Was die ausliegenden Unterlagen allerdings komplett verschweigen, ist die Rolle Rosatoms bei dem geplanten Projekt. Der Staatskonzern ist direkt dem Kreml unterstellt. Unter anderem im besetzten AKW Saporischschja ist er aktiv am russischen Krieg gegen die Ukraine beteiligt. Und er arbeitet überall auf der Welt daran, weitere Länder von Atomkraft und von seinen Brennelementen abhängig zu machen.
Der Einstieg Rosatoms in die Brennelemente-Fertigung in Lingen bringt enorme sicherheitspolitische Gefahren mit sich. So könnte er dem Kreml-Konzern unter Umständen Zugang zu sicherheitsrelevanten Informationen aus Atomanlagen in der ganzen Welt verschaffen. In den Antragsunterlagen aber ist all dies mit keinem Wort erwähnt. Dabei ist es für die Bewertung des Projektes essentiell.
Die Bundesregierung selbst hat bereits festgestellt, dass eine Beteiligung Russlands an der Brennelemente-Fertigung in Lingen die Sicherheitsinteressen Deutschlands und seiner Verbündeten gefährden würde. Die Erkenntnisse dazu aber hält sie bis heute unter Verschluss. Für ein sachgerechtes Verfahren müssen diese offengelegt und zwingend in das atomrechtliche Genehmigungsverfahren einbezogen werden.
Vor diesem Hintergrund fordert .ausgestrahlt gemeinsam mit weiteren Anti-Atom-Initiativen den Abbruch des Genehmigungsverfahrens.
Im laufenden Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahren braucht es jetzt ein deutliches Zeichen des Protests. Jede Stimme, die sich gegen die Pläne zur Ausweitung der Brennelementefabrik erhebt, zählt. Nur wenn wir viele sind, können wir politischen Druck ausüben, die Genehmigung zu verweigern. Hilf mit und unterzeichne jetzt die Einwendung.