SMR – die nächste große Atomlüge
Kleine modulare Reaktoren (SMR) sind in aller Munde. Politiker*innen, Lobbyverbände und Atomindustrie verkaufen sie als Lösung für Klimakrise und Energieprobleme. Doch kaufen kann man sie bisher nirgendwo. Ein paar Fragen und Antworten zu einem der meistgehypten Zukunftsversprechen der Branche.
Die Atomindustrie steckt in massiven Schwierigkeiten. Die bestehende Reaktorflotte geht in Riesenschritten auf das Ende ihrer Lebensdauer zu. Neubauprojekte wie Flamanville in Frankreich und Hinkley Point C in Großbritannien sind geprägt von Kostenexplosionen und jahrelangen Verzögerungen.
In dieser Situation setzt die Branche auf SMR als Projektionsfläche. Sie zeichnet ein unrealistisch optimistisches Zukunftsbild, um zu davon abzulenken, dass die Probleme der Atomkraft nicht lösbar sind. So ist ihr in den letzten Jahren das Kunststück gelungen, viele Menschen glauben zu machen, Atomkraft könne, ja müsse weiterhin eine Rolle spielen – obwohl es dafür weiterhin keine realistischen Anhaltspunkte gibt.
SMR funktionieren vor allem als Erzählung. Sie dienen dazu,
Fördermittel zu mobilisieren,
politische Unterstützung zu sichern und
Zweifel an erneuerbaren Energien zu säen und zu verstärken.
Im Kern geht es darum, die Energiepolitik in eine Richtung zu lenken, die den Interessen der Atomindustrie dient. Ob dabei ein funktionierender Reaktor herauskommt, ist zweitrangig. Auch das Klima interessiert die Atomlobby nicht. Hauptsache, die Kasse klingelt. Und auch die fossile Industrie profitiert davon, wenn sich die Energiewende verzögert.
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Foto: Mrcukilo
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