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Prof. Hohmeyer: Bundesregierung schafft EEG praktisch ab

Das ehemalige Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung (SRU), Olav Hohmeyer, lehnt die Novelle zur Förderung von Photovoltaik, Windkraft und Biomasse ab. Hohmeyer am Montag in Flensburg: „Das ist eine Lex RWE.“ Die geplante Reform ist ein „Braunkohleverstromungs-Gesetz“. „Die EEG-Novelle der Bundesregierung schafft den Kern des EEG ab, schadet dem Klima, erhöht die Kosten der Energiewende für die Bürger und füllt Großinvestoren die Taschen!“ stellt Prof. Dr. Olav Hohmeyer fest und fordert die Bundestagsabgeordneten auf, der EEG-Novelle in der anstehenden dritten Lesung im Bundestag am 26. Juni nicht zuzustimmen.

In einer Untersuchung der Uni Flensburg über die Wirkungen der EEG-Novelle der Bundesregierung kommt er zum Ergebnis, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen völlig untauglich sind, um die angekündigte Kostenbegrenzung bei der Finanzierung des Ausbaus der regenerativen Energiequellen in Deutschland zu erreichen. Vielmehr wird fast jede der angekündigten Maßnahmen zu einer Kostenerhöhung des Ausbaus der regenerativen Energiequellen führen. Gleichzeitig werden große Potentiale zur Senkung der EEG‐Umlage nicht erschlossen.

Matthias Weyland

Matthias Weyland, Jahrgang 1979, ist seit 2006 bei .ausgestrahlt dabei. Beim BUND Baden-Württemberg, für den er bis Ende 2012 arbeitete, kämpfte er unter anderem für die Energiewende und gegen den Bau eines weiteren klimaschädlichen Kohlekraftwerks in Mannheim. Seit 2013 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Umweltbundesamt.

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