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Artikel von Jan Becker

Wegen des Unfallrisikos und der möglichen Freisetzung von Strahlung sind Atomtransporte gefährlich. Das Minimierungsgebot der Strahlenschutzverordnung untersagt „unnötige“ Transporte. Doch zwischen Würgassen und Grafenrheinfeld sollen sie offenbar stattfinden.

Während in den Zwischenlagern Betonmauern zusätzliche Sicherheit bieten, sind es allein die Atommüll-Behältern, die während des Transports den Schutz gegen Einwirkungen von außen gewährleisten müssen. In ihnen befindet sich der giftigste Müll, den die Menschheit produziert hat. Jetzt gab es Serienfehler bei den Verschlussdeckeln.

Während im Kontext der neuen Endlagersuche immer wieder betont wird, dass „aus Fehlern gelernt“ werde und es „kein zweites Gorleben geben“ solle, ist beim Thema Castor-Transport alles wie in alten Zeiten. Der Atommülltransport aus der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield mit Ziel Biblis soll offenbar gegen alle fundierte und berechtigte Kritik, auf dem …

Womöglich war es erst mal der letzte Abtransport von Uranabfall aus der Anreicherungsanlage in Gronau mit Ziel Russland. Ein neues Rechtsgutachten und eine Blockadeaktion richten erneut den Fokus auf diese Müllexporte.

Das endgültige Ende naht: Atomkraft wird weltweit von Erneuerbaren Energien verdrängt. So auch in Brokdorf, das AKW ist derzeit zum letzten Mal für die Jahreswartung vom Netz. Ende 2021 ist gesetzlich Schluss, doch der Meiler könnte (und sollte!) aus bleiben.

Kein anderer Energieträger hat in Deutschland bislang so hohe Kosten verursacht wie die riskante Atomkraft. Mit jedem Betriebstag der AKW steigen die Kosten weiter an. Andererorts wird die Notbremse gezogen: der japanische Atomkonzern Hitachi bricht ein Neubauprojekt in Großbritannien ab.

Entgegen aller Kritik hat das Atommüll-Bundesamt nun doch den Weg für die Anlieferung von Castorbehältern aus der Wiederaufarbeitung in England frei gemacht. Bis zum Jahresende soll hochaktiver Abfall in das unsichere Zwischenlager Biblis gebracht werden.

Um 11.00 Uhr am 10. September sollten deutschlandweit die Sirenen heulen um die Warnung der Bevölkerung bei großen Gefahrenlagen wie Unwettern oder Anschlägen zu üben. Auch bei einem schweren Unfall in einem Atomkraftwerk ist der Katastrophenschutz auf dieses System angewiesen. Funktioniert hat es nicht.

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