24. Juni 2005

AKWs jetzt abschalten statt neu bauen

Atomkraftgegner reagieren auf Ankündigung von AKW-Neubauten aus den Reihen von FDP und CDU

Zu den Äußerungen des niedersächsischen Wirtschaftsministers Walter Hirche
(FDP) und des parlamentarischen Geschäftsführers der CDU-Fraktion im
sächsischen Landtag, Heinz Lehmann, die öffentlich über den Neubau von
Atomkraftwerken in der Bundesrepublik nachdenken, erklärt Jochen Stay,
Sprecher der Anti-Atom-Kampagne „X-tausendmal quer“:

„Zuerst gaukelt uns die Schröder-Regierung einen Atomausstieg vor, der
faktisch nicht stattfindet und nun werden von Union und FDP erste
Testballons für AKW-Neubauten losgelassen. Wir wehren uns gegen beides:
Neubauankündigungen und laufende Reaktoren. Angesichts der täglichen
Gefahr einer Kernschmelzkatastrophe, angesichts der schon heute massiven
Folgen des Uranabbaus, angesichts der wachsenden Atommüllberge gibt es nur
einen einzigen verantwortbaren Weg: Wir brauchen einen Ausstieg, der
diesen Namen wirklich verdient. Die AKWs müssen jetzt vom Netz, denn jeder
Tag länger kann ein Tag zu viel sein.“

Geradezu amüsiert zeigen sich die AtomkraftgegnerInnen über das Dementi
von Sachsens CDU-Fraktionschef Hähle, der auf den Vorstoß seines Kollegen
erklärte: „"Niemand in der CDU Sachsen denkt darüber nach, neue
Atomkraftwerke zu bauen." „Das erinnert uns doch sehr an das
Ulbricht-Zitat von 1961, wonach niemand die Absicht habe, eine Mauer zu
errichten“, so Stay


Kontakt

.ausgestrahlt
Jochen Stay
Telefon: 0170 9358759