Pressemitteilung

28. März 2018
Pressemitteilung von .ausgestrahlt

AKW Brokdorf: Netzverstopfer dauerhaft abschalten!

Atomstrom aus Brokdorf muss Platz machen für Windstrom aus Schleswig-Holstein. Ursache der Brennstabkorrosion im AKW auch nach einem Jahr noch ungeklärt

Zur bevorstehenden Abschaltung des AKW Brokdorf zu Revisionszwecken am Sonntag erklärt Armin Simon von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Der Atomstrom aus dem Risiko-AKW Brokdorf steht in direkter Konkurrenz zur steigenden Windstromerzeugung in Schleswig-Holstein. Während bei starkem Wind immer mehr Windräder keinen Strom mehr ins Netz einspeisen dürfen und selbst große Kohlekraftwerke wie Moorburg ihre Produktion zeitweise komplett einstellen, läuft der Reaktor in Brokdorf mit nahezu unverminderter Leistung weiter. Das unflexible AKW steht dem dringend nötigen Umstieg auf erneuerbare Energien buchstäblich im Weg.

Der Meiler ist daneben eine tagtägliche Gefahr für die ganze Region. Ein Reaktorunfall in Brokdorf würde Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen weiträumig verseuchen. Bei der Revision vor einem Jahr fiel auf, dass zahlreiche Brennstäbe im AKW Brokdorf stark korrodiert waren. Das erhöht das Risiko, dass hochradioaktive Spaltprodukte entweichen. Die unzulässig starke Korrosion der Brennstabhüllen hatte kein Experte vorhergesehen. Ihre Ursache ist auch ein Jahr später weiter völlig ungeklärt. Das AKW Brokdorf darf deshalb nicht wieder ans Netz gehen. Sein Atomstrom ist gefährlich und überflüssig. Es wäre ein deutlicher Sicherheitsgewinn für ganz Norddeutschland und gut für die Energiewende, wenn der Reaktor dauerhaft abgeschaltet bliebe. Atomkraftgegner werden dafür am Sonntag, 22. April, mit einer Protest- und Kulturmeile am AKW demonstrieren.“

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