.ausgestrahlt-Blog

Die internationale Atomindustrie ist weiter auf Talfahrt. Es findet ein „Ausverkauf“ statt, denn die Geschäfte laufen längst nicht mehr rentabel. Belgien prüft hingegen die Kosten für den Neubau eines AKW.

Seit Jahresanfang hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) die Verantwortung für das marode Atommülllager Morsleben in Sachsen-Anhalt übernommen. Dort lagern tausende Fässer mit radioaktivem Müll in einem Bergwerk, das derzeit wegen Einsturzgefahr verfüllt wird. In der ersten Stellungnahme der BGE heißt es nun: Der Atommüll sei „radiologisch nicht nachweisbar“.

US-Präsident Donald Trump hatte der Atomindustrie versprochen, er werde sich für ihr Fortbestehen einsetzen. Ende September gab das US-Energieministerium eine gewaltige Rettungsaktion für den Nuklearsektor bekannt. Die Netzregulierungsbehörde lehnte die Pläne jetzt ab.

Seit Jahresanfang wird Gorleben offiziell nicht mehr erkundet sondern „nur noch“ für ein künftiges Atommüll-Lager „offen gehalten“. Atomkraftgegner*innen schlagen nun ein Mahnmal für die verkorkste Suche vor.

Die Energiewende in Deutschland schreitet voran: Die Windkraft überholt in 2017 erstmals die Atomenergie und die Steinkohle und ist damit zur zweitwichtigsten Stromquelle geworden. Nur die Braunkohle hat noch größere Bedeutung.

Der Betreiber des ältesten französischen Atomkraftwerks wird erstmals konkret: Fessenheim soll zum Jahreswechsel 2018/2019 endlich abgeschaltet werden.

Es vergeht kaum ein Tag ohne eine Störfall-Meldung aus einer Atomanlage. Alle Betreiber verharmlosen. Ein neuer Arte-Film wirft noch viel größere Fragen auf: Ist die Atomindustrie überhaupt in der Lage, die Bevölkerung vor den Risiken zu beschützen?