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Artikel von Jan Becker

Letzte Woche wurde die Region Fukushima von kräftigen Erdbeben erschüttert, die bestehende Schäden an den zerstörten Reaktoren offenbar verschlimmert haben. Ein Jahrzehnt nach dem Unfall entdeckten Forscher mit hochradioaktiven Glaspartikeln eine „neue Form des radioaktiven Fallouts“ und haben unzulässige Radioaktivitätswerte in gefangenem Fisch gemessen. Die Katastrophe ist noch lange nicht …

„Salz fördern ist besser als Atommüll lagern“: Unter diesem Motto gründeten Atomkraftgegner*innen 1996 die Salinas Salzgut GmbH. Mit dem Ausschluss Gorlebens aus dem Suchverfahren nach einem Atommüll-Lager wurde „das zentrale Anliegen erreicht“, doch Salz fördern wollen sie trotzdem nicht.

Mit einer „Renaissance der Atomkraft“ wollte Großbritannien einen ambitionierten Klimaschutz-Kurs starten. Doch das Projekt „Horizon Nuclear Power“ ist gescheitert, der Bau weiterer Atomkraftwerke in Großbritannien damit Geschichte. Die einzige Neubau-Baustelle wird unterdessen zum Milliardengrab.

Obwohl gegen die Transporte geklagt wird, wurde im Januar weiterhin aus der Brennelementefabrik Lingen radioaktiver Brennstoff an marode Atomkraftwerke im Ausland geliefert. Das ist klarer Rechtsbruch und muss Konsequenzen haben.

Während sich in Fukushima die Schwierigkeiten um die Bewältigung des Super-GAU vor fast zehn Jahren zuspitzen, will die Ukraine die Region um Tschernobyl zum „Welterbe“ erklären lassen. Um Touristen in die verstrahlte Landschaft zu locken.

Brennelemente aus Lingen dürfen weiterhin in das umstrittene belgische Atomkraftwerk Doel geliefert werden. Eine laufende Klage eines Atomkraftgegners hat keinen Einfluss auf die „eiligen“ Atomgeschäfte, urteilte der hessische Verwaltungsgerichtshof. Kritiker*innen antworten mit Protest vor der Anlage.

Dass der sogenannte „Normalbetrieb“ der Atomanlagen das tägliche Risiko von Defekten bis hin zu schweren Unfällen bedeutet, belegen aktuelle Ereignisse. Die Gefahr ist auch nach der endgültigen Abschaltung nicht gebannt.

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