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01.07.2013 | von Redaktion

Bericht der Anti-Atom-Landeskonferenz NRW

Drei Anti-Atom-Demos in Deutschland und Frankreich am 14. September angekündigt

Am gestrigen Sonntag fand die Landeskonferenz der Antiatom-Initiativen aus Nordrhein-Westfalen in Duisburg statt. Auf Einladung des AntiAtom-Bündnisses Niederrhein kamen 50 VertreterInnen verschiedenster Initiativen nicht nur aus Nordrhein-Westfalen, sondern auch aus Niedersachsen zusammen. Dabei wurden zahlreiche Entwicklungen und Probleme der Spirale aus Herstellung, Transport und Einsatz von Kernbrennstoffen ebenso in den Blick genommen wie die ungelösten Fragen der Entsorgung von Atommüll. Als wesentliches Ergebnis der Konferenz wird nun gemeinsam von den Initiativen zu der Demonstration in Duisburg am 14. September und zu den zeitgleich stattfindenden Kundgebungen in Braunschweig (Niedersachsen) und Cattenom (Frankreich) aufgerufen. Hier sehen die AtomkraftgegnerInnen die Gelegenheit, ihre Kritik an der Inkonsequenz des Atomausstiegs in der Bundesrepublik Deutschland in größerem Zusammenhang deutlich zu machen.

Massive Probleme durch einzige UAA Deutschlands in Gronau

Zunächst fand eine umfassende Bestandsaufnahme der aktuellen Entwicklungen an Atom-Standorten in NRW und Niedersachsen statt. So wurde deutlich, dass die Urananreicherung in Deutschlands einziger Urananreicherungsanlage in Gronau mit massiven Problemen verbunden ist. Bei der Herstellung des „Brennstoffs“ der Atomkraftwerke entstehen zehntausende Tonnen hochgiftiger und radioaktiver Abfälle. Deren Entsorgung ist vollkommen ungeklärt. Uranmüll wird in Gronau langfristig und zum Teil unter freiem Himmel gelagert. Im Laufe der Be- und Verarbeitung des Urans und der anfallenden Abfälle finden zudem zahlreiche Transporte quer durch Nordrhein-Westfalen und durch andere Regionen statt. Güterzüge mit hunderten Tonnen verkehren u. a. durch dicht besiedelte Gebiete der Metropolregion Rhein-Ruhr. Der geplante Verkauf des Betreiberkonzerns Urenco wirft Fragen nach der Kontrolle der Anreicherungstechnik mittels Zentrifugen auf, die auch zur Produktion von Uranbomben genutzt werden kann. Statt eines Verkaufs der Konzernanteile sprachen sich die VertreterInnen der NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen für die Enteignung des Urenco-Konzerns aus.

Mehr zum Thema Uran auf der .ausgestrahlt-Homepage.

Mehr Informationen zu den Demonstrationen bei der AG Schacht Konrad

Redaktion

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