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23.8: Grenzüberschreitende Menschenkette

Dieses Mal geht es nicht gegen Atomkraft. Doch die Verursacher und die Aktionsform kommen bekannt vor. Am 23. August startet in der Lausitz grenzüberschreitender Protest gegen den Braunkohlewahnsinn! In der polnischen und deutschen Lausitz planen die Stromkonzerne Vattenfall – ausserhalb des Heimatlandes Schweden durch den Betrieb von gefährlichen Atom- und extrem klimaschädlichen Braunkohlekraftwerken bekannt – sowie PGE gigantische neue Braunkohletagbaue. Dagegen macht ein breites Bündnis mobil und plant, zwei bedrohte Orte – Kerkwitz in Deutschland und Grabice in Polen – mit einer grenzüberschreitenden Menschenkette verbinden.

Im Boden unter den Dörfern der deutsch-polnischen Lausitz lagern Milliarden Tonnen Braunkohle. Seit Jahrzehnten fräsen sich gigantische Schaufelräder durch das Land, um diese Kohle abzubaggern – und zerstören Felder und Wälder, Häuser und Kirchen, Kindergärten und Friedhöfe gleich mit. Klar ist: Braunkohle zerstört unsere Zukunft. Jeder neue Tagebau ist ein Angriff auf die Energiewende. Daher auch hier der Aufruf zu der Anti-Kohle-Kette:

Wann: Samstag, den 23.08.2014
13:45-14:15 Uhr: Menschenkette
15:00-17:30 Uhr: Abschlusskundgebung mit Musik, Reden etc. (Grenzübergang Gubinek)
18:00-21:00 Uhr: „After EndCoal-Festival“ (Grenzübergang Gubinek)

Wo: An der Grenze zwischen Polen (Grabice) und Deutschland (Kerkwitz), circa 150 Kilometer südöstlich von Berlin – Querung der Neiße bei Groß Gastrose

Wichtige Hinweise: Da eine innereuropäische Grenze überschritten wird, bitte unbedingt einen gültigen Personalausweis bzw. Reisepass mitführen. Zudem sind bei der Abschlusskundgebung Taschenmesser und Glasflaschen verboten.

Matthias Weyland

Matthias Weyland, Jahrgang 1979, ist seit 2006 bei .ausgestrahlt dabei. Beim BUND Baden-Württemberg, für den er bis Ende 2012 arbeitete, kämpfte er unter anderem für die Energiewende und gegen den Bau eines weiteren klimaschädlichen Kohlekraftwerks in Mannheim. Seit 2013 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Umweltbundesamt.

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