.ausgestrahlt-Blog

Nicht nur der laufende Betrieb eines Atomkraftwerks verseucht mit dem Kühlwasser den angrenzenden Fluss. Auch während der Abrissphase können große Mengen Radioaktivität aus dem Kraftwerk emittiert werden. Atomkraftgegner*innen protestierten mit Erfolg gegen diese Pläne des AKW-Konzerns Vattenfall - und setzen nun Maßstäbe für bundesweite Abrissprojekte.

Der kürzlich veröffentlichte Report „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle die Atomkraft künftig in der Weltstromerzeugung und fürs Klima spielt. Der Bau neuer AKW sei „politisch motiviert“, denn künftige Meiler seien wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig, sagen die Expert*innen.

Eine „Schnellabschaltung“ in einem Atomkraftwerk ist eine Notfallmaßnahme, die alle betroffenen Komponenten aufs Äußerste beansprucht. Das AKW Leibstadt musste jetzt gleich zwei Mal in Folge diesen Belastungen standhalten. Atomkraftgegner*innen sprechen vom „unzuverlässigsten AKW mit den größten nuklearen Risiken“.

In Österreich reicht der Protest gegen die geplante Inbetriebnahme des slowakischen Schrottreaktors Mochovce bis auf höchste Ebene. Jetzt hat der Betreiberkonzern eine Verzögerung um mehrere Monate angekündigt.

Dass die Menschen unter den Folgen der Nuklear-Katastrophe von Fukushima leiden, ist zweifelsfrei. Doch nun hat auch ein an Krebs erkrankter, ehemaliger Schweizer AKW-Mitarbeiter gute Chancen darauf, dass seine Erkrankung offiziell auf seine Arbeit im AKW zurückgeführt wird.