlich heute noch startenden ersten Transport von Castoren mit hochradioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus erklärt Helge Bauer von .ausgestrahlt:

„Diese noch nie dagewesene, unverantwortliche Castorlawine muss sofort gestoppt werden. Es darf keinen weiteren dieser gefährlichen Atommüll-Transporte geben. Mit der von Politik und den Atomaufsichten in Bund und Land geförderten Entscheidung, ihren hochradioaktiven Atommüll über marode Autobahnen zu transportieren, stellt die JEN GmbH angebliche Kostengründe über die Sicherheit der Menschen. Dabei soll der heutige strahlende Konvoi, nur der Anfang sein: Über fünfzig weitere sollen ihm folgen. Jeder Castortransport ist ein Spiel mit dem Leben der Anwohner*innen entlang der Fahrtstrecke, die unter anderem quer durch das dicht besiedelte Ruhrgebiet führt. Die durch den Ukraine- und den Iran-Krieg nochmals angespanntere Bedrohungslage lässt dieses Unterfangen zu einem überaus gefährlichen Spiel mit dem Risiko werden. Anstatt Menschen und Umwelt einer lebensbedrohlichen Verstrahlungsgefahr auszusetzen, steht seit Beginn der Planungen eine bessere Alternative zur Verfügung: Der Neubau eines robusten und möglichst sicheren Zwischenlagers in Jülich. Zur Überbrückung muss die örtliche Lagerhalle ertüchtigt werden.

Das seit mehr als zehn Jahren andauernde unwürdige Gefeilsche um den Jülicher Atommüll symbolisiert den Zustand der gesamten deutschen Atommüllpolitik. Weder SPD, CDU, FDP noch Grüne haben es in den letzten Jahren geschafft, verantwortungsvoll zu handeln und ein ausreichendes Sicherheitskonzept für die 16 bestehenden Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll vorzulegen, bei dem die Sicherheit der Menschen und nicht Kostenerwägungen im Vordergrund stehen. Neuen Bedrohungslagen wie dem Einsatz von feindlichen Drohnen stehen die Zwischenlager und noch mehr die Atommülltransporte unzureichend geschützt gegenüber. Das haben Wissenschaftlerinnen im Auftrag von .ausgestrahlt in zwei Studien bereits 2024 nachgewiesen. Anstatt gefährlicher Castor-Transport-Hütchenspielertricks, bei denen der Atommüll von einem unsicheren Lager in ein anderes verschoben wird, braucht es nun dringend einen Plan zur Ertüchtigung aller bestehenden Zwischenlagerstandorte. Die nötige Sicherung muss dabei auf einen Zeitraum von einhundert Jahren ausgelegt sein. So lange wird es dauern, bis ein sogenanntes Endlager zur Verfügung steht.“

Weitere Informationen:

Helge Bauer steht am Transporttag vor Ort ab 18:00 Uhr für Presseanfragen in Ahaus zur Verfügung.

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