"Wackersdorf" – Spielfilm ab 20. September im Kino

Viele Atomkraftgegner*innen erinnern sich noch an die jahrelangen, dramatischen Auseinandersetzungen um die atomare Wiederaufbereitungsanlage (WAA), die in den 80er Jahren in Wackersdorf gebaut werden sollte: An den ausdauernden und mutigen Widerstand vieler engagierter Bürger*innen und Anti-Atom-Aktivst*innen, gegen die der bayerische Staat damals mit beispielloser Härte und Brutalität vorging. Und an die große Freude und Erleichterung, als nach langem Kampf endlich das „Aus“ für dieses Bauprojekt atomaren Größenwahns verkündet wurde...

Am 20. September ist Kinostart für den Spielfilm „Wackersdorf“ von Oliver Haffner, der dieses Stück erfolgreicher Protest-Geschichte in Deutschland wieder lebendig werden lässt. Und zwar auch für diejenigen, die sich nicht erinnern, weil sie damals noch zu jung oder nicht geboren waren.

Im Mittelpunkt des Polit-Dramas steht der Schwandorfer Landrat Hans Schuierer, der sich an die Seite der Widerstandsbewegung stellte und sich mit einer mächtigen Atomlobby, aber auch mit den eigenen Parteifreunden anlegte, um den Bau der WAA zu verhindern. 

Es ist gleichzeitig Stärke wie Manko dieses Films, dass er die Geschichte sehr personalisiert. Filmisch macht das Sinn – aber politisch gesehen kommt so die breite Protestbewegung etwas zu kurz. Empfehlenswert ist „Wackersdorf“ trotzdem.



weitere Informationen: