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Nach einem Bericht des World Energy Council, der am 18. Juni auf dem Asian Clean Energy Forum in Manila vorgestellt wurde, sind AKW wie andere thermische Kraftwerke auch zukünftig stärker vom Klimwandel betroffen. Besonders höhere Temperaturen, Niederschlagsänderungen und extreme Wetterereignisse beeinträchtigen den Betrieb von Kraftwerken und des Stromnetzes, so die Studie. 

Demnach ist in einigen Regionen damit zu rechnen, dass Kraftwerke bei sehr hohen Temperaturen mangels Kühlwasser vorübergehend abgeschaltet werden müssen oder weniger effizient gefahren werden können.

Das Problem ist nicht neu, in der Vergangenheit war es in Deutschland, und besonders auch Frankreich in heissen Sommern wiederholt zu Leistungsreduzierungen oder zum vereinzelten Abschalten von Kraftwerken gekommen. Im Sommer 2011 hatte der Chef der halbstaatlichen deutschen Energieagentur (dena) bereits vor Blackouts gewarnt, im Sommer 2012 wurde eine Studie veröffentlicht, wonach in Europa bis zu 19 Prozent der Stromerzeugungskapazitäten durch Kühlwassermangel gefährdet seien.

Matthias Weyland

Matthias Weyland, Jahrgang 1979, ist seit 2006 bei .ausgestrahlt dabei. Beim BUND Baden-Württemberg, für den er bis Ende 2012 arbeitete, kämpfte er unter anderem für die Energiewende und gegen den Bau eines weiteren klimaschädlichen Kohlekraftwerks in Mannheim. Seit 2013 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Umweltbundesamt.

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