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Die Evakuierungsanordnung für die gesamte japanischen Stadt Minamisoma nahe des havarierten AKW Fukushima-I wurde aufgehoben. Verantwortlich für dieses gefährliche Experiment an der lokalen Bevölkerung ist die japanische Regierung. An ihrer Spitze steht ein Lobbyist der Atomindustrie, der der Atomkraft im Land zu neuer Größe verhelfen will.

Das amerikanische Atomkraftwerk Fort Calhoun wird sehr wahrscheinlich noch in diesem Jahr vom Netz gehen. Der Vorstandsvorsitzende der Betreiberfirma hat angekündigt, der Betriebsversammlung eine Abschaltung des Reaktors zum Jahresende zu empfehlen. Das AKW war 2011 durch ein Hochwasser geflutet worden.

Seit einigen Jahren wirbt Amerikas Stromindustrie aggressiv für Atomkraftsubventionen. Nun hat Marktführer Exelon für drei Reaktoren konkrete Abschalttermine genannt, sollte bis dahin kein Gesetz beschlossen werden, das die Meiler bezuschusst. Die Anlagen haben inzwischen Verluste in Höhe von fast einer Milliarde Dollar eingefahren.

Israelische Wissenschaftler haben bei einer Untersuchung des Reaktors Dimona 1.537 Schäden entdeckt. Selbst Atomwissenschaftler fordern die Abschaltung des 53 Jahre alten Reaktors. Doch die Regierung weigert sich – denn Dimona ist für sie unersetzlich.

Nachdem vor einem Jahr im französischen Atomkraftwerk Flamanville sehr ernste Verarbeitungsfehler gefunden worden waren, hat Areva ähnliche „Unregelmäßigkeiten“ in den Unterlagen zu Hunderten von Bauteilen entdeckt, die in französischen AKW verbaut sind. Damit könnten zahlreiche andere Reaktoren im Land gefährliche Mängel im sensibelsten Anlagenteil haben.

„Gewinne privatisieren, Risiken vergesellschaften“ – so lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen, was die Atom-Finanz-Kommission zum Umgang mit den Folgekosten der Atomkraft erarbeitet hat.