Pressemitteilung
Castortransport zum Zwischenlager Brokdorf: Gefährlich und unverantwortbar
Zwischenlager ungeeignet für die Aufnahme der sieben Sellafield-Castoren / Atommüll-Bundesamt BASE muss endlich Konzept für sichere Langzeit-Zwischenlagerung vorlegen / Möglicher Transport des Mülls über Bremen und Hamburg birgt zusätzliche Risiken
Zum Start des Castortransportes aus Sellafield ins Zwischenlager Brokdorf erklärt Helge Bauer von .ausgestrahlt:
„Hütchenspielertricks lösen das Atommüllproblem nicht. Schon heute ist klar, dass der Atommüll nicht in Brokdorf bleiben kann. Das Hin- und Her-Verschieben von Castoren bringt uns einer sicheren Lagerung nicht näher, im Gegenteil: Jeder Castortransport birgt enorme Risiken. Atommüll sollte deshalb nur ein einziges Mal transportiert werden, und zwar in ein sogenanntes Endlager. Das gilt auch für den deutschen Atommüll aus der Wiederaufarbeitung im Ausland, zu dessen Rücknahme die Bundesrepublik selbstverständlich verpflichtet ist. Der mögliche Transport der hochradioaktiven Abfälle mitten durch Bremen und Hamburg birgt zusätzliche Risiken.
Die deutschen Zwischenlager bieten keinen ausreichenden Schutz für hochradioaktive Abfälle. Sie waren schon bei ihrer Errichtung den sicherheitstechnischen Herausforderungen nicht gewachsen. Erst recht sind sie nicht gegen aktuelle Bedrohungen gesichert. Weder ein Castortransport noch ein Atommülllager kann einem Drohnenangriff standhalten. Das zeigen zwei aktuelle .ausgestrahlt-Sicherheitsstudien. Das Atommüllbundesamt (BASE) muss endlich ein Konzept für eine maximal sichere Zwischenlagerung des strahlenden Mülls vorlegen. Denn es wird noch rund 100 Jahre dauern, bis der Müll in einem sogenannten Endlager liegt. Das BASE darf sich seiner Verantwortung für den Schutz der Bevölkerung nicht weiter entziehen.“
Weitere Informationen:
Gutachten zur Sicherheit von Zwischenlagern (exemplarisch an den Lagern Ahaus und Brokdorf)
Gutachten zu Gefahren bei Castortransporten (exemplarisch an den Castor-Transporten von Jülich nach Ahaus)
Rückfragen an:
Helge Bauer, .ausgestrahlt, Tel. 0160 3059148, presse@ausgestrahlt.de (Auf Grund eingeschränkter Netz-Erreichbarkeit am heutigen Tag auch über Messangerdienst Signal ereichbar.)