5. Juni 2009

AKW Krümmel: GAU-Alarm künftig per E-Mail

Zur „Informations“-Veranstaltung von Vattenfall am Donnerstagabend (4.Juni 2009) im Informationspavillon des AKW Krümmel über die geplante Wiederinbetriebnahme des Pannen-Reaktors erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Kampagne .ausgestrahlt:

„Anstelle PR-Maßnahmen für den Super-GAU zu planen, sollte Vattenfall seine Pannen-Reaktoren besser endgültig stilllegen. Das AKW Krümmel ist auch nach zweijähriger Reparaturpause nicht sicher. Es ist purer Hohn, wenn Vattenfall jetzt, wie gestern Abend geschehen, um die E-Mail-Adressen der Kommunalpolitiker bittet, um sie bei einer Katastrophe besser informieren zu können. Wenn der Reaktor in die Luft fliegt, nützen auch E-Mails nichts mehr.

Der Protest gegen die Wiederinbetriebnahme des Pannen-Reaktors nimmt weiter zu. Seit Dienstag (02.06.) haben bereits mehr als 700 Menschen Ministerin Gitta Trauernicht (SPD) schriftlich aufgefordert, die Genehmigung zur Wiederinbetriebnahme des Pannen-Reaktors zu verweigern. Die von .ausgestrahlt initiierte Protest-Aktion geht weiter. Das AKW Krümmel entspricht nicht dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik und würde als Neubau heute niemals mehr eine Genehmigung bekommen.

Nach wie vor erkranken Kinder rings um den Reaktor an Leukämie. Eine Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters wies nach, dass auch um alle anderen deutschen Atomkraftwerke die Krebsrate bei Kindern deutlich zunimmt.

Gesundheitsministerin Trauernicht muss nun zeigen, dass ihr die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung ein ernstes Anliegen sind. Sie muss die Wiederinbetriebnahme des Reaktors, dessen Strom niemand braucht, verhindern. Die rechtliche Handhabe dazu hat sie: Bundesverfassungsgericht und Bundesverwaltungsgericht haben schon vor Jahren klargestellt, dass Genehmigungen von Atomkraftwerken zu widerrufen sind, wenn die Reaktoren nicht mehr dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen und nicht gegen alle vorstellbaren Gefahren geschützt sind. Das AKW Krümmel würde den Absturz eines größeren Passagierflugzeugs nachweislich nicht überstehen.“

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