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Aus für Kohle und Atom.

Langsam, langsam scheint sich die Erkenntnis auch in der konventionellen Energiewirtschaft breit zu machen: Der Ausbau der Erneuerbaren KANN NICHT mit einem Weiter-So (Atomkraft) oder gar Ausbau (Kohlekraft) einhergehen. Damit bestätigt sich, wovor EnergiewissenschaftlerInnen und Umweltverbände seit Jahren warnen: Konventionelle Kraftwerke werden zukünftig unrentabel! Hören hat dies niemand wollen, auch heute noch werden neue Kohlekraftwerke geplant und projektierte Vorhaben vorangetrieben. Dass das nicht gut gehen kann, war anscheinend vielen – außer in den Vorstandsetagen – klar.

Nun endlich erste Zeichen für Umdenken, wenn man dem Bericht der Süddeutsche Zeitung vom heutigen Dienstag Glauben schenkt. So heißt es dort etwa unter Berufung auf Branchenkreise: „Damit drohe Dutzenden von Kohle- und Gaskraftwerken das vorübergehende oder endgültige Aus. Selbst Atomkraftwerke könnten vorzeitig vom Netz gehen.“ Mehr dazu im hervorragenden TAZ-Artikel „Aus für Kohle und Atom“.

Jetzt ist schnell die Regierung (inklusive ihrer Behörden wie der Bundesnetzagentur) gefragt: Abgeschaltet werden müssen zwingend unflexible alte Kohlemeiler und Atomkraftwerke, nicht jedoch bestehende flexible Gaskraftwerke!

Matthias Weyland

Matthias Weyland, Jahrgang 1979, ist seit 2006 bei .ausgestrahlt dabei. Beim BUND Baden-Württemberg, für den er bis Ende 2012 arbeitete, kämpfte er unter anderem für die Energiewende und gegen den Bau eines weiteren klimaschädlichen Kohlekraftwerks in Mannheim. Seit 2013 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Umweltbundesamt.

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