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20.12.2013 | von Redaktion

Gewinnstreben und Pfusch in Fukushima

Frontal 21 zur Lage in Fukushima.

Der Frontal 21-Beitrag vom 17. Dezember fasst die aktuelle Situation in Fukushima zusammen, und zeigt Bilder aus den havarierten Reaktoren. Bilder, die die Hilflosigkeit angesichts der anhaltenden Probleme verdeutlichen. Die empfehlenswerte Sendung geht dabei auch auf die tieferliegenden Probleme des Super-GAU-Managment ein und zeigt, wo Gewinnstreben nach wie vor zu zweit- und drittklassigen Lösungen führt.

Tepco: 40 Jahre Arbeit an Katastrophen-Reaktoren

Unterdessen hat Tepco den Beschluss mitgeteilt, die im März 2011 zu Routineinspektionen abgeschalteten und deshalb relativ intakten Meiler 5 und 6 dauerhaft stillzulegen. Auch hier war das Wiederanfahren aus wirtschaftlichen Gründen noch nicht endgültig ad Acta gelegt worden. Die Entscheidung des Tepco-Vorstands viel erst, nachdem Japans Regierung und Öffentlichkeit das Unternehmen unter Druck gesetzt hatten und nachdem die Buchführungsregeln dahingehend geändert worden waren, dass keine massiven Abschreibungsverluste entstehen.

Tepco und die japanische Regierung gehen derzeit davon aus, dass die Arbeiten an den zerstörten Reaktoren mindestens 40 Jahre dauern dürften. Das sind 40 lange Jahre, in denen die wahren Kosten der Atomkraft wohl schmerzlich sichtbar werden.

 

Redaktion

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