28. August 2013

AKW-Betreiber beim Wort nehmen: Reaktoren stilllegen!

Atomkraftwerke werden für die Stromversorgung nicht mehr benötigt

Zur schwindenden Wirtschaftlichkeit von Atomkraftwerken erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Wenn Eon über mangelnde Wirtschaftlichkeit seiner AKW klagt, dann wollen sie diese natürlich nicht abschalten, sondernd eine Änderung der Rahmenbedingungen, um mehr Geld damit verdienen können. Wir raten der Bundesregierung: Nehmt die AKW-Betreiber beim Wort und sorgt für einen schnelleren Atomausstieg.

AKW sind überhaupt nur deshalb noch einträglich für die Stromkonzerne, weil viele Kosten der Gesellschaft aufgebürdet werden. Müssten für den Atomstrom ehrliche Preise verlangt werden, die auch die Risiken einberechnen, wäre schon längst kein Reaktor mehr am Netz.

Die Atomkraftwerke werden angesichts des Wachstums der Erneuerbaren Energien und der massiven Überkapazitäten im konventionellen Kraftwerkspark nicht mehr benötigt. Statt reihenweise Gaskraftwerke stillzulegen, die die ideale Ergänzung für die schwankenden Erneuerbaren sind, sollten lieber die gefährlichen Atommeiler vom Netz.

Für die Stromversorgung braucht es keine Atomkraftwerke mehr. Für die Stabilität des Netzes sind die großen Generatoren der AKW allerdings hilfreich. Sie können aber weiter für die Netzstabilität genutzt werden, selbst wenn der nukleare Betrieb der Kraftwerke eingestellt ist. Dies geschieht bereits erfolgreich im hessischen Biblis. Dort ist das AKW
seit 2011 abgeschaltet. Aber der Generator wurde für den sogenannten Phasenschieberbetrieb umgerüstet und stabilisiert jetzt das Stromnetz.“

www.ausgestrahlt.de

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichenProtest zu machen.


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759