.ausgestrahlt-Blog

Damit das Thema in der allgemeinen Nachrichtenflut nicht ganz untergeht, hier die wichtigsten Meldungen und Nachrichten der vergangenen Woche zum anhaltenden GAU in Fukushima.

Am Montag berichtete die Handelszeitung der Fukushima-Betreiber Tepco pflege eine „Lügen-Kultur“. Der Gouverneur von Niigatas, Hirohiko Izumida bezichtigte Tepco der systemathischen Lüge und verhinderte vorerst die Wiederinbetriebnahme des weltgrößten Atommeilers in seinem Bezirk.

Mitte der Woche ging es verstärkt um die gefährliche Bergung der hochgefährlichen Brennelemente, die von der Atomaufsicht jetzt gebilligt wurde, und die mindestens ein Jahr dauern soll. Eines ist klar: noch gefährlicher ist der Verbleib – bei erneuten Erdbeben kann es zum Einsturz kommen, mit katastrophalen Folgen (Artikel in der Welt).

Freitag wurde von einem Skandal auf der Gartenparty des japanischen Kaisers Akihito berichtet. Dort hatte ein Gast – der Parlamentsabgeordnete Taro Yamamoto – sich nicht nur getraut den Kaiser anzusprechen, er übergab ihm gar einen Brief, in dem es um Fukushima geht. Die japanische Öffentlichkeit ist empört, Kollegen forderten den Rücktritt Yamamotos. Der Vorgang scheint schlimmer bewertet als die eigentlichen Zustände in Fukushima…

Über einen kleinen Skandal wird auch am heutigen Sonntag berichtet. Hier widersprach ein führender Vertreter der japanischen Regierungspartei der offiziellen Regierungsposition. Eine Rückkehr der Flüchtlinge der Atomkatastrophe von Fukushima in ihre Heimat sei kaum möglich, die Regierung müsse die Gebiete benennen, die wegen der radioaktiven Verseuchung niemals mehr bewohnbar sein würden.

Wird fortgesetzt…

Matthias Weyland

Matthias Weyland, Jahrgang 1979, ist seit 2006 bei .ausgestrahlt dabei. Beim BUND Baden-Württemberg, für den er bis Ende 2012 arbeitete, kämpfte er unter anderem für die Energiewende und gegen den Bau eines weiteren klimaschädlichen Kohlekraftwerks in Mannheim. Seit 2013 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Umweltbundesamt.

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