.ausgestrahlt-Blog

Mit der Eröffnung einer eigenen Fotoausstellung und dem Auftritt prominenter Autor*innen startet am Donnerstag die Hamburger Veranstaltungsreihe "Lesen ohne Atomstrom" ins achte Jahr.

Lesen ohne Atomstrom 2018

Ab Donnerstag zeigen im 1910-Museum des FC St. Pauli in der Millerntor-Gegengerade jene Reporter*innen und Fotograf*innen ihre Arbeiten, die von der Bundesregierung bei den Staatschef-Gipfeln 2007 in Heiligendamm und 2017 beim G20 in Hamburg ausgesperrt wurden. Titel der Schau: „Die Diskreditierten“.

Die „Lesetage“ entstanden 2011 nach dem GAU von Fukushima, um in Hamburg mithilfe vieler Prominenter den Druck auf den Atomausstieg und den AKW-Konzern Vattenfall zu erhöhen. In den letzten Jahren wuchs die Veranstaltung an Namen, Format und Erfolg.

Protest & Widerstand

Es ist erneut ein „imposantes Engagement namhafter Künstler“, schreiben die Organisator*innen. Sie konnten Bühnenstars wie „Einstürzende Neubauten“-Frontmann Blixa Bargeld, Suzanne von Borsody, Barbara Auer, Bibiana Beglau, Mathieu Carrière, Walter Sittler und Thomas Quasthoff über die Holocaust-Überlebenden Margot Friedlander und Esther Bejarano, schreibende Aktivist*innen wie Beate Klarsfeld und Karl-Heinz Dellwo, Impresario Claus Peymann, die Fußball-Legenden Dietmar Hamann, Marco Bode und Ewald Lienen bis zu den nächsten Angehörigen der Polit-Ikonen Rudi Dutschke und Che Guevara gewinnen.

In diesem Jahr stehen die Lesetage unter dem Motto „Protest & Widerstand“. Anlass ist der Tabubruch der Hamburger Landesregierung, die 2017 für G20 die Stadt eine Woche lang an eine militarisierte Polizei übergab und elementare Grundrechte außer Kraft setzte.

Jan Becker

Jan Becker hat jahrelang die Webseite www.contrAtom.de betrieben und täglich aktuelle Beiträge zur Atompolitik verfasst. Seit November 2014 schreibt der studierte Umweltwissenschaftler für .ausgestrahlt. Jan lebt mit seiner Familie im Wendland. Mit dem Protest gegen regelmäßig durch seine Heimatstadt Buchholz i.d.N. rollende Atommülltransporte begann sein Engagement gegen Atomenergie, es folgten die Teilnahme und Organisation zahlreicher Aktionen und Demonstrationen.

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