Was passiert, wenn Du kein Testament machst

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Die gesetzliche Erbfolge

Ohne Testament greift die gesetzliche Erbfolge, die im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt ist. Von der Erbfolge hängt ab, wer von Deinen Angehörigen welchen Anteil Deines Vermögens erbt. Erst wenn keine Erb*innen einer Ordnung da sind, erben die Verwandten der nächsten Ordnung. Ehepartner*innen und Partner*innen einer eingetragenen Lebensgemeinschaft haben ein eigenes gesetzliches Erbrecht. Wenn Du keine Angehörigen und kein Testament gemacht hast, erbt der Staat.

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Erbschaftsvergabe nach gesetzlicher Erbfolge, Beipsiel 1

Wenn Du standesamtlich verheiratet bist oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebst und Du keine gesonderten Vereinbarungen in einem Ehe- oder Partnerschaftsvertrag getroffen hast, erbt Dein*e Partner*in neben den Familienmitgliedern der ersten Ordnung (Kinder und Enkel) die Hälfte Deines Nachlasses.

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Erbschaftsvergabe nach gesetzlicher Erbfolge, Beipsiel 2

Solltest du standesamtlich verheiratet sein oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben und keine speziellen Regelungen in einem Ehe- oder Partnerschaftsvertrag getroffen haben und keine Verwandten der 1. Ordnung haben, erhält Dein*e Partner*in drei Viertel deines Erbes. Die Verwandten der zweiten Ordnung, wie etwa Eltern oder Geschwister, erben zusammen ein Viertel Deines Nachlasses.

Pflichtteil

Bestimmten Familienmitgliedern steht ein Pflichtteil zu, auch wenn Du sie nicht in Deinem Testament bedenkst. Der Pflichtteil beläuft sich auf die Hälfte des gesetzlichen Erbteils und kann nur als Geldbetrag eingefordert werden. Pflichtteilsberechtigt sind Kinder und Adoptivkinder, Eltern (sofern keine Kinder vorhanden sind) sowie Ehe- und eingetragene Lebens-partner*innen.