.ausgestrahlt-Blog

28.09.2016 | von Jan Becker

Urantransporte in Hamburg gesichtet

Immer wieder sichten Anti-Atom-AktivistInnen in Hamburg Urantransporte. Mit Protesten weisen sie darauf hin, dass der Hafen eine wichtige Drehscheibe für den Weiterbetrieb der Atomanlagen darstellt.

22.09.2016 - Uranzug in Maschen
Foto: atomtransporte-hamburg-stoppen.de / T. Christensen 22.09.2016 - Uranzug in Maschen
„Die Transporte von Uranerzkonzentrat stehen am Anfang der Atomspirale in Europa. Ohne diese Transporte, kein Brennstoff für die AKW!“, begründen die AtomkraftgegnerInnen ihre unermüdliche Motivation, immer wieder Urantransporte aufzuspüren.

Dank der Recherchen gelingt es, die Züge mit Aktionen zu stoppen und damit die öffentliche Aufmerksamkeit auf das brisante Thema zu lenken. Zuletzt musste ein Urantransport im April bei Buchholz (Nordheide) einen Zwangsstopp einlegen. Von einer Fußgängerbrücke am Bahnhof hatten sich zwei Aktivistinnen abgeseilt.

Vergangene Woche startete am frühen Abend des Donnerstag, 22. September, ein Transportzug mit drei Containern mit Uranerzkonzentrat (UN Nummer 2912) vom Hafenbahnhof Süd in Richtung Wilhelmsburg und Maschen. Das Uranerzkonzentrat, auch Yellow Cake genannt, stammte vermutlich aus Namibia und wurde am Montag von dem Schiff „Bright Horizon“ der Rederei MACS am Süd-West Terminal der Firma C. Steinweg umgeschlagen.

Das Uran ist für die Fabrik bei Narbonne nach Malvési in Südfrankreich bestimmt. Dort wird es zu Brennstoff für Atomkraftwerke weiterverarbeitet.

weiterlesen:

  • Uranzug blockiert
    11.04.2016 - Wochenlang hatten AktivistInnen Proteste gegen den ersten Urantransport nach dem Jahrestag von Fukushima angekündigt. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde dann tatsächlich ein Zug für mehrere Stunden erfolgreich blockiert.

Quellen (Auszug): atomtransporte-hamburg-stoppen.de, blog.eichhoernchen.fr

Jan Becker

Jan Becker hat jahrelang die Webseite www.contrAtom.de betrieben und täglich aktuelle Beiträge zur Atompolitik verfasst. Seit November 2014 schreibt der studierte Umweltwissenschaftler für .ausgestrahlt. Jan lebt mit seiner Familie im Wendland. Mit dem Protest gegen regelmäßig durch seine Heimatstadt Buchholz i.d.N. rollende Atommülltransporte begann sein Engagement gegen Atomenergie, es folgten die Teilnahme und Organisation zahlreicher Aktionen und Demonstrationen.

« zurück